Tahs hat sich die Entscheidung, zum FC Bayern zu wechseln, nicht einfach gemacht. Er nennt die Fragen, die er sich vor dem Transfer gestellt hat: „Brauchen die mich? Werde ich eine Führungspersönlichkeit sein oder ein Ersatzspieler? Diese Fragen können einen wirklich verrückt machen, und am Ende muss man in den Spiegel schauen und sich fragen, was man wirklich wirklich will.“
Seine Antwort darauf ist eindeutig: „Nun, ich möchte dorthin gehen, wo ich die beste Version von Jona sein kann. Und für mich ist dieser Platz Bayern.“ (“And for me, that place is Bayern.“)
Die Heimtrikots des FC Bayern der letzten 20 Jahre – ein Trikot wurde schon vor der Saison zum Klassiker
Langjährige Bewunderung für FCB-Coach Kompany und Gemeinsamkeiten
Ein sehr wichtiger Faktor für den Wechsel des gebürtigen Hamburgers ist Vincent Kompany. Die Bewunderung des heute 29-Jährigen für den Bayerntrainer reicht weit zurück: „Ich begann Vincent Kompany zu folgen, als er für den Hamburger SV spielte, und ich war ein Kind, das davon träumte, für seinen Heimatverein zu spielen. Man konnte sehen, dass er einer der besten Innenverteidiger der Welt werden würde, und ich bewunderte ihn damals sehr.“
Diese Bewunderung für den Belgier ist über die Jahre gewachsen, besonders aufgrund dessen menschlichen Ansatzes: „Wie Xabi sieht er dich zuerst als Menschen und dann als Profi. Er erzählte mir, wie ich ins Team passen würde, und wie er mir helfen kann, ein besserer Innenverteidiger zu werden. Es war genau das, was ich hören wollte. Ich liebte die Idee, für ihn zu spielen.“
Tah spricht in dem Beitrag auch über weitere Gemeinsamkeiten: „Wir beide haben einen afrikanischen Vater und eine europäische Mutter. Für mich gab es da schon immer eine besondere Verbindung.“ Der Neuzugang des FC Bayern beschreibt Kompany als einen „ganz, ganz besonderen Trainer“, der die Mannschaft formen und weiterentwickeln wird. Wenn man sich mit dem FCB-Trainer unterhält, „spürt man sofort seine Leidenschaft, seine Ideen und Werte“, schwärmt der deutsche Nationalspieler von seinem künftigen Übungsleiter.
Teamkollege Wirtz wollte schon als 17-Jähriger den Ballon d’Or gewinnen
In seinem Beitrag findet Tah auch nur lobende Worte für seinen Ex-Teamkollegen Florian Wirtz, einen Straßenfußballer, der als 17-Jähriger mit dem Wunsch, den Ballon d’Or zu gewinnen, überrascht hatte. Vielleicht wollte der heutige 22-Jährige auch deswegen nicht zum FC Bayern wechseln, weil er dort mit Jamal Musiala einen ganz ernsthaften Konkurrenten hätte. Kompany konnte den zweiten Teil von „Wusiala“ jedenfalls nicht wie Tah überzeugen.