Ganz anders als Wirtz

Neuzugang Tah mit „besonderer Verbindung“ zu FCB-Coach Kompany

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FCB-Neuzugang Jonathan Tah gibt in einem Artikel für „The Players‘ Tribune“ interessante Einblicke zu seinem Wechsel an die Säbener Straße.

München - Bereits im letzten Sommer stand Jonathan Tah von Bayer Leverkusen kurz vor einem Wechsel zum FC Bayern, wie er in einem The Players´Tribune Beitrag selbst verrät: „Es sollte eigentlich letzten Sommer ein Abschied sein. Ich hatte Bayern München zugesagt und alles war 90 % erledigt. Meine Taschen waren gepackt – buchstäblich.“ Doch die Vereine konnten sich damals nicht auf eine Ablösesumme einigen. Nun kommt der 35-fache Nationalspieler ablösefrei zum deutschen Rekordmeister.

Tah: „Und für mich ist dieser Platz Bayern“

Tahs hat sich die Entscheidung, zum FC Bayern zu wechseln, nicht einfach gemacht. Er nennt die Fragen, die er sich vor dem Transfer gestellt hat: „Brauchen die mich? Werde ich eine Führungspersönlichkeit sein oder ein Ersatzspieler? Diese Fragen können einen wirklich verrückt machen, und am Ende muss man in den Spiegel schauen und sich fragen, was man wirklich wirklich will.“

Seine Antwort darauf ist eindeutig: „Nun, ich möchte dorthin gehen, wo ich die beste Version von Jona sein kann. Und für mich ist dieser Platz Bayern.“ (“And for me, that place is Bayern.“)

Die Heimtrikots des FC Bayern der letzten 20 Jahre – ein Trikot wurde schon vor der Saison zum Klassiker

In der Saison 2005/06 ging der FC Bayern mit diesem roten Klassiker an den Start. Den Spielern um Mehmet Scholl und Martin Demichelis scheint es gefallen zu haben.
In der Saison 2005/06 ging der FC Bayern mit diesem roten Klassiker an den Start. Den Spielern um Mehmet Scholl und Martin Demichelis scheint es gefallen zu haben. © IMAGO / Martin Hoffmann / Sven Simon
Saison 2006/07: Ein Jahr später hatte sich das Design bereits deutlich verändert. Nun zierten drei Streifen die Ärmel und Hosen des Trikots.
Saison 2006/07: Ein Jahr später hatte sich das Design bereits deutlich verändert. Nun zierten die Trikots drei Streifen auf den Ärmeln und Hosen. © IMAGO / ActionPictures
Das Trikot der Saison 2007/08 sorgte mit seinen weißen Querstreifen für eine Menge Aufsehen. Neuzugang Frack Ribéry präsentierte das Trikot seines neuen Arbeitgebers damals stolz.
Das Trikot der Saison 2007/08 sorgte mit seinen weißen Querstreifen für eine Menge Aufsehen. Neuzugang Frack Ribéry präsentierte das Trikot seines neuen Arbeitgebers damals stolz. © IMAGO / MIS / Dean Pictures
Im Jahr danach liefen die Bayern-Stars im selben Heimtrikot auf. Lediglich das Auswärts- und das Europapokaltrikot veränderten sich.
Im Jahr danach liefen die Bayern-Stars im selben Heimtrikot auf. Lediglich das Auswärts- und das Europapokaltrikot veränderten sich. © IMAGO / MIS
2009/10 kamen die Bayern-Trikots dann wieder etwas klassischer daher. Auf weiße Streifen wurde verzichtet. Lediglich am Kragen, den Ärmeln und den Hosen waren weiße Details eingearbeitet.
2009/10 kamen die Bayern-Trikots dann wieder etwas klassischer daher. Auf weiße Streifen wurde verzichtet. Lediglich am Kragen, den Ärmeln und den Hosen waren weiße Details eingearbeitet. © IMAGO / Lackovic / Ralph Peters
2010/11 sah das dann schon wieder ganz anders aus. Die weißen Streifen waren zurück. Diesmal aber nicht quer, sondern längs.
2010/11 sah das dann schon wieder ganz anders aus. Die weißen Streifen waren zurück. Diesmal aber nicht quer, sondern längs. © IMAGO / Ulmer/Cremer
Das Heimtrikot der Saison 2011/12 wurde von den Bayern-Star Arjen Robben, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger präsentiert. Goldene Details zierten das neue Prachtstück.
Das Heimtrikot der Saison 2011/12 wurde von den Bayern-Star Arjen Robben, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger präsentiert. Goldenen Details zierten das neue Prachtstück. © IMAGO / Ulmer/Cremer
2012/2013 gab es keine Veränderungen am Heimtrikot. Das golden-rote Design kam bei Fans und Spielern offenbar gut an.
2012/2013 gab es keine Veränderungen am Heimtrikot. Das golden-rote Design kam bei Fans und Spielern offenbar gut an. © IMAGO / Ulmer/Cremer
Das änderte sich jedoch in der Saison 2013/14 wieder. Weiße Streifen ersetzten fortan die goldenen Details. Arjen Robben erzielte übrigens bereits im CL-Finale 2013 sein legendäres Tor in diesem Trikot.
Das änderte sich jedoch in der Saison 2013/14 wieder. Weiße Streifen ersetzten fortan die goldenen Details. Arjen Robben erzeilte übrigens bereits im CL-Finale 2013 sein legendäres Tor in diesem Trikot. © IMAGO / Annegret Hilse/ Sven Simon
Deutlich unkonventioneller wurde es dann in der Saison 2014/15. Blau-rote Längsstreifen machten das neue Bayern-Trikot zu einem echten Hingucker, auch wenn die Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich war.
Deutlich unkonventioneller wurde es dann in der Saison 2014/15. Blau-rote Längsstreifen machten das neue Bayern-Trikot zu einem echten Hingucker, auch wenn die Kombination auf den ersten Blick ungewöhnlich war. © IMAGO / Ulmer
Das Längsstreifen-Experiment hielt jedoch nicht allzu lange an. Schon in der Saison 2015/16 kehrte der FCB wieder zu seinen traditionellen rot-weißen Farben zurück.
Das Längsstreifen-Experiment hielt jedoch nicht allzu lange an. Schon in der Saison 2015/16 kehrte der FCB wieder zu seinen traditionellen rot-weißen Farben zurück. © imago sportfotodienst
Dabei blieb es auch in der darauffolgenden Saison. Ein leicht veränderter Kragen und Ärmel, sowie weiße statt rote Hosen, machten den Unterschied zum Vorgänger jedoch eindeutig.
Dabei blieb es auch in der darauffolgenden Saison. Ein leicht veränderter Kragen und Ärmel, sowie weiße statt rote Hosen, machten den Unterschied zum Vorgänger jedoch eindeutig. © IMAGO / ActionPictures/Ulmer
2017/18 feierten erneut Streifen ein Comeback. Diesmal jedoch deutlich dünner und in weiß gehalten.
2017/18 feierten erneut Streifen ein Comeback. Diesmal jedoch deutlich dünner und in weiß gehalten. © IMAGO / Sven Simon
Ein neues Jahr, ein neues Bayern-Trikot. Robert Lewandowski und Co. liefen in der Saison 2018/19 wieder in fast komplett roten Outfits auf. Ein paar weiße Streifen auf den Schultern und der Hose komplettieren den Look.
Ein neues Jahr, ein neues Bayern-Trikot. Robert Lewandowski und Co. liefen in der Saison 2018/19 wieder in fast komplett roten Outfits auf. Ein paar weiße Streifen auf den Schultern und der Hose komplettieren den Look. © FrankHoermann/SVEN SIMON
2019/20: In der Saison danach gab es sogar noch ein bisschen mehr Rot zu sehen. Die weißen Streifen auf Schultern und Hosen wurden durch rote Details ersetzt.
2019/20: In der Saison danach gab es sogar noch ein bisschen mehr rote Details. Die weißen Streifen auf Schultern und Hosen wurden durch rote Details ersetzt. © IMAGO / Sven Simon
2020/21 gab es auf den Trikots von Thomas Müller und seinen Kollegen wieder weiße Streifen zu sehen.
2020/21 gab es auf den Trikots von Thomas Müller und seinen Kollegen wieder weiße Streifen zu sehen. © IMAGO / ActionPictures
So sah das Heimtrikot der Saison 2021/22 aus. Zwei verschiedene Rot-Töne trafen in diesem Design auf weiße Akzente.
So sah das Heimtrikot der Saison 2021/22 aus. Zwei verschiedene Rottöne trafen in diesem Design auf weiße Akzente. © IMAGO / ULMER Pressebildagentur
2022/23 folgt die Rückkehr zu einem roten Trikot mit weißen Querstreifen. Damit erinnert das Design ein wenig an einige ältere Trikot-Designs.
2022/23 folgt die Rückkehr zu einem roten Trikot mit weißen Querstreifen. Damit erinnert das Design ein wenig an einige ältere Trikot-Designs. © IMAGO / Sven Simon
In der Saison danach können die Bayern-Fans dann wieder ein völlig anderes Design bestaunen. Diesmal ist das Trikot hauptsächlich weiß und wird von roten Details und roten Hosen ergänzt.
In der Saison danach können die Bayern-Fans dann wieder ein völlig anderes Design bestaunen. Diesmal ist das Trikot hauptsächlich weiß und wird von roten Details und roten Hosen ergänzt. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
In der Saison 2024/25 hieß es wieder: Voller Fokus auf Rot. Die Shirts von Upamecano und Co. kommen auf den ersten Blick schlicht daher. bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch einige Details.
In der Saison 2024/25 hieß es dann wieder: Voller Fokus auf Rot. Die Shirts von Upamecano und Co. kommen auf den ersten Blick schlicht daher. bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch einige Details.  © IMAGO / Laci Perenyi
Auch um das mögliche Heimtrikot der Spielzeit 2025/26 gab es bereits eine Menge Wirbel. Leaks der Seite „Footy Headlines“ sollen das neue Design zeigen.
Auch um das mögliche Heimtrikot der Spielzeit 2025/26 gab es bereits eine Menge Wirbel. Leaks der Seite „Footy Headlines“ sollen das neue Design zeigen. © Footy Headlines

Langjährige Bewunderung für FCB-Coach Kompany und Gemeinsamkeiten

Ein sehr wichtiger Faktor für den Wechsel des gebürtigen Hamburgers ist Vincent Kompany. Die Bewunderung des heute 29-Jährigen für den Bayerntrainer reicht weit zurück: „Ich begann Vincent Kompany zu folgen, als er für den Hamburger SV spielte, und ich war ein Kind, das davon träumte, für seinen Heimatverein zu spielen. Man konnte sehen, dass er einer der besten Innenverteidiger der Welt werden würde, und ich bewunderte ihn damals sehr.“

Diese Bewunderung für den Belgier ist über die Jahre gewachsen, besonders aufgrund dessen menschlichen Ansatzes: „Wie Xabi sieht er dich zuerst als Menschen und dann als Profi. Er erzählte mir, wie ich ins Team passen würde, und wie er mir helfen kann, ein besserer Innenverteidiger zu werden. Es war genau das, was ich hören wollte. Ich liebte die Idee, für ihn zu spielen.“

Tah spricht in dem Beitrag auch über weitere Gemeinsamkeiten: „Wir beide haben einen afrikanischen Vater und eine europäische Mutter. Für mich gab es da schon immer eine besondere Verbindung.“ Der Neuzugang des FC Bayern beschreibt Kompany als einen „ganz, ganz besonderen Trainer“, der die Mannschaft formen und weiterentwickeln wird. Wenn man sich mit dem FCB-Trainer unterhält, „spürt man sofort seine Leidenschaft, seine Ideen und Werte“, schwärmt der deutsche Nationalspieler von seinem künftigen Übungsleiter.

Umarmung nach dem BL-Spiel zwischen FCB-Coach Kompany und Bayer-Spieler Tah.

Teamkollege Wirtz wollte schon als 17-Jähriger den Ballon d’Or gewinnen

In seinem Beitrag findet Tah auch nur lobende Worte für seinen Ex-Teamkollegen Florian Wirtz, einen Straßenfußballer, der als 17-Jähriger mit dem Wunsch, den Ballon d’Or zu gewinnen, überrascht hatte. Vielleicht wollte der heutige 22-Jährige auch deswegen nicht zum FC Bayern wechseln, weil er dort mit Jamal Musiala einen ganz ernsthaften Konkurrenten hätte. Kompany konnte den zweiten Teil von „Wusiala“ jedenfalls nicht wie Tah überzeugen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Thomas Pakusch

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