Von Sascha Mehr
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Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller hat Neuzugang Jessic Ngankam kritisiert und erwartet von ihm eine deutliche Leistungssteigerung.
Frankfurt – Eintracht Frankfurt und Europapokal – das passt einfach zusammen. Das Heimspiel des 3. Spieltags der Conference League wurde wieder zu einer dieser magischen Nächte , die es in den vergangenen Jahren öfters gab im Waldstadion. Die Fans der SGE peitschten ihre Mannschaft nach vorne und die lieferte. Am Ende stand ein deutliches 6:0 gegen HJK Helsinki auf der Anzeigetafel.
Jessic Ngankam Geboren: 20. Juli 2000 (Alter 23 Jahre), Berlin Verein: Eintracht Frankfurt Position: Mittelstürmer
Eintracht Frankfurt schlägt HJK Helsinki „Insgesamt war es ein toller Abend für alle. Es war auch eine tolle Sache für Timmy, dass er sich belohnt hat für den Fleiß, den er immer zeigt. Es war nicht immer einfach für ihn, unabhängig davon ist er ein wichtiger Spieler“, sagte Cheftrainer Dino Toppmöller nach der Partie und gab SGE-Urgestein Timothy Chandler ein Extralob.
Es war ein wirklich toller Abend, allerdings dann doch nicht für alle. Jessic Ngankam, der im Sommer von Hertha BSC an den Main wechselte, wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt und konnte auch gegen die schwachen Finnen keine Akzente setzen. Zu seinem Pech stand es bereits 5:0 und seine Mitspieler schalteten mindestens zwei Gänge zurück.
Eintracht-Coach Dino Toppmöller (l.) erwartet mehr von Neuzugang Jessic Ngankam.
© IMAGO/osnapix / Hirnschal
Es läuft einfach noch nicht rund für den Angreifer bei der Frankfurter Eintracht. Auf der Pressekonferenz vor dem BVB-Spiel äußerte sich Toppmöller zu den Leistungen des Neuzugangs: „Er kann es besser, als er es in den letzten beiden Spielen gegen Hoffenheim und Helsinki gemacht hat. Ich glaube auch, dass er selber einen anderen Anspruch an sich hat, dass er einfach noch mehr Impact für uns hat. Das war jetzt nicht mega gut, aber es war auch nicht so, dass man sagt: Es war katastrophal.“
Eintracht Frankfurt: Toppmöller erwartet Steigerung bei Ngankam Toppmöller will in der nächsten Zeit eine Steigerung sehen bei Ngankam. „Wir wissen, dass er es besser kann, und verlangen von ihm, dass er es besser macht“, so der SGE-Coach. Der 23-jährige Angreifer hat bis zum Winter die Chance, sich mit guten Auftritten weitere Spielzeit zu sichern, denn die Konkurrenz wird in der Rückrunde größer.
Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago 11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago 15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0 Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung hält es für sehr wahrscheinlich, dass Eintracht Frankfurt in der Winterpause einen weiteren Stürmer verpflichten wird . „Man darf davon ausgehen, dass einer kommt. Wir sehen, was im Winter möglich ist“, sagte er beim TV-Sender RTL+ am Rande des Conference-League-Spiels. (smr )
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