Nicht im eigenen Stadion: Eintracht-Gegner gibt Spielort für DFB-Pokal-Begegnung bekannt
VonAdrian Rehling
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Ein Fünftligist gegen den Champions-League-Teilnehmer. Das Pokal-Traumlos für die Amateure fordert besondere Maßnahmen für den Vereinshöhepunkt.
Engers/Frankfurt – Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, als Leichtathletik-Star Owen Ansah die Loskugel zum Auftakt im DFB-Pokal endlich gezogen hatte. Drauf stand: Eintracht Frankfurt, Bundesliga-Dritter, Starter in der Königsklasse. Auf der anderen Seite der Gegner: Der Oberligist FV Engers. Riesig war der Jubel am Vereinsheim am Wasserturm, es wird der Höhepunkt der Klubgeschichte. Und dafür verlässt der Verein sogar ausnahmsweise das eigene Stadion.
Die Kapazität der sonstigen Spielstätte wird von Wikipedia mit einem Fassungsvermögen von 3.000 Zuschauern angegeben, in einer weiteren Quelle sind es sogar deren 4.000 Plätze. So oder so steht aber fest: Es würde dem Andrang vor dem Spiel gegen die Toppmöller-Elf nicht gerecht werden. Und daher wurde sich zeitnah um eine Alternative gekümmert.
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Diese heißt: Stadion Oberwerth in Koblenz. Erst vergangene Saison fand dort eine Erstrundenpartie im DFB-Pokal statt, die TuS Koblenz traf auf den VfL Wolfsburg – vor exakt 9.447 Zuschauern. Insgesamt wird die Kapazität sogar auf eine fünfstellige Zuschauerzahl taxiert, das Stadion bietet Platz für 10.176 Fans.
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Die Vorfreude beim FV Engers und seinen Fans ist riesig. Trainer Julian Feit, der sich selbstverständlich einen großen Gegner gewünscht hatte, zeigte sich begeistert: „Das ist sportlich geil und macht richtig Bock, sich mal mit so einer Mannschaft zu messen.“ Auch Vereinsvorsitzender Martin Hahn blickt optimistisch auf das Spiel: „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Überzahl von unseren Fans und eine tolle Stimmung im Stadion haben werden.“ Eine Ansage, bedenkt man die Euphorie, die seit geraumer Zeit rund um die Eintracht entfacht ist.
Die organisatorische Vorbereitung stellt für den Amateurverein eine große Herausforderung dar: „Das wird eine Herkulesaufgabe, aber wir haben ganz viele ehrenamtliche Helfer hier und werden das schaffen“, sagt der Vorsitzende. Auf der eigenen Homepage schreibt der Verein: „Es wird der absolute Wahnsinn.“ Der FV Engers hat sich durch den Gewinn des Rheinlandpokals für den DFB-Pokal qualifiziert. Die erste Runde wird zwischen dem 15. und 18. August ausgetragen, der genaue Spieltermin steht noch aus. (rele)