VonLars Pollmannschließen
Felix Nmecha konnte die hohe Ablöse in seiner ersten Saison bei Borussia Dortmund nicht rechtfertigen. Nun steht sogar ein Abschied im Raum.
Dortmund – Borussia Dortmund hat am Montagabend den ersten Transfer für die neue Saison perfekt gemacht. Waldemar Anton vom VfB Stuttgart könnte den Auftakt in betriebsame Tage rund um den Trainingsauftakt am Mittwoch dargestellt haben: Mit Pascal Groß und Serhou Guirassy stehen wohl zwei weitere Verpflichtungen kurz bevor.
Klar ist, dass sich auch aufseiten der Abgänge beim BVB noch etwas tun soll und wird. Wie fussball.news bereits berichtete, sucht der Champions-League-Finalist etwa Abnehmer für die Stürmer Sébastien Haller und Youssoufa Moukoko. Auch um den nicht unumstrittenen Kapitän Emre Can sind Gerüchte aufgekommen. Nun steht plötzlich auch ein Verkauf von Felix Nmecha im Raum.
BVB zahlte übertriebene Ablöse für Felix Nmecha
Die Bild-Zeitung führt den Mittelfeldmann auf einer „geheimen Streichliste“ des BVB in der Kategorie „dürfen weg“, soll also heißen: Dortmund strebt den Abschied nicht mit aller Macht an, würde bei einem entsprechenden Angebot aber keine unüberwindbaren Hindernisse in den Weg von Nmecha legen. Wie das Angebot aussehen müsste, bleibt dabei offen.
Auf der Hand liegt, dass es sehr schwierig werden würde, die im vergangenen Sommer an den VfL Wolfsburg gezahlte Summe wieder einzuspielen. Nmecha kostete rund 30 Millionen Euro – nach Informationen dieser Redaktion war man sich selbst in der Führungsetage des BVB einig, dass dies eigentlich zu viel Geld für den einmaligen DFB-Nationalspieler war.
Jedoch setzte sich die Überzeugung durch, dass Nmecha das Profil mitbringt, um die schwierige Nachfolge von Jude Bellingham anzutreten. In der vergangenen Saison kam der inzwischen 23-Jährige über Ansätze aber nie hinaus. Trotz insgesamt 29 Einsätzen blieb Nmecha ein Nebendarsteller, der oftmals wie ein Fremdkörper in der Mannschaft von Trainer Edin Terzić wirkte.
Neuer Anlauf, aber auch neue Konkurrenz unter Nuri Şahin
Zwar gab es 2023 einen robusten Markt für Nmecha, der auch einen Erklärungsansatz für die hohe Ablöse bot. Es ist aber kaum davon auszugehen, dass sich heuer allzu viele Klubs um seine Dienste reißen. Wesentlich realistischer ist, dass der Mittelfeldmann unter dem zum Chefcoach aufgestiegenen bisherigen Assistenten Nuri Şahin einen neuen Anlauf wagt und auf eine Saison ohne viele verletzungsbedingte Unterbrechungen hofft.
Klar ist dabei, dass unter Şahin der Konkurrenzkampf geschürt werden soll und es für Nmecha so kaum einfacher werden wird. Auf seiner Position im zentralen Mittelfeld hat Marcel Sabitzer gerade mit seinen Leistungen in der Champions League einen Claim abgesteckt, die bevorstehende Verpflichtung des deutschen EM-Teilnehmers Groß sorgt für zusätzliche Konkurrenz. Auch Zehner Julian Brandt hat beim BVB schon Spiele auf der etwas tieferen Mittelfeldposition absolviert.
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