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Deutschland feiert einen überragenden Start in die EM. Im Eröffnungsspiel schlug die DFB-Elf Schottland deutlich. Noten und Einzelkritik zum Auftritt der DFB-Stars.
München – Es war ein stimmungsvoller Auftakt der EM 2024 in Deutschland!
Der Eröffnungsfeier war bunt, laut und hatte Pyrotechnik mit dabei. Die DFB-Elf lieferte gegen Schottland im Anschluss ihren Teil – denn so richtig laut wurde es unter den 66.000 Zuschauern in der ausverkaufen Allianz Arena, als Florian Wirtz der deutschen Nationalelf einen perfekten Start servierte.
Nach Vorarbeit von Joshua Kimmich war es der Double-Sieger aus Leverkusen, der in 10. Minute die Führung für die Mannschaft von Julian Nagelsmann erzielte. Nur neun Minuten später legte Wirtz‘ kongenialer Partner Jamal Musiala nach grandiosem Spielzug sehenswert nach und erhöhte auf 2:0 für Deutschland. Der Traumstart war perfekt!
Musiala und Wirtz treffen: Deutschland legt gegen Schottland einen Traumstart hin
Davon beflügelt, dominierte die Nagelsmann-Elf das Geschehen und erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. Die Gäste aus Schottland hatten gar keine Chance.
Kurz vor der Pause hatte Ilkay Gündogan per Kopf die Möglichkeit zu erhöhen, doch der schottische Keeper hielt zunächst, beim Abpraller wurde Gündogan dann aber brutal gefoult. Die Folge nach VAR-Check: Elfmeter für Deutschland und Rot für die Schotten. Kai Havertz ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte cool zum 3:0 (45.). Das war auch der Pausenstand – eine auch in der Höhe verdiente Führung zu diesem Zeitpunkt.
Deutschland dominiert Schottland: Havertz setzt den Schlusspunkt vor der Pause
Im zweiten Durchgang waren die Gäste von der Insel erwartungsgemäß druckvoller, doch die Defensive der DFB-Elf stand bombensicher. Und vorne netzte ein Joker! Niclas Füllkrug, der nach einer Stunde für Havertz kam, jagte in der 68. Minute einen Strahl zum 4:0 in den Knick.
Kurz vor Schluss kassierte Deutschland doch noch einen Gegentreffer, allerdings fiel dieser mehr als unglücklich. Das 4:1 war ein Eigentor vor Antonio Rüdiger. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte ausgerechnet Emre Can, der erst kurzfristig nach nominierte wurde.
Das war auch der Endstand. Damit feierte das DFB-Team erstmals seit 2016 einen Auftaktsieg bei einem Endrundenturnier. Allerdings macht der Auftritt der Nationalelf vor allem eins: Lust auf mehr!
Manuel Neuer
Weil der Nationalkeeper in den vergangenen Spielen häufig patzte, stand er gegen Schottland besonders im Fokus. Daher verzichtete Neuer auf Spielchen am eigenen Strafraum und klärte Bälle mit dem Fuß konsequent. Ansonsten war es ein ruhiger Abend für ihn. Konnte bei Rüdigers Eigentor nichts machen. Note: 3
Joshua Kimmich
Mit einer gefühlvollen, flachen Hereingabe bereitete Kimmich das 1:0 vor. Ansonsten ackerte er die rechte Seite rauf und runter. Note: 2
Antonio Rüdiger
Der Abwehrchef ließ hinten nichts anbrennen und hatte sowohl im Zweikampf am Boden als auch in Duellen in der Luft alles im Griff. Sein Distanzschuss nach der Pause konnte Schotten-Keeper Angus Gunn gerade noch so zum Eckball abwehren. Das Eigentor war mehr als unglücklich. Note: 2
Jonathan Tah
Stabiler Auftritt des Leverkuseners, der gegen die harmlose schottische Offensive jedoch kaum gefordert war. Im Spielaufbau ohne Fehler und sorgte mit einem cleveren Stellungsspiel für eine gute Konterabsicherung. Note: 2
Das ist der DFB-Kader für die EM 2024




Maximilian Mittelstädt
In der Rückwärtsbewegung fleißig, seinen gefürchteten Flanken fehlte jedoch die nötige Präzision. Note: 3
Robert Andrich
Nach seinem Fehlpass-Festival gegen Griechenland war er im Auftaktspiel wieder der sichere und robuste Pol neben Kroos. Nur einmal übertrieb er es im Zweikampf und sah in der 31. Minute die Gelbe Karte. Note: 2 (ab 46. Minute Pascal Groß: Fügte sich ohne Probleme ins Spiel ein und übernahm die Rolle an der Seite von Kroos. Note: 3)
Toni Kroos
Mit einem Diagonalpass über das halbe Spielfeld leitete Kroos das 1:0 ein. Der Mittelfeldstratege war Dreh- und Angelpunkt im deutschen Spiel. Wenn er es ankurbeln musste, kurbelte er es an. Wenn er es beruhigen musste, beruhigte er es. In der ersten Hälfte spielte er 55 Pässe und alle kamen an. Note: 1 (ab 80. Emre Can, o.B.)
Jamal Musiala
Je länger das Spiel dauerte, desto besser kam Musiala ins Spiel. Der Ausnahmedribbler tanzte die Schotten reihenweise aus, suchte immer wieder Wirtz und Gündogan als Wandspieler und zeigte bei seinem Tor zum 2:0 die Entschlossenheit im Abschluss, die sich Fußball-Deutschland von ihm erhofft. In dieser Form ist er nur schwer zu bremsen. Note: 1 (ab 74. Thomas Müller, o.B.)
Ilkay Gündogan
Das Tor zum 2:0 leitete Gündogan mit einer feinen Drehung im Mittelfeld ein. Generell spielte der Kapitän viele kluge Bälle, die auf engstem Raum für den nötigen Platz sorgten. Als er in der 42. Minute rüde von Ryan Porteous umgetreten wurde, stockte Fußball-Deutschland kurz der Atem. Doch Gündogan biss auf die Zähne und legte nach der Pause den Treffer von Füllkrug zum 4:0 vor. Note: 1
Florian Wirtz
Von der ersten Minute an war der Leverkusener unglaublich präsent – egal ob in Zweikämpfen, Laufduellen oder Dribblings. Wirtz strahlte einen unglaublichen Willen aus, dem deutschen Spiel seinen Stempel in der Offensive aufzudrücken. Das tat er. Und wie! Nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0, sondern wegen seiner Gesamt-Performance. Note: 1 (ab 61. Leroy Sané, o.B.)
Kai Havertz
Gegen die aggressive schottische Hintermannschaft musste Havertz seine gesamte Zweikampfstärke und Härte abrufen. Das gelang ihm gut und so konnte er viele Bälle am gegnerischen Strafraum halten. Das 2:0 bereitete er vor, bei seinem Elfmetertreffer zum 3:0 blieb er cool. Note: 1 (ab 61. Niclas Füllkrug, traf in der 68. direkt zum 4:0, sein zweiter Treffer wurde wegen Abseits aberkannt, o.B.)
Aus der Allianz Arena berichten Manuel Bonke, Philipp Kessler, Hanna Raif und Florian Schimak
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