Rückkehr im März?

Neuer dementiert Absprache mit Nagelsmann – geht aber von DFB-Comeback aus

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Manuel Neuer kehrt einem Bericht zufolge ins Tor der DFB-Elf zurück. Der Bayern-Keeper selbst dementiert aber eine Absprache mit Julian Nagelsmann.

Update vom 30. November, 9.49 Uhr: Torhüter Manuel Neuer hat bestritten, dass er mit Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits konkret über seine Rückkehr in die Nationalmannschaft im kommenden März gesprochen hat. „Es gibt jetzt keine Absprache“, sagte der Kapitän des FC Bayern nach dem 0:0 in der Champions League gegen den FC Kopenhagen, betonte aber: „Ich stehe im guten Austausch mit meinem Torwarttrainer in der Nationalmannschaft genauso wie mit Julian, und wir gehen alle davon aus, dass ich dabei bin, wenn alles normal läuft.“

Seine drei Glanzparaden in der 87. Minute, mit denen er die Münchner vor einer Niederlage bewahrte, wollte Neuer nicht als Bewerbungsschreiben an Nagelsmann verstanden wisssen. „Er kennt mich, er hat so was schon mal gesehen im Training und auch in den Spielen“, sagte der 37-Jährige und betonte: „Von daher bin ich sehr gelassen, was den März angeht.“

Neuer-Rückkehr ins DFB-Tor angeblich schon beschlossen

Erstmeldung vom 29. November: Frankfurt am Main – Die souveränen Auftritte von Manuel Neuer nach seinem Comeback hatten die Torwart-Diskussion schon viele Monate vor der Fußball-EM angefacht – und Julian Nagelsmann soll sich nun bereits entschieden haben, dass der Bayern-Star ins DFB-Tor zurückkehren soll.

Wie die Bild am Mittwochabend berichtete, haben Neuers Leistungen dem Bundestrainer imponiert. Er soll sich entschieden haben, dass Neuer bei mindestens einem der beiden Länderspiele im März im Tor stehen werde. Für Kontrahent Marc-André ter Stegen könnte es also schwer werden, seinen Platz zu behaupten.

Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen? Es geht um die Nummer eins.

Manuel Neuer soll bald wieder im Tor der Nationalmannschaft stehen

Der Barcelona-Keeper ist seit der schweren Verletzung von Neuer die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft und hat auch zu verstehen geben, diese Position nicht räumen zu wollen. Doch auch Neuer hat keinen Hehl aus seinen Ambitionen gemacht, bei der Heim-EM im Tor stehen zu wollen.

Zuletzt gab es bereits einen Fingerzeig, als Neuer als Hauptprotagonist der DFB-Elf in Berlin den EM-Spielball präsentierte. Dort stellte er unmissverständlich klar: „Ich will in diesem Stadion spielen, weil hier das Finale ist.“ Beim FC Bayern zeigt er konstant gute Leistungen, ließ sich überhaupt nicht anmerken, dass er fast ein Jahr lang fehlte.

Neuer oder ter Stegen? Kampf um die Nummer eins im DFB-Tor

Kommt es tatsächlich zum Neuer-Comeback in der Nationalmannschaft im März, ist damit der Kampf ums DFB-Tor natürlich noch nicht entschieden. Auch ter Stegen hat sich mit einer Ansage zu Wort gemeldet.

Zumindest zwei Ex-Profis sind sich aber einig, dass kein Weg an Neuer vorbeiführen wird. „Wenn Manuel Neuer zurückkommt, dann geht das nur als Nummer eins“, sagte Michael Ballack jüngst der Sport Bild.

Sky-Experte Didi Hamann blies ins gleiche Horn: „Manuel Neuer muss die Nummer eins der Nationalmannschaft sein. Du kannst es dir nicht erlauben, ihn nicht spielen zu lassen.“ Klar ist: Die Keeper-Frage ist eines der wenigen Luxusprobleme, die Bundestrainer Nagelsmann lösen muss. (epp)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Anke Waelischmiller/SVEN SIMON

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