Olympiasiegerin nach Horrorsaison vor plötzlichem Aus im Biathlon-Weltcup?
VonSascha Mehr
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Nach einer Saison zum Vergessen will Biathlon-Olympiasiegerin Stina Nilsson angreifen. Ihren Platz im Weltcup-Kader hat sie aber nicht sicher.
Stockholm – Die Zeit der Ferien und der Erholung ist im Biathlon vorbei. Die Stars haben ihre Akkus aufgeladen und befinden sich bereits in der Vorbereitung auf die kommende Saison. Im Sommer werden die Grundlagen gelegt, um im Winter in guter Form zu sein und Erfolge erzielen zu können.
Stina Nilsson
Geboren:
24. Juni 1993
Nationalität:
Schweden
Sportart:
Biathlon
Biathlon-Weltcup: Nilsson mit schwacher Saison
Mehrere Athletinnen und Athleten müssen aber bereits jetzt im Training Vollgas geben, denn sie kämpfen um einen der begehrten Plätze im Weltcup-Kader. Eine davon ist Stina Nilsson, die eine ganz schwache vergangene Saison hatte und ihren Platz im Team der Schweden keinesfalls sicher hat.
Die 29-Jährige, die 2018 in Pyeongchang Olympiasiegerin im Langlauf-Sprint wurde, erlebte im letzten Winter eine Saison zum Vergessen. Die Leistungen von Nilsson waren derart schwach, dass die Trainer sie zum Jahreswechsel aus dem Weltcup-Kader nahmen, was sie die Teilnahme an der Weltmeisterschaft kostete.
„Das Training läuft bis jetzt sehr gut“, sagte Nilsson im Gespräch mit dem italienischen Online-Portal Fondo Italia. Hauptaugenmerk beim Training sei vor allem ihr Schießtempo: „Da habe ich viel Raum für Verbesserungen.“ Das Laufen, das eigentlich zu ihren Stärken zählt als ehemalige Langläuferin, soll aber auch wieder deutlich stärker werden als vergangene Saison.
Biathlon-Weltcup: Nilsson bangt um Kaderplatz
„Irgendetwas Großes hat in meiner Laufform letztes Jahr gefehlt. Erst nach der Weihnachtspause wurde es besser und besser. Dieses Jahr will ich das Problem vorher regeln, damit ich direkt mit einem besseren Gefühl starten kann“, so Nilsson über ihren Plan bis zum Start der neuen Biathlon-Saison.
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Ob sie es allerdings in den Kader der Schweden schafft, kann sie selbst noch nicht abschätzen. „Es ist schwer, weil wir ein starkes Team sind und nur sechs Startplätze in einem Rennen haben. Und jeder im Team hat das Potenzial, auf das Podium zu laufen. Das macht es schwer, einen dieser Plätze zu bekommen“, bestätigte sie gegenüber dem Online-Portal Fondo Italia. Die 29-Jährige muss in den nächsten Wochen Fortschritte zeigen, sonst droht es erneut ein bitterer Winter für sie zu werden. (smr)