Für Palhinha und seine Kollegen steht darüber hinaus am kommenden Sonntag (21 Uhr) das Endspiel in der Nations League an, das ebenfalls in München ausgetragen wird. Ob Palhinha im Anschluss noch häufig in der Allianz Arena auf dem Rasen stehen wird, ist allerdings unsicher.
Als er beim Verlassen des Stadions von einem Reporter in der Mixed Zone auf seine Zukunft beim FC Bayern angesprochen wurde, sagte Palhinha: „Schauen wir mal… Ich habe es ja schon ein paar Mal gesagt: Mein Vertrag hier läuft noch drei Jahre. Ich will für diesen Verein spielen. Aber ich muss mit dem Trainer und den Sportdirektoren persönlich besprechen, ob ich hier meine Chancen bekomme. Ich hoffe wirklich darauf! Aber wenn nicht, müssen wir schauen und die beste Lösung finden.“
In Kürze wird sich Palhinha mit Trainer Vincent Kompany, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund zusammensetzen, um seine Situation zu evaluieren und daraus Rückschlüsse für seine Zukunft zu ziehen. Dass der Portugiese den FC Bayern nach nur einer Saison verlässt, ist ein realistisches Szenario. Zuletzt wurden Benfica Lissabon, West Ham United und Ex-Klub Fulham als potenzielle Abnehmer gehandelt.
Palhinha: „Nichts in meinem Leben war einfach“
Doch kampflos aufgeben will Palhinha nicht. „Fußball ist Gegenwart. Und in dieser Gegenwart bin ich bereit, mein Leben dafür zu geben, die großartigen Ziele zu erreichen. Mein Traum ist es, hier erfolgreich zu sein“, betonte er. Es sei unglaublich „hart“ gewesen, „hier zu diesem Verein zu kommen“, sagte er weiter und ergänzte: „Jeder kennt die Geschichte. Nichts in meinem Leben war einfach. Und das war eine Sache, die mich stolz gemacht hat.“
In seiner ersten Saison beim FC Bayern hat Palhinha nur 24 Pflichtspiele absolviert, neun davon in der Startelf. Trotzdem fällt sein Fazit nicht negativ aus: „Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein. Ich habe mit Bayern einen Titel gewonnen. Und ich hoffe, es war der Erste von vielen. Den Rest werden wir sehen. Wir werden das besprechen und das Beste entscheiden – auch für mich. Ich werde immer kämpfen und ich bin bereit, wo auch immer meine Zukunft ist.“