Haarrige Angelegenheit

Nicht nur Undav zweifelt an Hoeneß-Pokalwette – VfB-Torwart traut sich Frage nicht zu

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Die Spieler des VfB Stuttgart fiebern dem DFB-Pokalfinale entgegen. Doch in einer Sache zeigen sie sich zurückhaltend.

Stuttgart - Nur noch wenige Tage, dann ist es so weit. Dann trifft der VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale auf Drittligist Arminia Bielefeld und hat die große Chance, nach 2007 endlich wieder einen Titel zu gewinnen. Deshalb fiebern nicht nur die Fans, sondern auch die Spieler auf Samstag (24. Mai) hin, wie in Gesprächen deutlich wird.

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VfB-Torwart Fabian Bredlow plaudert vor dem Pokalfinale witzige Gassi-Geschichte aus

„Die Vorfreude ist riesig. Es hat am Montag bei mir Klick gemacht, dass ich gemerkt habe, okay, jetzt beginnt die Pokalfinalwoche“, gab Ersatztorwart Fabian Bredlow einen Einblick. Der gebürtige Berliner, der bereits privat bei einem Pokalfinale im Stadion war, weiß genau, was die Schwaben vor Ort erwartet. Denn während die Bundeshauptstadt im Alltag in Fanlagern von Union und Hertha BSC aufgeteilt ist, bekomme das Pokalfinale die ganze Stadt mit.

Und Stuttgart ist sowieso schon wie elektrisiert. Bredlow erzählte, wie beim Gassigehen mit dem Hund ein Fan auf ihn zukam und ihm die Botschaft mitgab: „Aber am Samstag holt ihr das Ding.“ „Ja, das ist der Plan“, entgegnete der Keeper dem aufgeregten Anhänger nur.

Die Rollenverteilung für das Finale ist klar: Gegen den drittklassigen Klub aus Ostwestfalen ist der VfB haushoher Favorit. Und obwohl sich Spieler und Verantwortliche einig sind, Bielefeld auf keinen Fall unterschätzen zu dürfen, denken die Schwaben schon mal an das mögliche Szenario eines Titelgewinns. „Ich glaube, dass ich Gas geben werde“, gibt sich Bredlow feiermotiviert. Einen, den er bei der Party ganz vorne dabei sehen würde, sei Jeff Chabot. Dieser Wahl stimmt auch Ermedin Demirovic zu, der sagte: „Jeff ist die eins, was feiern angeht.“

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß könnte nicht nur wegen des Pokalgewinns in die Fußstapfen von Jogi Löw treten.

Macht VfB-Trainer Hoeneß den Jogi Löw?

Was Wetten für einen möglichen Pokalgewinn angeht, sind die Spieler allerdings noch zurückhaltend und haben einen „Stock im…“, wie es Deniz Undav ausdrückte. Der Stürmer habe immerhin, wie er auspackte, Jamie Leweling angeboten, er solle sich die Haare abrasieren oder rosa färben. Sich die Haare abrasiert hatte der damalige VfB-Trainer Jogi Löw nach dem Pokalgewinn 1997.

VfB Stuttgart: Geschichte, Erfolge und Wissenswertes rund um den Traditionsverein aus Bad Cannstatt

Fanchoreo beim VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart weist eine lange Tradition auf, geprägt von einigen großen Erfolgen. Der Klub hat zahlreiche Fans. © IMAGO/Volker Mueller
Fans des VfB Stuttgart halten ihre Schals in die Höhe
Der Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V., wie er offiziell heißt, zählt mit seinen 120.000 Mitgliedern zu den zehn größten Sportklubs der Bundesrepublik (Stand: 23. Dezember 2024). Er ist damit auch der größte Verein in Baden-Württemberg. © IMAGO/Volker Mueller
Parkplatz frei am Clubzentrum des VfB Stuttgart.
2017 wurde die Profifußballabteilung in die VfB Stuttgart 1893 AG ausgegliedert, die mehrheitlich dem Verein gehört. © IMAGO/Arnulf Hettrich
VfB-Vorstand Alexander Wehrle
Alexander Wehrle ist der Vorstandsvorsitzende der VfB Stuttgart 1893 AG. © IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink
VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth
Sportvorstand ist seit Juli 2024 Fabian Wohlgemuth. Er war zuvor Sportdirektor. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß
Sebastian Hoeneß trainiert die Profi-Mannschaft des VfB Stuttgart seit April 2023. © IMAGO/Volker Mueller
Fahne des VfB Stuttgart wird geschwenkt
Die Geschichte des Vereins aus Bad Cannstatt beginnt im Jahr 1893. Damals trafen sich Schüler regelmäßig zum rudimentären Fußballspielen, das damals noch dem Rugby glich. © dpa/Tom Weller
Enthüllung der Tafel am alten Hotel Concordia, die auf die Gründung des VfB Stuttgart genau vor 100 Jahren hinweißt.
Unter den ersten Vereinigungen war auch der 1897 gegründete „Kronen-Club“ aus Cannstatt, der gemeinsam mit dem „Fußballverein Stuttgart 1893“ mit der Fusion am 2. April 1912 den Grundstein für den VfB Stuttgart legte. © IMAGO/Pressefoto Baumann
Bundesligasaison 1968/1969 26. Spieltag VfB Stuttgart gegen FC Bayern München
Bereits kurz nach der Gründung gelang es dem Klub, in der Südkreisliga zu spielen – der damals höchsten Spielklasse. (Symbolfoto) © IMAGO/WEREK
Die Cannstatter Kurve im Stadion des VfB Stuttgart
Schnell erfreute sich der Verein eines hohen Zulaufs an Mitgliedern. © IMAGO/Heiko Becker
Im Goldsaal in Dortmund wird die Einführung der Fussballbundesliga beschlossen
Auch in der 1963 eingeführten Bundesliga war der VfB vertreten und gehört damit zu den Gründungsvereinen. (Archivfoto) © IMAGO/Horstmüller
Symbolbild zum drohenden Abstieg des Traditionsvereins VfB Stuttgart
Im Jahr 1975 stieg der VfB erstmals in die 2. Bundesliga ab, wurde nach zwei Spielzeiten aber wieder erstklassig. © IMAGO Ralph Peters
Stuttgarter Fans halten ein Banner mit der Aufschrift: „Endlich wieder erstklassig“
2016 und 2019 folgten jeweils weitere Abstiege. Der Klub schaffte aber jeweils in den darauffolgenden Saisons den direkten Wiederaufstieg. © IMAGO/Frank Scheuring
Fernando Meira (Mitte) präsentiert die Meisterschale
Insgesamt fünfmal feierte der VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft – zuletzt 2017. © IMAGO/Avanti
Trainer Georg Wurzer
Georg Wurzer war der Meistertrainer von 1949/50 und 1951/52. (Archivfoto) © IMAGO/Pressefoto Baumann
Der VfB-Trainer Helmut Benthaus mit der Meisterschale
Der Meistertrainer von 1983/84 war Helmut Benthaus. (Archivfoto) © IMAGO/Horstmüller
Erstes Training von Christoph Daum beim VfB Stuttgart
Unter Christoph Daum wurde der VfB 1991/92 Deutscher Meister. (Archivfoto) © IMAGO/Pressefoto Baumann
VfB-Trainer Armin Veh
Zuletzt holte Trainer Armin Veh 2006/07 die Meisterschaft nach Stuttgart. (Archivfoto) © IMAGO/Sportfoto Rudel
Der DFB-Pokal steht auf einem Podest
Sechsmal stand der Verein in seiner Historie im DFB-Pokal-Finale und ging dreimal als Sieger hervor. Dies war in den Saisons 1953/54, 1957/58 und 1996/97 der Fall. © IMAGO/Noah Wedel
VfB Stuttgarts Thomas Hitzlsperger (links) im Zweikampf mit Unirea Urzicenis Dacian Varga (rechts)
Auch international konnte der VfB Stuttgart in seiner langen Historie so manche Duftmarke setzen, zu einem Titel reichte es allerdings nicht. © dpa/epa Ghement Robert
VfB Stuttgart gegen Paris St. Germain
In der Saison 2023/24 qualifizierte sich der Verein aus Bad Cannstatt als Vizemeister erstmals nach 14 Jahren wieder für die UEFA Champions League. Einen Einzug in die Playoffs verpassten die Schwaben dann aber knapp. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Trikot des VfB Stuttgart mit dem roten Brustring und Winamax-Logo
Typisch für den VfB Stuttgart ist die Spielbekleidung: Die Heimtrikots des Vereins haben durch einen roten Brustring einen hohen Wiedererkennungswert. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Weiße Stutzen mit dem JAKO-Schriftzug
Seit der Spielzeit 2019/20 wird der VfB Stuttgart von Jako ausgerüstet. Zu den großen Sponsoren des Vereins zählen zudem MHP, Mercedes-Benz, Porsche und die LBBW. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
Luftaufnahme der MHPArena Stuttgart
Spielstätte der Schwaben ist die MHPArena im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt. Das Stadion bietet Platz für rund 60.000 Zuschauer. © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel
VfB-Maskottchen Fritzle
Maskottchen des Vereins ist der Alligator „Fritzle“ – benannt nach dem ehemaligen VfB-Torjäger Fritz Walter.  © IMAGO/Harald Bremes

Ob Coach Sebastian Hoeneß ebenfalls dazu bereit wäre? Die Spieler zweifeln daran. Nur Maximilian Mittelstädt zeigte einen Hauch an Optimismus: „Müsst ihr ihn mal fragen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, es ist nicht ganz ausgeschlossen. Aber ob er es am Ende macht? Man könnte ihn darauf ansprechen. Er hat in der Sommerpause genügend Zeit, sich die Haare nachwachsen zu lassen.“ Undav und Bredlow waren sich dagegen ziemlich sicher, dass sich Hoeneß auf solch eine Wette nicht einlassen wird. Bredlow schob den Ball bezüglich dieser Frage letztlich den Journalisten zu und meinte: „Ihr könnt ihn ja fragen, ich traue mich das nicht.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Julia Rahn

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