VonManuel Bonkeschließen
Thomas Müller hatte beim Champions League Spiel gegen Paris keinen Platz in der Startelf. Die gute Stimmung ließ er sich trotzdem nicht nehmen.
München - Es war schon fast zwei Uhr morgens, als Thomas Müller (33) in den Aufzug im Mannschaftshotel stieg und ein paar Stockwerke nach unten fuhr. Dort fand das offizielle Champions-League-Bankett des FC Bayern statt, wo stets auch Fans geladen sind.
Der Ur-Bayer hätte allen Grund gehabt, schlecht gelaunt zu sein. Immerhin hatte Trainer Julian Nagelsmann (35) für ihn im bis dato wichtigsten Spiel der Saison keinen Platz in der Startelf. Doch statt auf dem Zimmer zu schmollen, mischte sich Müller unters Volk, posierte mit den Anhängern und scherzte mit seinen ebenfalls anwesenden Eltern.
Thomas Müller: Neben Vereinslegende auch Fan-Liebling beim FC Bayern
Wegen solcher Momente ist Müller der Fan-Liebling schlechthin - doch die Zukunft in München gehört anderen. Allen voran Jamal Musiala (19), der am liebsten gemeinsam mit Müller auf dem Platz steht. In Paris war das nicht der Fall. Trainer Julian Nagelsmann (35) verriet: „Wir haben mit ihm gesprochen. Thomas hat es sehr gut aufgenommen.“
Müller selbst wollte sich nicht zu seiner Reservisten-Rolle äußern. Wie stark ausgeprägt sein Teamgedanke ist, zeigten die Szenen unmittelbar nach dem Treffer zum 1:0 von Kingsley Coman (26): Müller schnappte sich Vorlagengeber Alphonso Davies (22) und herzte ihn an der Auslinie. (bok)
