Frühe Gegentore und Auflösungserscheinungen: RB Leipzig demütigt Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt erlebt einen der bittersten Abende der jüngeren Vergangenheit. Bei RB Leipzig gehen die Hessen mit 0:6 unter. Der Ticker zum Nachlesen.
RB Leipzig – Eintracht Frankfurt 6:0 (2:0)
Eintracht Frankfurt verliert so hoch wie seit 1996 nicht mehr.
Der Ticker zum Nachlesen.
Update 6. Dezember, 20:30 Uhr: Ein katastrophaler Abend für Eintracht Frankfurt endet in Leipzig. RB fügt den Adlerträgern eine geschichtsträchtige Pleite zu. Seit dem 23. März 1996 (0:6 bei Borussia Dortmund) hat die SGE keine so hohe Niederlage hinnehmen müssen.
Update 6. Dezember, 17.30 Uhr: Nach den zuletzt biederen Auftritten entscheidet sich Trainer Dino Toppmöller im Topspiel bei heimstarken Leipzigern für eine Systemveränderung und stellt voraussichtlich im Vergleich zum vergangenen Spiel gegen Wolfsburg (1:1) von einer Vierer- auf Dreierkette um. Hierfür rotiert Nnamdi Collins in die erste Elf. Das Puzzle, wer im Sturm den verletzten Jonathan Burkardt ersetzt, löste sich von ganz selbst. Ansgar Knauff fällt heute kurzfristig aus. So beginnt Michy Batshuayi (Startelf-Premiere in dieser Saison) in der vordersten Reihe, zudem rückt Mahmoud Dahoud in die Schaltzentrale. Mario Götze und Ellyes Skhiri nehmen dafür auf der Bank Platz.
So beginnt Eintracht Frankfurt: Zetterer – Collins, Koch, Theate – Kristensen, Dahoud, Chaibi, Brown – Doan, Bahoya – Batshuayi
So beginnt RB Leipzig: Gulacsi – Nedeljkovic, Orban, Lukeba, Raum – Seiwald, Schlager, Baumgartner – Diomande, Harder, Nusa
Erstmeldung: Leipzig/Frankfurt – Es herrscht frostige Stimmung rund um Eintracht Frankfurt. Zwar sind die Adlerträger seit sechs Bundesliga-Spielen ungeschlagen, dennoch werfen die letzten Spiele einen Schatten über die Hessen. Dem Totalausfall in der Champions League mit drei Gegentreffern innerhalb von sechs Minuten gegen Atalanta Bergamo (0:3) folgte in der Liga ein biederer Last-Minute-Punkt gegen Kellerkind VfL Wolfsburg (1:1).
Vor dem schweren Gastspiel ab 18.30 Uhr (alle TV-Infos) bei RasenballSport Leipzig musste auch SGE-Trainer Dino Toppmöller bei der Pressekonferenz vor dem Top-Spiel eingestehen: „Das war nicht gut genug, und das war auch nicht das, was wir uns vorgenommen und vorgestellt haben." In Sachsen zähle es daher, „ein anderes Gesicht als in den beiden Heimspielen zu zeigen“.
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Von jeglicher Schwarzmalerei will sich der 45-Jährige jedoch befreien, in vielen Bereichen sieht der Trainer seine junge Mannschaft „auf einem guten Weg“. Insbesondere die eigene Ungeschlagen-Serie, als auch die zweitmeisten geschossenen Tore der Bundesliga führte Toppmöller dabei an. „Sehr viele Parameter sprechen dafür, dass wir auch schon viele Dinge richtig gut gemacht haben“, ist er überzeugt. Daran sollen seine Schützlinge jetzt auch bei RB Leipzig anknüpfen.
Beim 2. der Bundesliga wartet aber eine große Herausforderung. „Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Leipzig kann sehr viel Offensivwucht entwickeln und ist vor allem zu Hause extrem stark. Aber wir können mit breiter Brust antreten“, forderte der 45-Jährige. Bislang konnten die Mannschaft von Cheftrainer Ole Werner jedes Heimspiel gewinnen – und dabei immer mindestens zwei Tore erzielen.
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Das Toreschießen ist hingegen bei den Frankfurtern – trotz der meisten Auswärtstore der Liga – seit dem Ausfall von Jonathan Burkardt eine Disziplin, in der man sich schwertut. So steht für das Gastspiel die Besetzung der Offensive besonders im Fokus. Gegen Wolfsburg hatte Ansgar Knauff noch im Sturmzentrum gestartet. Ob dies sich wiederholt, ist noch offen.
Auch Michy Batshuayi hat mit dem späten Ausgleichstreffer Argumente für sich gesammelt. Gute Nachrichten für den Trainer gab es zudem von zwei zuletzt verletzten Spielern. Can Uzun und Hugo Larsson stehen vor der Rückkehr in den Kader. Die Tore und Vorlagen von Uzun sowie die Dynamik von Larsson waren in den vergangenen Wochen schmerzlich vermisst worden. (mw)