VonMarius Gogollaschließen
Nach dem Biathlon-Massenstart der Frauen in Lenzerheide fragt ZDF-Reporter Nils Kaben die Biathletin Franziska Preuß nach ihrem Fazit. Und nennt live die Summe ihres Preisgeldes.
Lenzerheide – Biathletin Franziska Preuß hat Platz sieben beim Biathlon-Massenstart in Lenzerheide erreicht. Für die 29-Jährige ein gutes Ergebnis, wie sie selbst nach dem Wettbewerb zu ZDF-Reporter Nils Kaben sagte. Sie sei sehr zufrieden und habe wenig Erwartungen am Anfang der Saison gehabt.
„Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass ich Siebter werde, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte Preuß im Interview. Dann fragt Kaben, ob das Preisgeld beim Biathlon eine Rolle in den Gedanken von Preuß spielen würde, wenn sie ein Fazit des Wettbewerbes zieht – und nennt die konkrete Summe, die Preuß gewonnen hat.
Biathletin Franziska Preuß sieht Preisgeld als falsche Motivation
Kaben spricht von 15.500 Euro, die Preuß am Wettbewerbs-Wochenende beim Biathlon-Weltcup in Lenzerheide erhalten hat. Dass das Geld irgendeine Rolle bei der Motivation spielt, verneint die Biathletin. „Ich glaube, keiner macht das aus dieser Motivation, sondern weil der Sport einfach Spaß macht“, antwortete die 29-Jährige auf die Frage des ZDF-Reporters.
Zwar sei es „natürlich schön“, ein Preisgeld zu gewinnen. Trotzdem mache sie sich keine Gedanken darum, wenn sie ein Fazit der Woche zieht. „Wenn das Preisgeld die Motivation wäre, dann wäre das die falsche Motivation“, sagte Preuß gegenüber Kaben.
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Preisgelder beim Biathlon: Mehr Athleten erhalten Auszahlung bei Weltcup und WM
Seit einer Änderung des Preisgeld-Systems ab der Saison 2023/24 durch die Internationale Biathlon Union (IBU) erhalten mehr Athleten Prämien beim Biathlon-Weltcup und bei der WM. Die Höhe der Preisgelder nimmt mit der Platzierung ab.
Unterschieden wird bei der Prämien-Vergabe zwischen Einzel- und Staffelwettbewerben sowie der Single-Mixed-Staffel. Neben den Prämien für Platzierungen gibt es noch weitere Preisgelder wie etwa für den Gewinn des Gesamtweltcups oder ein Startgeld pro Rennen für den oder die Führende des Gesamtweltcups.
Höhe der Prämien beim Biathlon ist unabhängig vom Geschlecht
Eine Besonderheit der Sportart Biathlon: Das Geschlecht spielt finanziell keine Rolle, Athletinnen und Athleten erhalten bei entsprechenden Platzierungen dieselbe Höhe an Preisgeldern. Allerdings sind die Preisgelder nicht mit denen im Profi-Fußball oder anderen populären Sportarten zu vergleichen.
Pro Saison gibt es neun Biathlon-Weltcups an unterschiedlichen Orten. An jedem Weltcup-Wochenende finden verschieden Rennen statt: Verfolgung, Sprint, Einzel, Massenstart, Staffel, Mixed Staffel und Single-Mixed-Staffel. Je nach Platzierung der Athleten wird dann eine entsprechende Preisgeld-Summe ausgezahlt.
Das sind die Preisgelder beim Biathlon
Weltcuprennen in einer Einzeldisziplin: Der Sieger erhält 15.000 Euro, der Zweite 12.000 Euro und der Dritte 9.000 Euro. Bis Platz 30 werden Prämien ausgezahlt; für Platz 30 gibt es 100 Euro.
Staffelwettbewerbe: Das erstplatzierte Team erhält 26.000 Euro, die zweitplatzierten 20.000 Euro und Staffel-Rang drei 16.000 Euro. Bis Platz acht werden Prämien ausgezahlt; für Platz acht gibt es 2.000 Euro. Die Preisgelder werden unter den vier Athleten einer Staffel aufgeteilt.
Single-Mixed-Staffel: Wird analog zu den Staffelwettbewerben prämiert; allerdings sind es bei der Single-Mixed-Staffel Zweierteams, das Preisgeld wird halbiert. Das erstplatzierte Team erhält 13.000 Euro, die zweitplatzierten 10.000 Euro und so weiter.
Preuß fährt gutes Ergebnis nach Corona-Zwangspause ein
Preuß hatte mehrere Rennen in Hochfilzen (Österreich) verpasst, weil sie durch eine Corona-Erkrankung nicht teilnehmen konnte. Während ihrer Zwangspause verlor sie die Führung im Gesamtweltcup kampflos. Das Gelbe Trikot hatte sie sich mit einem starken Saisonstart gesichert.
Trotz des krankheitsbedingten Aussetzens erreichte Preuß nach ihrer Rückkehr neben Platz sieben beim Massenstart einen weiteren siebten Platz im Sprint und einen vierten Platz in der Verfolgung. „Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Trimester“, sagte Preuß im ZDF. „Ich habe wenig Erwartungen gehabt, weil ich ein paar Bausteine überwinden musste.“ Der Biathlon-Weltcup wird am 4. Januar 2024 in Oberhof fortgesetzt. (mag)
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