Tod bestätigt: Deutscher Kletter-Star half bei Rettungsmaßnahmen von Laura Dahlmeier
VonKorbinian Kothny
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Die Suche nach Biathlon-Ikone Laura Dahlmeier ist beendet – die ehemalige Biathletin ist tot. Ein deutscher Kletter-Star sollte bei den Rettungsmaßnahmen helfen.
München / Islamabad – Große Sorge um die ehemalige Biathlon-Königin Laura Dahlmeier: Die 31-Jährige ist bei einer Expedition im Karakorum-Gebirge in Pakistan schwer verunglückt. Am Montag (28. Juli) wurde sie am 6.069 Meter hohen Laila Peak von einem Steinschlag auf rund 5700 Meter erfasst und mindestens schwer verletzt. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihr.
Die Rettungsmaßnahmen gestalten sich extrem schwierig – bei der Bergung vor Ort dabei ist einer der bekanntesten deutschen Kletterer, Thomas Huber. Dahlmeier war gemeinsam mit ihrer Seilpartnerin im alpinen Stil unterwegs, als sich das Unglück auf etwa 5.700 Metern Höhe ereignete. Ihre Partnerin setzte sofort einen Notruf ab, woraufhin ein international besetztes Rettungsteam mit eben Huber mobilisiert wurde.
Deutscher Kletter-Star Thomas Huber bei Rettungsmaßnahmen von Laura Dahlmeier vor Ort
Aufgrund der Abgeschiedenheit des Gebiets konnte ein Hubschrauber die Unfallstelle jedoch erst am Morgen nach dem Unglück (29. Juli) erreichen. Die Suche wurde am Dienstagabend wegen Dunkelheit und widriger Wetterbedingungen unterbrochen. Temperaturen von bis zu minus acht Grad und die große Höhe machen die Rettung zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
Thomas Huber, einer der berühmten „Huberbuam“, soll bei diesem Wettlauf nun helfen. Der 58-jährige Extremkletterer, der durch zahlreiche Erstbegehungen im Karakorum und in den Alpen internationales Renommee genießt, war bereits in der Nähe des Unglücksorts und beteiligte sich nach Bild-Informationen an der Rettung von Dahlmeiers Seilpartnerin.
Nun soll Huber mit seiner Erfahrung und Ortskenntnis die Bergungsarbeiten koordinieren und entscheidend unterstützen. Er kennt Dahlmeier persönlich, hat das Vorwort zu ihrem Buch geschrieben und teilt mit ihr die Leidenschaft für die Berge.
Die Bergung bleibt jedoch ein Wettlauf mit der Zeit. Noch immer gibt es kein Lebenszeichen von Dahlmeier, die Nacht in großer Höhe ist lebensgefährlich. (kk)