- VonLuca Hartmannschließen
In dieser Saison kommt es im Ski-Weltcup auf einigen legendären Pisten immer wieder zu Doppel-Rennen. Felix Neureuther kritisiert die Ansetzungen und führt den Fußball als Beispiel an.
München – Der Auftakt des Ski-Weltcups stand unter keinem guten Stern – mehrfach fielen Rennen schlechtem Wetter zum Opfer. Sieben von neun geplanten Männer-Rennen mussten abgesagt werden. Einige der ausgefallenen Rennen sollen nun an anderen Orten nachgeholt werden. Damit kommt es bei verschiedenen Klassikern zu Doppel-Rennen. Ein Konzept, das bei Ex-Ski-Star Felix Neureuther auf wenig Begeisterung stößt.
Neureuther kritisiert aktuellen Modus: Fußball als Vorbild für Ski alpin
„Solche Doppel-Rennen auf klassischen Pisten sind schädlich für unseren Sport“, erklärt Neureuther verärgert im Blick. Er bezieht sich damit auf die Entwicklung der letzten Jahre, in denen immer häufiger eine Disziplin an einem Weltcup-Ort doppelt angesetzt wird, unabhängig von wetterbedingten Absagen zuvor.
„Die Fußball-WM ist nicht zuletzt deshalb ein derart gigantisches Ereignis, weil sie nur alle vier Jahre stattfindet. Eine WM-Medaille im Biathlon ist dagegen weniger wert, weil es jedes Jahr eine Biathlon-Weltmeisterschaft gibt. Und deshalb sollten wir Alpinen mehr Wert auf Exklusivität legen“, argumentiert Neureuther, der zuletzt mit einer lustigen Supermarkt-Anekdote für Schlagzeilen sorgte.
Doppel-Ansetzungen bei Ski-Klassikern
In dieser Saison werden auf die Athleten, auch aufgrund der vielen Absagen, immer wieder Doppel-Rennen zukommen – so entsteht ein straffes Programm bei den Speed-Klassikern. Unter anderem bei der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel im Januar kommt es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu zwei Abfahrten.
Auch bei den Stationen in Zermatt und Beaver Creek waren jeweils zwei Abfahrten angedacht, alle Rennen mussten jedoch abgesagt werden. Eine Abfahrt aus Zermatt wird nun in Gröden nachgeholt, die von Beaver Creek findet wohl in Wengen statt. Durch die Verlegungen kommt es so erneut zu den von Neureuther ungeliebten Doppel-Rennen.
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Ex-Ski-Star Feuz kristisiert Doppel-Ansetzungen
Auch der ehemalige Schweizer Ski-Star Beat Feuz sieht die Ansetzungen kritisch. „Ein Sieg bei einem Klassiker sollte etwas ganz Besonderes bleiben. Aber wenn in Wengen und Kitzbühel jedes Jahr zwei Abfahrten angesetzt werden, haben wir in zehn Jahren so viele Lauberhorn- und Streif-Sieger, dass diese Titel eben nichts Außergewöhnliches mehr sind“, so Feuz. 2021 hatte der Olympiasieger in beiden Abfahrten in Kitzbühel triumphiert. (LuHa)
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