Kritik an Doppel-Rennen

Neureuther nimmt aktuellen Modus auseinander: Fußball als Vorbild für Ski alpin

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In dieser Saison kommt es im Ski-Weltcup auf einigen legendären Pisten immer wieder zu Doppel-Rennen. Felix Neureuther kritisiert die Ansetzungen und führt den Fußball als Beispiel an.

München – Der Auftakt des Ski-Weltcups stand unter keinem guten Stern – mehrfach fielen Rennen schlechtem Wetter zum Opfer. Sieben von neun geplanten Männer-Rennen mussten abgesagt werden. Einige der ausgefallenen Rennen sollen nun an anderen Orten nachgeholt werden. Damit kommt es bei verschiedenen Klassikern zu Doppel-Rennen. Ein Konzept, das bei Ex-Ski-Star Felix Neureuther auf wenig Begeisterung stößt.

Neureuther kritisiert aktuellen Modus: Fußball als Vorbild für Ski alpin

„Solche Doppel-Rennen auf klassischen Pisten sind schädlich für unseren Sport“, erklärt Neureuther verärgert im Blick. Er bezieht sich damit auf die Entwicklung der letzten Jahre, in denen immer häufiger eine Disziplin an einem Weltcup-Ort doppelt angesetzt wird, unabhängig von wetterbedingten Absagen zuvor.

„Die Fußball-WM ist nicht zuletzt deshalb ein derart gigantisches Ereignis, weil sie nur alle vier Jahre stattfindet. Eine WM-Medaille im Biathlon ist dagegen weniger wert, weil es jedes Jahr eine Biathlon-Weltmeisterschaft gibt. Und deshalb sollten wir Alpinen mehr Wert auf Exklusivität legen“, argumentiert Neureuther, der zuletzt mit einer lustigen Supermarkt-Anekdote für Schlagzeilen sorgte.

Felix Neureuther kritisiert die Doppel-Ansetzungen im Ski-Weltcup.

Doppel-Ansetzungen bei Ski-Klassikern

In dieser Saison werden auf die Athleten, auch aufgrund der vielen Absagen, immer wieder Doppel-Rennen zukommen – so entsteht ein straffes Programm bei den Speed-Klassikern. Unter anderem bei der legendären Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel im Januar kommt es an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu zwei Abfahrten.

Auch bei den Stationen in Zermatt und Beaver Creek waren jeweils zwei Abfahrten angedacht, alle Rennen mussten jedoch abgesagt werden. Eine Abfahrt aus Zermatt wird nun in Gröden nachgeholt, die von Beaver Creek findet wohl in Wengen statt. Durch die Verlegungen kommt es so erneut zu den von Neureuther ungeliebten Doppel-Rennen.

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Biathlon: Johannes Kühn bei der Anprobe des Rennanzuges.
Biathlon: Johannes Kühn bei der Anprobe des Rennanzuges.  © dsv-#skideutschland
Skispringerin Katharina Schmid zeigt die gelbe Jacke.
Skispringerin Katharina Schmid zeigt die gelbe Jacke. © Ruf/chiemgau24.de
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.  © dsv-#skideutschland
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.
Biathleten, Langläufer und Kombinierer laufen im Winter 23/24 in schwarzem Anzug mit Elementen der deutschen Flagge.  © dsv-#skideutschland
Biathlon: Unter den gelben Jacken tragen die Athleten, hier Anna Weidel, weinrote Shirts und dunkle Hosen.
Biathlon: Unter den gelben Jacken tragen die Athleten, hier Anna Weidel, weinrote Shirts und dunkle Hosen.  © dsv-#skideutschland
Biathlon: Janina Hettich-Walz (links) und Lisa-Maria Spark präsentieren einen Teil der neuen Wintersport-Kollektion.
Biathlon: Janina Hettich-Walz (links) und Lisa-Maria Spark präsentieren einen Teil der neuen Wintersport-Kollektion.  © DSV #SkiDeutschland 2023
Biathlon: Johannes Kühn begutachtet den neuen Rennanzug.
Biathlon: Johannes Kühn begutachtet den neuen Rennanzug. © dsv-#skideutschland
Ski alpin wagt sich an knallgrüne Jacken. Hier zeigen (von links) Christina Leitner, Benno Brandis und Jonas Witte das neue Outfit.
Ski alpin wagt sich an knallgrüne Jacken. Hier zeigen (von links) Christina Leitner, Benno Brandis und Jonas Witte das neue Outfit. © picture alliance/dpa | Peter Kneffel
Bei nicht ganz so niedrigen Temperaturen tragen die Alpinen um Thomas Dreßen schwarze Übergangsjacken.
Bei nicht ganz so niedrigen Temperaturen tragen die Alpinen um Thomas Dreßen schwarze Übergangsjacken. © picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Ex-Ski-Star Feuz kristisiert Doppel-Ansetzungen

Auch der ehemalige Schweizer Ski-Star Beat Feuz sieht die Ansetzungen kritisch. „Ein Sieg bei einem Klassiker sollte etwas ganz Besonderes bleiben. Aber wenn in Wengen und Kitzbühel jedes Jahr zwei Abfahrten angesetzt werden, haben wir in zehn Jahren so viele Lauberhorn- und Streif-Sieger, dass diese Titel eben nichts Außergewöhnliches mehr sind“, so Feuz. 2021 hatte der Olympiasieger in beiden Abfahrten in Kitzbühel triumphiert. (LuHa)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa/Archiv

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