Todestag von „Gold-Rosi“ jährt sich

Mit einem Sturz fing alles an: So lernten sich Rosi Mittermaier und Christian Neureuther kennen

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Der Todestag von Rosi Mittermaier jährt sich zum ersten Mal. In ihrem Leben stets an der Seite: Christian Neureuther, der einst vor seiner Rosi stürzte.

Garmisch-Partenkirchen – „Der wahrscheinlich natürlichste Superstar, den es je im Sportbereich gegeben hat“: So wird Rosi Mittermaier in ihrer eigenen Biografie beschrieben. Die zweifache Olympiasiegerin gehört ohne Zweifel zu den größten Wintersport-Stars, die es in der Bundesrepublik Deutschland je gegeben hat. Gerade in ihrer Heimat Bayern erfreute sich die ehemalige Skirennläuferin an enormer Popularität.

Todestag von Mittermaier jährt sich zum ersten Mal

Am 4. Januar 2024 jährt sich Mittermaiers Todestag zum ersten Mal. Anfang 2023 starb die Mutter von Felix Neureuther nach schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren. An ihrer Seite: die Familie um Ehemann Christian Neureuther.

Der ehemalige Slalom-Spezialist und Mittermaier kannten sich dabei schon seit Kindestagen. In der BR-Biografie „Rosi Mittermaier & Christian Neureuther – Gold in der Kombination“ erinnerte sich „Gold-Rosi“ einst daran, wie sie ihren späteren Ehemann bereits 1966 kennenlernte.

Christian Neureuther und Rosi Mittermaier galten lange als das deutsche Vorzeige-Promi-Paar.

MIttermaier und Neureuther halten Beziehung lange geheim

Als beide am Beginn ihrer Ski-Karriere stehen, begegnen sie sich bei einem Rennen im Kleinwalsertal. Mittermaier ist damals erst 15 Jahre alt, Neureuther 16. „Ich habe zugeschaut und dann stehen wir da. Auf einmal fährt der Christian Neureuther, dann ist ihm die Bindung aufgegangen und er ist gestürzt. Er ist direkt vor uns hingefallen, hat dann aber gelacht. Da hab ich mir gedacht: ‚Des is ja a Netter, der ist okay‘.“

Der Anfang einer langen Freundschaft, aus der später Liebe wird. Neureuther und Mittermaier halten viele Jahre lang vor der Öffentlichkeit geheim. Während ihrer aktiven Karrieren sehen sie sich bei Skirennen oder bei Trainingskursen, aber auch oft monatelang nicht.

Diese Sport-Stars sind im Jahr 2023 verstorben

Auch in 2023 gingen zahlreiche Sportler von uns: unter ihnen u. a. Rosi Mittermaier, Tim Lobinger und René Weller.
Auch in 2023 gingen zahlreiche Sportler von uns: unter ihnen u. a. Rosi Mittermaier, Tim Lobinger und René Weller. © IMAGO / APress / Sven Simon
Die deutsche Ski-Legende Rosi Mittermaier verstarb am 4. Januar im Alter von 72 Jahren.
Die deutsche Ski-Legende Rosi Mittermaier verstarb am 4. Januar im Alter von 72 Jahren. © IMAGO / Future Image
Die ehemalige Skirennläuferin Elena Fanchini verstarb am 8. Februar im Alter von nur 37 Jahren. Die Italienerin erlag an Krebsleiden.
Die ehemalige Skirennläuferin Elena Fanchini verstarb am 8. Februar im Alter von nur 37 Jahren. Die Italienerin erlag an Krebsleiden. © imago sportfotodienst
Tim Lobinger war einer der erfolgreichsten deutschen Stabhochspringer. 2017 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Am 16. Februar verstarb er mit 50 Jahren schließlich an der Krankheit.
Tim Lobinger war einer der erfolgreichsten deutschen Stabhochspringer. 2017 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert. Am 16. Februar verstarb er mit 50 Jahren schließlich an der Krankheit. © IMAGO / Chai v.d. Laage
Just Fontaine gehörte zu den größten Fußballern in Frankreich. Bei der WM 1958 erzielte er 13 Tore – bis heute Rekord. Im Alter von 79 Jahren verstarb er am 1. März.
Just Fontaine gehörte zu den größten Fußballern in Frankreich. Bei der WM 1958 erzielte er 13 Tore – bis heute Rekord. Im Alter von 79 Jahren verstarb er am 1. März. © IMAGO / PanoramiC
Der Radprofi Gino Mäder starb nach einem Sturz bei der Tour de Suisse am 16. Juni. Der Schweizer wurde nur 26 Jahre alt.
Der Radprofi Gino Mäder starb nach einem Sturz bei der Tour de Suisse am 16. Juni. Der Schweizer wurde nur 26 Jahre alt. © IMAGO / Manuel Stefan
Horst-Dieter Höttges ist mit 420 Bundesligaspielen Rekordfeldspieler von Werder Bremen. Mit Deutschland wurde der Abwehrspieler 1972 Europa- und 1974 Weltmeister. Am 22. Juni verstarb er im Alter von 79 Jahren.
Horst-Dieter Höttges ist mit 420 Bundesligaspielen Rekordfeldspieler von Werder Bremen. Mit Deutschland wurde der Abwehrspieler 1972 Europa- und 1974 Weltmeister. Am 22. Juni verstarb er im Alter von 79 Jahren. © IMAGO / Rust
René Weller wurde deutscher Meister und Europameister im Boxen. Im Alter von 72 Jahren verstarb er am 22. August in seinem Heimatort Pforzheim. Zuletzt litt Weller an Demenz.
René Weller wurde Deutscher Meister und Europameister im Boxen. Im Alter von 72 Jahren verstarb er am 22. August in seinem Heimatort Pforzheim. Zuletzt litt Weller an Demenz. © IMAGO/SVEN SIMON
Sir Bobby Charlton war wohl die größte Fußball-Legende Englands. Der Weltmeister von 1966 verstarb am 21. Oktober im Alter von 86 Jahren.
Sir Bobby Charlton war wohl die größte Fußball-Legende Englands. Der Weltmeister von 1966 verstarb am 21. Oktober im Alter von 86 Jahren. © IMAGO / Shutterstock
Jutta Müller war die wohl erfolgreichste Trainerin im Eiskunstlauf. Unter ihrer Regie wurde unter anderem Kati Witt Olympiasiegerin. Am 2. November verstarb sie im Alter von 94 Jahren.
Jutta Müller war die wohl erfolgreichste Trainerin im Eiskunstlauf. Unter ihrer Regie wurde unter anderem Kati Witt Olympiasiegerin. Am 2. November verstarb sie im Alter von 94 Jahren. © IMAGO / Christian Schroedter
Agyemang Diawusie (Jahn Regensburg) starb im November an plötzlichem Herztod.
Agyemang Diawusie war Fußballer beim SSV Jahn Regensburg. Am 28. November brach er auf dem Spielfeld zusammen und starb an plötzlichem Herztod. Er wurde nur 25 Jahre alt. © IMAGO/Maximilian Koch

Christian Neureuther achtet auf besonderes Detail bei Briefen von Mittermaier

In dieser Zeit schreiben sich die beiden Briefe. Neureuther hat bis heute alle Briefe seiner Rosi behalten. Genauso wie Mittermaier. Die Ski-Ikone berichtet allerdings, dass ihr die Briefe ihres Manns wohl beim Ausräumen der Winklalm – ihrer Heimat – abhandengekommen sind.

Ein paar der Briefe von Mittermaier an Neureuther gibt es aber noch, wie in der BR-Biografie zu sehen ist. Als die beiden einen davon vorlesen, erinnert sich Neureuther, was für ihn an den Briefen besonders wichtig war: „Mir war wichtig, dass du am Ende ‚Deine Rosi‘ geschrieben hast und nicht nur ‚Rosi‘.“ Das änderte sich auch bis zum Tod von Mittermaier 2023 und für Neureuther wohl bis heute nicht mehr. (kk)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Future Image / WEREK INTERNATIONAL

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