Mit einem Sturz fing alles an: So lernten sich Rosi Mittermaier und Christian Neureuther kennen
VonKorbinian Kothny
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Der Todestag von Rosi Mittermaier jährt sich zum ersten Mal. In ihrem Leben stets an der Seite: Christian Neureuther, der einst vor seiner Rosi stürzte.
Garmisch-Partenkirchen – „Der wahrscheinlich natürlichste Superstar, den es je im Sportbereich gegeben hat“: So wird Rosi Mittermaier in ihrer eigenen Biografie beschrieben. Die zweifache Olympiasiegerin gehört ohne Zweifel zu den größten Wintersport-Stars, die es in der Bundesrepublik Deutschland je gegeben hat. Gerade in ihrer Heimat Bayern erfreute sich die ehemalige Skirennläuferin an enormer Popularität.
Todestag von Mittermaier jährt sich zum ersten Mal
Der ehemalige Slalom-Spezialist und Mittermaier kannten sich dabei schon seit Kindestagen. In der BR-Biografie „Rosi Mittermaier & Christian Neureuther – Gold in der Kombination“ erinnerte sich „Gold-Rosi“ einst daran, wie sie ihren späteren Ehemann bereits 1966 kennenlernte.
MIttermaier und Neureuther halten Beziehung lange geheim
Als beide am Beginn ihrer Ski-Karriere stehen, begegnen sie sich bei einem Rennen im Kleinwalsertal. Mittermaier ist damals erst 15 Jahre alt, Neureuther 16. „Ich habe zugeschaut und dann stehen wir da. Auf einmal fährt der Christian Neureuther, dann ist ihm die Bindung aufgegangen und er ist gestürzt. Er ist direkt vor uns hingefallen, hat dann aber gelacht. Da hab ich mir gedacht: ‚Des is ja a Netter, der ist okay‘.“
Der Anfang einer langen Freundschaft, aus der später Liebe wird. Neureuther und Mittermaier halten viele Jahre lang vor der Öffentlichkeit geheim. Während ihrer aktiven Karrieren sehen sie sich bei Skirennen oder bei Trainingskursen, aber auch oft monatelang nicht.
Christian Neureuther achtet auf besonderes Detail bei Briefen von Mittermaier
In dieser Zeit schreiben sich die beiden Briefe. Neureuther hat bis heute alle Briefe seiner Rosi behalten. Genauso wie Mittermaier. Die Ski-Ikone berichtet allerdings, dass ihr die Briefe ihres Manns wohl beim Ausräumen der Winklalm – ihrer Heimat – abhandengekommen sind.
Ein paar der Briefe von Mittermaier an Neureuther gibt es aber noch, wie in der BR-Biografie zu sehen ist. Als die beiden einen davon vorlesen, erinnert sich Neureuther, was für ihn an den Briefen besonders wichtig war: „Mir war wichtig, dass du am Ende ‚Deine Rosi‘ geschrieben hast und nicht nur ‚Rosi‘.“ Das änderte sich auch bis zum Tod von Mittermaier 2023 und für Neureuther wohl bis heute nicht mehr. (kk)