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Nach Zittern im Vorfeld ist der Start des FC Bayern in die Champions League gegen Inter Mailand gut gelungen. Einer wird aber vor dem Tor vermisst: Sadio Mané.
München – Große Erleichterung beim FC Bayern – die Premiere in der Champions League gegen Inter Mailand ist geglückt. Mittwoch Abend konnte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ein 2:0 erringen – endlich wieder ein Sieg nach zwei Remis in der Bundesliga. Besonders Leroy Sané glänzte und brachte den Münchnern die Führung ein. Er ist es auch, der zum „Man of the Match“ gewählt wird. Und wo bleibt Sadio Mané, der millionenschwere Neuzugang im Bayern-Kader?
Sadio Mané vergibt Ball zum 3:0
In der Tor-Statistik taucht Sadio Mané, der vor kurzem zu Afrikas Spieler des Jahres gewählt wurde, schon mal nicht auf. In der ersten Halbzeit kam der Senegalese zu keinem Torabschluss. In der zweiten Hälfte hatte Mané in der 68. Minute die Chance, auf 3:0 zu erhöhen – er vergab jedoch. Am Ende steht als Bilanz ein einziger Torschuss während der gesamten Partie. Wie schon in den letzten Spielen fehlte dem Stürmer das richtige Timing zum Abschluss. Zeigt Manés Formkurve nach dem guten Start beim FC Bayern inzwischen eher nach unten?
Trainer Nagelsmann zeigt sich zufrieden mit Mané
Positiv ist zu vermerken, dass der Stürmer sehr uneigennützig agiert. In vielen Szenen suchte er seine besser positionierten Kollegen, allen voran Thomas Müller. Anstatt auf den eigenen Abschluss zu gehen, agiert er für das Team.
Bayern-Trainer Nagelsmann lobt seinen Neuzugang daher auch ausdrücklich: „Sadio hat es natürlich nicht leicht als Zielspieler gegen so körperlich starke Spieler. Aber er hat zwei entscheidende Momente gehabt. Beim 2:0 war er beteiligt, beim 1:0 durch seinen Laufweg.“ Laut Nagelsmann kommt es nicht immer nur auf die Abschlüsse an, sondern auch auf solch‘ kleinere Aktionen: „Das sind dann so kleine Nuancen. [...] Es geht nicht immer darum, selber Aktionen zu haben, sondern auch durch eigene Laufwege Aktionen für andere vorzubereiten. Da hat er zwei Tore eingeleitet, daher bin ich schon zufrieden.“
FC Bayern möchte vorne variabler spielen
Laut Nagelsmann folgt die veränderte Spielweise des Teams durchaus einer Strategie. Man habe sich „bewusst für Spieler wie Sadio entschieden, damit wir variabler vorne sind, wir machen es gut und dann ist die Freude sehr groß, wenn man gewinnt.“ Und bei den Fans kommt Mané auf jeden Fall gut an und entwickelt sich schon jetzt zum Publikumsliebling.
Die nächste Bewährungsprobe steht schon an: Am Dienstag geht es in der Champions League gegen den FC Barcelona. Der Bayern-Kader trifft damit auf den ehemaligen Teamkollegen Robert Lewandowski – der diesmal aber nicht im Bayern-Dress auflaufen wird. Dann steht zum ersten Mal ein Direktvergleich an: Der ehemalige Stürmerstar der Bayern gegen den aktuellen Mané – es bleibt spannend, wer dieses Duell gewinnt. (cm)