VonFlorian Schimakschließen
Das DFB-Team traf am Samstagabend auf Japan. Es sollte der erhoffte Befreiungsschlag werden. Er wurde ein Debakel. Die Einzelkritik.
München/Wolfsburg – Das DFB-Team wollte gegen Japan am Samstagabend den Turnaround schaffen und nach den letzten enttäuschenden Länderspielen endlich gute Stimmung und Vorfreude auf die EM 2024 im eigenen Land schaffen. Vorneweg: Sie schaffte es mit der 1:2-Niederlage nicht.
Bereits in der 11. Minute geriet das Team von Hansi Flick in Rückstand. Zwar konnte Leroy Sané nach einer schönen Passstafette den 1:1-Ausgleich erzielen (19.), doch bereits drei Minuten später gingen die Blue Samurai wieder mit 2:1 in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
Im zweiten Durchgang hatte die DFB-Elf dann Glück, dass Marc-Andre ter Stegen einen starken Tag erwischte und alle Chancen der Japaner zunichtemachte. Offensiv fand die Flick-Elf keine Lösungen. In der Schlussphase fiel das deutsche Team dann in seine Einzelteile – und es wurde ein 1:4-Debakel.
Marc-Andre ter Stegen
Die neue (aktuelle) Nummer eins im deutschen Tor spielte gleich mal einen Fehlpass. War bei allen Treffern schuldlos und hatte in der 40. Minute dann eine ganz wichtige Parade, als er im Eins-gegen-eins gegen Ueda stark hielt. Auch direkt nach der Pause zur Stelle, als wieder Schlotterbeck pennte. War entscheidend, dass Deutschland gegen Japan nicht unterging. Note 3
Joshua Kimmich
Der neue Rechtsverteidiger im DFB-Team hatte eine ganz besondere Rolle. Im Spiel gegen den Ball verteidigte er klar rechts hinten, beim Spielaufbau rücke er vor auf seine angestammte Position im zentrale Mittelfeld. Dies zahlte sich vor dem Ausgleich aus, weil er den finalen Pass auf Sané spielte. Hatte defensiv mit den trickreichen und wendigen Japanern allerdings seine Probleme. Im zweiten Durchgang dann kaum noch zu sehen. Note 5
Niklas Süle
Ohne große Fehler, konnte der Defensive allerdings auch keinen Halt geben. Kassierte zudem früh Gelb. Note 5
Antonio Rüdiger
Der Real-Star hatte einen unsicheren Auftakt, wusste sich bei japanischem Pressing oft nur mit weiten Bällen zu helfen. Unglücklich dann beim 0:1, als er den Ball ins eigene Tor abfälschte. Strahlte auch sonst wenig Sicherheit aus. Note 5.
Nico Schlotterbeck
Pennte vor dem 0:1, weil er die Flanke zuließ. Auch das 1:2 fiel über seine Seite und hatte mit Ito unglaubliche Probleme. Katastrophen-Pass in der 40. Minute auf Rüdiger, der fast zum 1:3 geführt hätte. Auch nach der Pause mit einem groben Stellungsfehler. Note 6 (ab 61. Robin Gosens)
Emre Can
Sollte den defensiven, zentralen Part vor der Abwehr ausfüllen. Hatte dort aber wenig Zugriff auf das Spiel, weshalb die Japaner genau diesen Raum nutzen konnten. Nach der Pause dann mehr in der Rolle des Spieleröffners, aber dabei mit vielen Fehlern. Note 5 (ab 61. Pascal Groß, o.B.)
Florian Wirtz
Viel unterwegs. Einige auffällige Aktionen. Verpasste im ersten Durchgang nach toller Sané-Vorarbeit einen Treffer. Letztlich aber ohne Durchschlagskraft. Note 4 (ab 73. Julian Brandt, o.B.)
Ilkay Gündogan
Erstes Länderspiel als DFB-Kapitän. Initiierte den Ausgleich. Doch die Binde verlieh ihm keine Flügel. Wieder ein dürftiger Auftritt im Nationaltrikot. Note 5
Leroy Sané
Seit Wochen schon richtig stark drauf, knüpfte an seine Top-Leistungen beim FC Bayern an. Erzielte den Ausgleich und war auch sonst der einzige deutsche Aktivposten, weil er auf rechts im Eins-gegen-eins ordentlich Dampf machte. Das Problem: Seine Hereingaben brachte keiner im Tor der Japaner unter. Verpasste kurz vor der Pause den Ausgleich. Bester Deutscher. Note 3
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Kai Havertz
Fand im ersten Durchgang gar nicht ins Spiel. Zeigte einen technischen Fehler in der 4. Minute nach einem Fauxpas der Japaner und ließ so eine dicke Chance gleich liegen. Kein einziger Abschluss, war gar kein Faktor im Spiel. Note 6. (ab 73. Thomas Müller)
Serge Gnabry
Ganz schwacher Auftritt in der ersten Hälfte. Keine einzige Chance, kein Zug zum Tor. Nach der Pause etwas besser, aber trotzdem ein enttäuschender Auftritt. Note 5 (ab 81. Kevin Schade)
(smk)
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