VonChristoph Gschoßmannschließen
Der suspendierte Sadio Mané musste gegen Hoffenheim zuschauen. Sein Trainer in der senegalesischen Nationalmannschaft stärkt ihm den Rücken und wundert sich über die Bayern.
München - Gegen Hoffenheim fehlte Sadio Mané im Kader des FC Bayern München - der suspendierte Star musste von der Tribüne mit ansehen, wie sich seine Kollegen gegen die Kraichgauer beim 1:1 nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. So gibt es auch sportliche Gründe, warum Mané nach seinem Denkzettel wieder in das Team der Münchner zurückkehren wird. Einer jedoch sprang dem Stürmer bereits vor dem enttäuschenden Remis zur Seite: Sein Nationaltrainer.
| Name | Sadio Mané |
|---|---|
| Alter | 31 |
| Verein | FC Bayern München |
| Position | Linksaußen |
Senegals Nationalcoach kritisiert Bayern-Kabine: „Es gibt Dinge, die dort passieren. Sie müssen dort bleiben“
Senegals Fußball-Nationaltrainer Aliou Cissé will aus dem Kabinen-Streit mit Leroy Sané „keine große Sache“ machen. Gleichzeitig äußert Cissé auch scharfe Kritik am FC Bayern: Er findet es bedenklich, dass Mannschaftsinterna an die Öffentlichkeit gelangen. „Man sagt, dass Mannschaftskabinen ihre Geheimnisse haben. Es gibt Dinge, die dort passieren. Sie müssen dort bleiben“, so Cissé in einem Interview bei Wiwsport.com. Damit steht der Trainer des afrikanischen Landes nicht alleine da: Auch Bayern-Coach Thomas Tuchel hatte am Freitag betont, dass es wünschenswert sei, wenn solche Vorfälle innerhalb der Kabine blieben.
Manés Supspendierung rührt aus einen Vorfall nach dem 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Manchester City am Dienstag. Er und Sané waren in der Kabine aneinander geraten. Der Ex-Liverpool-Star war daraufhin für ein Spiel vereinsintern gesperrt und mit einer Geldstrafe belegt worden.
Cissé über Mané: „Ich glaube, er ist auf dem richtigen Weg“
Dies müsse Schnee von gestern sein, geht es nach Cissé. Wichtig sei nun, dass Mané und Sané wieder an einem Strang ziehen, schließlich sei es im Interesse beider Spieler. Cissé hat vor allem die Leistungskurve seines Schlüsselspielers im Blick und sagt. „Ich glaube, er ist auf dem richtigen Weg. Vielleicht sind die Leute etwas zu schnell. Vergessen wir nicht, dass er fünf Monate lang nicht gespielt hat“, kommentierte der Nationalcoach.
Mané hatte sich am 8. November beim 6:1 des FC Bayern in der Bundesliga gegen Werder Bremen am Wadenbeinköpfchen verletzt. Er musste operiert werden und verpasste die WM in Katar. Ohne ihren besten Spieler erreichte die Mannschaft des Senegals zwar das Achtelfinale, schied dort aber gegen England aus. Seit seinem Comeback hat Mané, der meist zu Jokereinsätzen kam, bei den Isarstädtern noch nicht überzeugt. Zuletzt berichtet ein Sky-Kommentator über eine Quelle aus Liverpool, die von Manés Eklat nicht überrascht schien. (cgsc mit dpa)
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