Sanés Bayern-Kapitel endet: Schön, dass er da war – aber besser, dass er geht
VonFlorian Schimak
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Leroy Sané und der FC Bayern: Nach fünf gemeinsamen Jahren bleibt ein nicht erfülltes Versprechen. Ein Kommentar von Bayern-Reporter Florian Schimak.
München – „Leroy ist ein Unterschiedsspieler und wird unsere Mannschaft mit seiner Qualität verstärken.“
„Wir sind glücklich, dass wir Leroy Sané beim FC Bayern willkommen heißen können. Er ist ein hervorragender Spieler, der seine Qualitäten in den vergangenen Jahren nachhaltig unter Beweis gestellt hat, insbesondere in der Nationalmannschaft. Unser Ziel ist es, die besten deutschen Spieler beim FC Bayern zu versammeln und die Verpflichtung von Leroy unterstreicht diesen Weg.“
Diese zwei Sätze veröffentlichte der FC Bayern im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Leroy Sané im Sommer 2020. Der erste stammt vom damaligen Sportchef Hasan Salihamidzic. Der zweite vom ehemaligen CEO Karl-Heinz Rummenigge.
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Leroy Sané blieb ein uneingelöstes Versprechen beim FC Bayern
Nach fünf Jahren an der Säbener Straße muss man festhalten: Leroy Sané verlässt den FC Bayern als uneingelöstes Versprechen!
Nicht ohne Grund gab man Sané 2020 sofort die legendäre Nummer 10, als Nachfolger von Vereinsikone Arjen Robben. Die Erwartungen waren hoch. Zu hoch?
Schon unter Hansi Flick sah man, dass der Hochbegabte nicht immer einwandfrei funktionierte. So wechselte der heutige Barcelona-Trainer den Flügelspieler in einer Partie erst ein- und dann wenig später wieder aus.
Sané beim FC Bayern: Flick wechselte ihn einst ein – und kurz darauf wieder aus
Spätestens da wusste man, dass die Verbindung zwischen Sané und dem Rekordmeister eine spezielle werden würde. Viel zu selten rief der Linksfuß sein Potenzial ab.
Egal ob unter Flick, Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel oder am Ende Vincent Kompany – sie allesamt schafften eins nicht: Dass Sané konstant starke Leistungen abruft.
Vermutlich kein Spieler polarisierte in den vergangenen fünf Jahren beim FC Bayern derart, wie es Leroy Sané tat. Die einen liebten ihn für seine Fähigkeiten. Aber mindestens genauso viele Fans brachte er mit seiner oft lustlosen Art zur Weißglut.
Kommentar zum letzten Spiel von Leroy Sané: Schön, dass er da war – aber besser, dass er geht
Passender hätte seine letzte Aktion im Bayern-Trikot auch nicht laufen können: Sané wird in der Nachspielzeit (90.+7) gegen Flamengo (4:2) toll freigespielt, weil er den Tiefenlauf anbietet – und scheitert dann mal wieder freistehend am Keeper des Gegners.
Es bleibt zu hoffen, dass der 29-Jährige in Istanbul bei Galatasaray sportlich seine Heimat findet und dort endlich das zeigt, wozu er im Stande sein kann.
Leroy Sané beim FC Bayern: Schön, dass er da war – aber am Ende besser, dass er geht. (smk)