VonNiklas Noackschließen
Nach dem 2:2-Remis des VfB Stuttgart beim VfL Wolfsburg und einem Platzverweis gegen Atakan Karazor hat Fabian Wohlgemuth eine Regel infrage gestellt.
Wolfsburg/Stuttgart - Was ein Wahnsinns-Match: Der VfB Stuttgart hat sich gegen den VfL Wolfsburg in der Nachspielzeit ein 2:2-Remis (1:1) gesichert. Das Problem nach Abpfiff war allerdings, dass eine Schiedsrichterentscheidung die Partie massiv beeinflusste. Atakan Karazor flog in der 63. Minute beim Stand von 1:1 nach einer unberechtigten Gelb-Roten Karten vom Platz und somit kippte zunächst die Partie.
Unser VfB-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen wichtigen News zum Fußball-Bundesligisten aus Stuttgart. Hier geht es zur Anmeldung.
VfB-Kapitän Atakan Karazor sieht nach angeblichem Foul gegen Arnold von Jablonski Gelb-Rot
Es ging um einen Zweikampf, bei dem der Wolfsburger Maximilian Arnold dem Stuttgarter Karazor auf dem Fuß stand. Schiedsrichter Sven Jablonski sah es aber fälschlicherweise andersrum, zum Ärger von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, der an der Seitenlinie polterte und mit aller Macht versuchte, auf den Referee einzureden. Vergebens, Jablonski blieb bei seiner Ansicht und offenbar hat auch keiner seiner Assistenten die Situation richtig wahrgenommen. Besonders tragisch für die Schwaben ist an dieser Stelle, dass bei einer Gelben Karte der VAR nicht eingreifen darf.
Eine Regelung, die VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, der die Szene übrigens nicht eindeutig als Fehlentscheidung sah, im Nachhinein hinterfragte: „Für mich bleibt nach wie vor offen und sicher leider zu oft auch für den Zuschauer, warum kann der Schiedsrichter nicht herausgehen, sich das anschauen? Ich weiß, dass das bei einer möglichen zweiten Gelben Karte nicht infrage kommt, aber es würde unsere Sicht der Dinge vereinfachen.“
Nach Karazor-Platzverweis: Skurrile VAR-Szenen nach zwischenzeitlicher Roten Karte für Amoura
Jonas Wind hatte die Wölfe nach einem Konter mit 1:0 in Führung gebracht (20. Minute), bevor Enzo Millot den 1:1-Ausgleich erzielte (32./ Foulelfmeter). Nach dem Platzverweis von Karazor schoss Mohammed Amoura das 2:1 (68.). Um Letzteren gab es kurze Zeit später helle Aufregung, weil er mit einer Grätsche Jamie Leweling von den Beinen geholt haben soll und zunächst die Rote Karte sah (74.).
Allerdings erwischte er den Stuttgarter, wenn überhaupt hauchzart und von der Seite, sodass Jablonski seinen Entschluss nach Ansicht der VAR-Bilder zurücknahm. Skurril: Für eine relativ offensichtliche Fehlentscheidung benötigte der Schiedsrichter auffallend lange und erklärte anschließend den Kapitänen Arnold und Deniz Undav in einer Seelenruhe, weshalb er den Platzverweis wieder einkassierte. In dieser Situation entschied Jablonski zwar richtig, doch davon kann sich der VfB letztlich nichts kaufen, dafür wog der Karazor-Platzverweis zu schwer. Trotz des unglücklichen Spielverlaufs belohnten sich die Stuttgarter für eine beherzte Leistung: Nach einer Flanke von Maximilian Mittelstädt schoss Undav per Volley in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand ein (90. +7). Schon am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) geht es für den VfB weiter, dann treffen die Schwaben in der Champions League auf Sparta Prag.
Rubriklistenbild: © IMAGO / Sportfoto Rudel/Jan Huebner

