Kreuzbandriss

Schock für den FC Bayern: Davies fällt bis zum Saisonende aus

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Riesiger Verletzungsschock für den FC Bayern: Alphonso Davies hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Die über Titel entscheidenden Monate im Saisonendspurt wird er verpassen.

München - Der FC Bayern muss monatelang auf Alphonso Davies verzichten. Davies im Länderspiel mit der kanadischen Nationalmannschaft gegen die USA (2:1) einen Kreuzbandriss zu. Das bestätigte der FC Bayern. Davies wird damit rund sechs Monate lang fehlen.

Schock-Diagnose nach Auswechslung

Nach nur 12 Spielminute musste Davies mit Schmerzen ausgewechselt werden. Sein kanadischer Co-Trainer Mauro Biello hatte zunächst Entwarnung gegeben: „Ich habe nicht den vollständigen Arztbericht, sie untersuchen ihn noch. Ich denke, es war ein Schlag. Er hat etwas gespürt und wollte es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht riskieren“, sagte er.

Davies selbst hatte auf dem Weg aus dem Stadion noch gesagt, es gehe ihm gut.

Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen hatte bei t-online erklärt: „Die Märzpause ist für die Klubs schon eine große Herausforderung, das muss man ganz klar sagen. Glücklicherweise gab es bei Alphonso Davies Entwarnung.“

Alphonso Davies wird den Bayern lange fehlen.

Davies in München eingehend untersucht

Davies wurde am heutigen Mittwoch allerdings noch einmal in München eingehend untersucht. Dabei ergab sich die schlimme Diagnose Kreuzbandriss. Noch heute soll Davies operiert werden.

Der deutsche Rekordmeister muss damit sehr lange auf seinen Leistungsträger auf der linken Abwehrseite verzichten. Erst im Februar hatte Davies nach langem Verhandlungspoker und monatelangen Gerüchten über einen möglichen Wechsel seinen Vertrag bis 2030 beim FC Bayern verlängert.

Davies, Dier, Wagner & Co.: Die besten Winter-Transfers in der Geschichte des FC Bayern

Alphonso Davies (gekommen im Winter der Saison 2018/2019): Der wohl beste Winter-Transfer in der Geschichte des FC Bayern. Der Kanadier entwickelte sich nach seinem Wechsel zum absoluten Stammspieler.
Alphonso Davies (gekommen im Winter der Saison 2018/2019): Der wohl beste Winter-Transfer in der Geschichte des FC Bayern. Der Kanadier entwickelte sich nach seinem Wechsel zum absoluten Stammspieler. © IMAGO/Mladen Lackovic
Sandro Wagner (gekommen im Winter der Saison 2017/2018): Für 13 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim verpflichtet, erzielte Wagner in 30 Spielen zehn Tore für den FC Bayern.
Sandro Wagner (gekommen im Winter der Saison 2017/2018): Für 13 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim verpflichtet, erzielte Wagner in 30 Spielen zehn Tore für den FC Bayern. © nordphoto / Kurth
Luiz Gustavo (gekommen im Winter der Saison 2010/2011): Nach seinem Wechsel aus Wolfsburg mit insgesamt 100 Pflichtspielen für den FCB. Gewann 2013 das Triple.
Luiz Gustavo (gekommen im Winter der Saison 2010/2011): Nach seinem Wechsel aus Wolfsburg mit insgesamt 100 Pflichtspielen für den FCB. Gewann 2013 das Triple. © IMAGO / Lackovic
Eric Dier (gekommen im Winter der Saison 2023/2024): Der robuste Innenverteidger war unter Ex-Bayern-Coach Thomas Tuchel gesetzt. Im Team gilt er als extrem beliebt.
Eric Dier (gekommen im Winter der Saison 2023/2024): Der robuste Innenverteidger war unter Ex-Bayern-Coach Thomas Tuchel gesetzt. Im Team gilt er als extrem beliebt. © IMAGO / Jan Huebner
Yann Sommer (gekommen im Winter der Saison 2022/2023): Nach Manuel Neuers Verletzung absolvierte der Keeper in der Rückrunde alle 25 möglichen Spiele und wurde am Ende mit dem FCB Meister.
Yann Sommer (gekommen im Winter der Saison 2022/2023): Nach Manuel Neuers Verletzung absolvierte der Keeper in der Rückrunde alle 25 möglichen Spiele und wurde am Ende mit dem FCB Meister. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Joao Cancelo (gekommen im Winter der Saison 2022/2023): Der Portugiese kam für ein halbes Jahr von Manchester City. Am Ende der Saison holt er den Meistertitel.
Joao Cancelo (gekommen im Winter der Saison 2022/2023): Der Portugiese kam für ein halbes Jahr von Manchester City. Am Ende der Saison holt er den Meistertitel. © IMAGO/Teresa Kroeger/RHR-FOTO
Sacha Boey (gekommen im Winter der Saison 2023/2024): Der Rechtsverteidiger kam für satte 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul und ist damit der teuerste Winter-Transfer der FCB-Geschichte.
Sacha Boey (gekommen im Winter der Saison 2023/2024): Der Rechtsverteidiger kam für satte 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul und ist damit der teuerste Winter-Transfer der FCB-Geschichte. © IMAGO/Revierfoto
Bryan Zaragoza (gekommen im Winter 2023/2024): Der FC Bayern sieht im spanischen Dribbelkünstler großes Potenzial – auch wenn er in seinen ersten Monaten einen schweren Stand hatte und anschließend in die Heimat zurück verliehen wurde.
Bryan Zaragoza (gekommen im Winter 2023/2024): Der FC Bayern sieht im spanischen Dribbelkünstler großes Potenzial – auch wenn er in seinen ersten Monaten einen schweren Stand hatte und anschließend in die Heimat zurück verliehen wurde.  © IMAGO/Revierfoto

Damit fällt Davies sicher für den Rest der laufenden Saison ausfallen. Die Bayern stehen in der Bundesliga an der Tabellenspitze und in der Champions League im Viertelfinale, wo man auf Inter Mailand trifft. Mitte Juni startet zudem die Klub-WM in den USA, wo die Münchner auch um den Titel mitspielen wollen.

FCB-Trainer Vincent Kompany kann als Alternativen für Davies vor allem auf Sommer-Neuzugang Hiroki Ito sowie auf Raphael Guerreiro setzen.

Auch Upamecano verletzt

Neben der Diagnose von Davies verkündeten die Bayern auch noch eine weitere Verletzung: Dayot Upamecano wird der Mannschaft ebenfalls lange fehlen. Bei Upamecano wurden freie Gelenkkörper im linken Knie festgestellt. Damit wird der Innenverteidiger den Münchnern mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen.

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Bayern-Sportvorstand Max Eberl sagte zu den beiden Verletzungen: „Bei Länderspielpausen besteht leider immer die Gefahr, dass Spieler verletzt zurückkommen – diesmal hat es uns besonders hart getroffen. Die Ausfälle von Alphonso Davies und Dayot Upamecano wiegen schwer für den FC Bayern. Phonzy wird auf seinem Weg zurück alle Unterstützung bekommen, die er braucht.“

Eberl weiter: „Auch Upa werden wir in den kommenden Wochen eng begleiten und gehen davon aus, dass er uns bald wieder zur Verfügung steht. Unser Kader ist stark und wird diese Ausfälle auffangen. Wir werden jetzt noch enger zusammenrücken. Die Qualität ist da, um weiter unsere großen Ziele zu verfolgen.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images

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