Olympische Spiele 2026

IOC streicht beliebten Wettkampf bei Olympia – Skisprungstars schockiert und enttäuscht

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Das IOC hat den beliebten Teamwettbewerb für Olympia 2026 gestrichen. Das polnische Skisprungteam kritisiert die Entscheidung scharf.

Warschau – Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking war Slowenien die stärkste Skisprung-Nation. Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze waren die Ausbeute von Timi Zajc und Co. Im beliebten Mannschaftswettbewerb von der Großschanze gab es Silber hinter Österreich. Ganz leer ging das polnische Team aus, das eigentlich zu den Mitfavoriten zählte.

Dawid Kubacki
Geboren:12. März 1990 (Alter 33 Jahre), Nowy Targ
Nationalität:Polen
Sportart:Skispringen

Skispringen: Teamwettbwerb bei Olympia gestrichen

Polen war extrem enttäuscht und heiß auf eine Wiedergutmachung bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, doch dazu wird es nicht kommen. Das IOC teilte nach einem Beschluss des Exekutivkomitees mit, dass der Teamwettbewerb der Männer abgeschafft wird. Stattdessen soll das „Super Team“ ausgetragen werden. In diesem Wettbewerb gehen zwei Athleten pro Nation in drei Durchgängen an den Start und springen die Medaillen aus.

Der polnische Skispringer Dawid Kubacki ist enttäuscht von der Entscheidung des IOC. „Ein Team ist ein Team, es besteht nicht aus zwei Leuten. Die Entscheidung des IOC ist definitiv keine gute Idee. Wir haben ein neues Format für den Paar-Wettkampf und es ist gut, ihn ins Programm zu nehmen. Aber nicht auf Kosten des Teamwettbewerbs, der eine Atmosphäre schafft“, sagte der 33-Jährige zum Online-Portal Onet.

Dawid Kubacki und das polnische Team sind enttäuscht über die Entscheidung des IOC.

Adam Malysz, eine Ikone des Skispringens und derzeit Präsident des polnischen Ski-Verbandes, schließt sich der Meinung Kubackis an. „Ich glaube nicht, dass die Entscheidung des IOC eine gute Idee ist, weil die Tradition so verschwindet. Es geht nur um Geld und Kostenreduzierung“, so der viermalige Weltmeister gegenüber dem polnischen Online-Potral Interia.

Skispringen: Polnisches Team enttäuscht über IOC-Entscheidung

Versuche des polnischen Verbandes, mit zwei statt einem Team beim „Super Team“-Wettbewerb bei Olympia 2026 anzutreten, wurden abgeschmettert. „Der Vorschlag wurde abgelehnt“, bestätigte Malysz enttäuscht. Im polnischen Team, in dem mehrere Skispringer von Weltklasseformat vertreten sind, wird ein harter Konkurrenzkampf um die zwei Plätze für das „Super Team“ erwartet.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Der Teamwettbewerb im Skispringen fand das erste Mal bei Olympia 1988 im kanadischen Calgary statt. Die Goldmedaille sicherten sich die Finnen, um den damaligen Star Matti Nykänen. Seitdem war das Teamspringen in jedem olympischen Programm bis 2022. Damit ist nun allerdings Schluss. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Bernhardt

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