Schwarzer Tag an der Streif: Hubschrauber zum zweiten Mal im Einsatz – große Sorge um deutsche Ski-Hoffnung
VonPhilipp Kuserau
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Zwei schwere Unfälle während des Trainings auf der Streif in Kitzbühel dämpfen die Vorfreude auf das anstehende Hahnenkamm-Rennen. Rettungshubschrauber müssen ausrücken.
Kitzbühel – Die Streif in Kitzbühel ist nicht nur eine der prestigeträchtigsten, sondern auch eine der gefährlichsten Abfahrten im alpinen Skirennsport. Immer wieder kommt es hier zu schweren Stürzen. Auch in diesem Jahr hat die berüchtigte Strecke wieder Opfer gefordert – und das bereits im Training.
Schwerer Sturz von Jacob Schramm: Hubschrauber im Einsatz
Der deutsche Skirennfahrer Jacob Schramm stürzte im zweiten Trainingslauf schwer. Und die Folgen könnten verheerend sein: Der 26-Jährige, der im vergangenen Winter sein Weltcup-Debüt auf der Streif gab, zog sich bei dem Sturz laut Mitteilung des Deutschen Skiverbands eine Gehirnerschütterung und eine komplexe Knieverletzung zu. Der Sturz ereignete sich im zweiten Training für die Hahnenkamm-Abfahrt nach einer Minute Fahrzeit in einer Passage nach dem Seidlalm-Sprung. Er geriet in Rücklage und flog nahezu ungebremst ins Fangnetz.
Der Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus nach St. Johann, von wo aus er in die Unfallklinik in Murnau verlegt werden soll. Für Schramm, der im ersten Trainingslauf den 42. Platz belegte, ist dies ein herber Rückschlag. Der Deutsche Skiverband teilte zudem mit, dass weitere Untersuchungen folgen werden, um das volle Ausmaß seiner Verletzungen zu bestimmen. Derweil erhielt ein anderer Ski-Star nach einem schweren Sturz bei der Abfahrt in Wengen eine niederschmetternde Diagnose.
Schwarzer Tag an der Streif: Auch Österreicher Hacker muss mit dem Heli abtransportiert werden
Doch Schramm war nicht der einzige Athlet, der an diesem Tag den Einsatz eines Helikopters erforderte. Der österreichische Skifahrer Felix Hacker, derzeit Führender im Europacup, musste ebenfalls per Hubschrauber abtransportiert werden. Ohne Sturz zog er sich eine Knieverletzung zu, nachdem ihm in einer Rechtskurve der Innenski wegrutschte. Der 25-Jährige musste seine Trainingsfahrt abbrechen, es besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss.
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Trotz der Unfälle laufen die Vorbereitungen für das Rennwochenende weiter. Am Freitag steht laut Zeitplan des Hahnenkamm-Events (alle TV-Infos) der Super-G an, gefolgt von der Abfahrt am Samstag. Das Wochenende endet dann mit dem Slalom am Sonntag. (kus)