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Eintracht mit Kamada-Ersatz einig? – Poker um Ablöse für Senkrechtstarter

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Eintracht Frankfurt sucht einen Ersatz für Daichi Kamada und scheint in Frankreich fündig geworden zu sein. Es geht offenbar nur noch um die Ablöse.

Frankfurt/Toulouse - Eintracht Frankfurt verliert am Ende der Saison wichtige Spieler, unter anderem Daichi Kamada, der seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt wird verlängern wird. Die SGE hatte lange versucht, die Zusammenarbeit auszudehnen, der Japaner sucht aber eine neue sportliche Herausforderung ab Sommer.

NameFarès Chaïbi
Alter20
VereinFC Toulouse
PositionOffensives Mittelfeld

Eintracht Frankfurt sucht Kamada-Ersatz

„Ich möchte mich bei der gesamten Eintracht-Familie für die letzten sechs Jahre bedanken. Ich hatte viele unglaubliche Momente und Erinnerungen und bin stolz darauf, zur Geschichte der Eintracht beigetragen zu haben, die ich nie vergessen werde“, schrieb Kamada auf seinem Instagram-Kanal und hofft auf einen perfekten Abschluss: „Ich habe mit der Eintracht viele schöne Dinge erlebt, sowohl mit den Fans als auch mit der Mannschaft, und ich werde mein Bestes geben, um die Saison mit einem Happy End zu beenden! Gewinnen wir den DFB-Pokal.“

Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, steht vor der schweren Aufgabe, einen Ersatz für Daichi Kamada zu finden. Offenbar hat er aber bereits einen geeigneten Kandidaten ausgemacht. Nach FR-Informationen sollen die Adler großes Interesse an Farès Chaïbi vom FC Toulouse haben.

Farès Chaïbi vom FC Toulouse.

Es soll sogar bereits Einigkeit geben zwischen Eintracht Frankfurt und dem 20-jährigen Mittelfeldspieler. Trotzdem ist der Transfer nicht perfekt, denn die SGE muss sich erst noch mit dem FC Toulouse auf eine Ablöse einigen. Der Marktwert des Mittelfeldspielers liegt derzeit bei zehn Millionen Euro – Tendenz steigend. Toulouse soll 15 bis 16 Millionen Euro verlangen für Chaïbi, dessen Vertrag noch bis 2025 läuft.

Eintracht Frankfurt hat Chaïbi im Visier

Farès Chaïbi wechselte aus der Jugend von Olympique Lyon 2019 in die Nachwuchsabteilung des FC Toulouse und wurde dort im vergangenen Sommer zum Profi. Der 20-Jährige hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz. In bislang 33 Einsätzen in der laufenden Saison erzielte er acht Tore und bereitete zwei weitere vor.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Durch seine starken Leistungen erhielt der in Lyon geborene Profi eine Einladung für die algerische Nationalmannschaft und feierte sein Debüt im Dress der Nordafrikaner. Nach Sport1-Informationen will Eintracht Frankfurt maximal acht Millionen Euro für Chaïbi zahlen – Sportchef Krösche muss also wieder einmal sein Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Eurasia Sport Images

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