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Glasner vor dem Eintracht-Aus? Gerüchte zu Nachfolger verdichten sich

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Eintracht Frankfurt zeigt offenbar Interesse an Ex-Nagelsmann-Assistent Dino Toppmöller als möglichen Nachfolger für Trainer Oliver Glasner.

Frankfurt - Die Krise bei Eintracht Frankfurt spitzt sich immer weiter zu, trotz des Einzugs ins Finale des DFB-Pokals. In der Bundesliga sind die Leistungen seit Wochen und Monaten unterdurchschnittlich und die Erfolge bleiben aus. Trainer Oliver Glasner und seine Mannschaft warten in der Liga seit mittlerweile zehn Partien auf einen Sieg. Die mögliche Qualifikation für die Champions League wurde in der Rückrunde leichtfertig verspielt und auch die Europa League ist eigentlich nur noch über den Pokal zu schaffen.

Dino Toppmöller
Geburtsdatum23. November 1980
Letzer VereinFC Bayern München
FunktionTrainer

Eintracht Frankfurt immer tiefer in der Krise

Tiefpunkt der vergangenen Monate war das Spiel bei der TSG Hoffenheim am vergangenen Bundesliga-Spieltag. Eintracht Frankfurt war in der ersten Hälfte überhaupt nicht auf dem Platz und völlig chancenlos gegen den Abstiegskandidaten, der in der laufenden Saison nicht gerade durch sein dominantes und geradliniges Spiel auffiel. Gegen die SGE war es für die Kraichgauer aber nicht schwer, einen 3:0-Vorsprung zur Pause herauszuspielen. Zu allem Überfluss kassierte Trainer Glasner für eine Unsportlichkeit auch noch die Rote Karte.

Glasner scheint angezählt und der Wut-Anfall auf der Pressekonferenz nach der Partie in Hoffenheim, als er einen Journalisten anschrie, spricht auch nicht gerade für den Österreicher. SGE-Vorstandssprecher Axel Hellmann kritisierte den PK-Auftritt Glasners öffentlich. „Dass man mal die Nerven verliert, kann ich verstehen. Aber ich kann nicht verstehen, dass man seine Enttäuschung an einem Journalisten auslässt, der seine Arbeit macht. Dieser Wutausbruch ist weder gut noch richtig“.

Dino Toppmöller (l.) wird bei Eintracht Frankfurt gehandelt.

Eintracht Frankfurt: Toppmöller möglicher Glasner-Nachfolger?

Der Trainer wackelt offenbar gewaltig und Namen möglicher Nachfolger wurden bereits genannt. Zuletzt stieg Christian Ilzer, Cheftrainer des österreichischen Cupsiegers Sturm Graz, in den Kandidatenkreis auf, Top-Kandidat auf den Posten am Main soll aber ein anderer sein. Wie Bild berichtet, hat die SGE ein Auge auf Dino Toppmöller, Ex-Assistent von Julian Nagelsmann beim FC Bayern München, geworfen.

Der 42-jährige Toppmöller arbeitete mit Nagelsmann bereits bei RB Leipzig zusammen und wechselte anschließend mit ihm zum FC Bayern München. Nach der Entlassung von Nagelsmann musste auch Toppmöller seine Sachen an der Säbener Straße packen und ist seitdem ohne Job. Vor seiner Zeit als Assistent sammelte der Sohn von Ex-Bundesliga-Coach Klaus Toppmöller bereits Erfahrungen als Cheftrainer, denn er trainierte zwischen 2016 und 2019 den Luxemburger Club F91 Düdelingen, mit dem er sich sogar für den Europapokal qualifizierte.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Dino Toppmöller bereit für größere Aufgaben?

Toppmöller scheint nach Jahren als Nagelsmann-Assistent bereit für höhere Aufgaben und das wäre eine Anstellung als Chefcoach bei Eintracht Frankfurt allemal. Die Verantwortlichen der SGE müssten sich mit dem FC Bayern München auf einen Transfer einigen, denn der 42-Jährige steht noch beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag. Es ist aber davon auszugehen, dass der FCB dem Coach keine Steine in den Weg legen würde. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Revierfoto

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