Eintracht Frankfurt beendet ersten Test. Trotz – frühem – Jubel zeigt sich: Es bleibt noch viel Potenzial ungenutzt. Ein Star bleibt 90 Minuten Zuschauer.
Frankfurt – Der sportliche Fakt vorab: Eintracht Frankfurt hat sich im Testspiel gegen den FSV Frankfurt mit einem knappen 3:2-Erfolg durchgesetzt. Vor 10.642 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bornheimer Hang zeigte der Bundesligist gegen den Viertligisten eine durchwachsene Leistung.
Es war wie so oft in der Vorbereitung, wenn der klare, aber von den Trainingsstrapazen müde Favorit auf den hoch motivierten und bald in die Liga startenden Außenseiter trifft. Und das, obwohl die Adlerträger – erstmals in den neuen Trikots spielend – einen perfekten Start in die Partie erwischten. Nach exakt 100 Sekunden durfte das erste Mal gejubelt werden. Can Uzun zeigte sich als Vorlagengeber, Aurelio Buta vollendete zur Führung.
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Spätestens in der 27. Minute, als FSV-Verteidiger Lukas Gottwalt unglücklich per Eigentor auf 2:0 erhöhte, schien alles gelaufen zu sein. Im Vorlauf der Szene verpasste Neuzugang Jonny Burkardt – für fixe 21 Millionen Euro von Mainz 05 nach Frankfurt gewechselt – seinen ersten Treffer. Er traf nur die Latte.
Eintracht Frankfurt zittert sich beim FSV Frankfurt zum Sieg
Doch der Viertligist ließ sich nicht entmutigen und verkürzte noch vor der Pause durch Harnafi auf 1:2 (36.). Der FSV Frankfurt zeigte sich, wie eingangs betont, hochmotiviert und nutzte die nachlassende Konzentration der Eintracht, die von Minute zu Minute schwächer wurde.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Can Uzun zwar mit einem sehenswerten Treffer auf 3:1 (47.), doch der FSV gab nicht auf und kam durch Amin Farouk nur wenig später zum verdienten 2:3-Anschlusstreffer (57.). In der Schlussphase musste die SGE dann tatsächlich noch um den Sieg zittern.
Trainer Dino Toppmöller nutzte das Testspiel für eine ausgiebige Rotation. Zur Halbzeit wechselte er gleich mehrere Spieler aus, darunter Torwart Kevin Trapp, der Platz für Jens Grahl machte. Auch Rasmus Kristensen, Robin Koch und Michy Batshuayi kamen zu Einsätzen.
Besondere Aufmerksamkeit galt aber vor allem Hugo Ekitiké, der vor einem möglichen Wechsel zum FC Liverpool steht. Der Stürmer war zwar dabei und absolvierte das Aufwärmprogramm, kam aber nicht zum Einsatz – möglicherweise sein letzter (Nicht-)Auftritt im Eintracht-Trikot.