Bayern-Boss bedankt sich vor versammelter Mannschaft bei Pechvogel
VonLuca Hartmann
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Nach dem 2:2 gegen Arsenal in der Champions League lobte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen die Mannschaft für ihren starken Auftritt – und hob ausgerechnet die Leistung eines Pechvogels hervor.
London – „Totgesagte leben länger.“: So begann FC Bayern-Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen kurz nach dem spektakulären 2:2 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Arsenal seine Bankettrede, gerichtet an die Stars. Nach den desaströsen Auftritten in der Liga gegen Dortmund (0:2) und Heidenheim (2:3) folgte die notwendige Reaktion.
Die Ausgangslage der Bayern vor dem Rückspiel ist gut, den Einzug ins Halbfinale hat Tuchel jetzt in der eigenen Hand. Doch nach dem Hinspiel gibt es wieder einmal neue Verletzungs-Sorgen beim Rekordmeister. Ausgerechnet Serge Gnabry fällt erneut aus. Dabei zählte er gegen Arsenal zu den besten Spielern – und heimste so ein Sonderlob von Dreesen ein.
Bayern-Boss bedankt sich bei Pechvogel Serge Gnabry
„Wir haben dieses fantastische Ergebnis erzielt und ich möchte heute (…) zum einen und zuallererst unseren Serge Gnabry hervorheben. Serge hat sich nach langer Verletzungspause zurückgekämpft und ein fantastisches Tor gemacht“, lobte Dreesen den Nationalspieler, der erst Ende Februar von einer Muskelverletzung zurückgekommen war. In dieser Saison war Gnabry zuvor auch schon mit einem Unterarmbruch, Hüftproblemen und krankheitsbedingt ausgefallen.
„Herzlichen Dank für dein tolles Tor, Serge“, bedankte sich Dreesen sogar persönlich beim 28-Jährigen für den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. „Und natürlich vor allem gute Besserung. Wir haben natürlich alle gesehen, dass du verletzt rausmusstest und wir wünschen dir von Herzen ganz schnelle Genesung“, schob Dreesen nach.
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Muskelfaserriss im Oberschenkel: Bayern wieder einige Wochen ohne Gnabry
Gnabry musste gegen Arsenal in der 70. Minute nach einigen Minuten Behandlung auf dem Feld ausgewechselt werden. Tags darauf gab der Rekordmeister die Diagnose bekannt. Der Offensivspieler erlitt laut Vereinsangaben „einen Muskelfaserriss im linken, hinteren Oberschenkel“. Eine genaue Ausfallzeit gaben die Münchner nicht an.
Fest steht jedoch, dass Gnabry definitiv nicht im Rückspiel beim Kampf ums Halbfinale mithelfen kann. Damit ist er bereits der zweite Star, der Tuchel kommenden Mittwoch nicht zur Verfügung steht. Mindestens zwei bis drei Wochen wird Gnabry von der Seitenlinie aus zusehen müssen. Sogar ein Einsatz im möglichen Halbfinal-Hinspiel am 30. April oder 1. Mai steht damit auf der Kippe.
Die neuerliche Verletzung im Saisonendspurt kommt nicht nur für die Bayern, sondern auch Gnabry selbst zur Unzeit. Der 45-fache Nationalspieler wollte sich eigentlich in den nächsten Wochen durch gute Leistungen noch einen Platz im EM-Kader von Julian Nagelsmann erkämpfen. Dieses Vorhaben ist nun zunächst gestoppt – Dreesens lobende Worte dürften da nur wenig Trost spenden. (LuHa)