- VonLuca Hartmannschließen
Wurde dem FC Bayern im Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart ein reguläres Tor aberkannt? Offenbar gab es Probleme beim VAR.
München – Es ist die 25. Minute im Topspiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart: Verteidiger Minjae Kim verwertet eine Freistoß-Flanke von Youngster Alexander Pavlovic mit dem Kopf und baut die Führung des Rekordmeisters auf 2:0 aus – vermeintlich. Schiedsrichter Tobias Stieler und sein Gespann entscheiden auf Abseits, der Treffer wird vom VAR überprüft.
Offenbar VAR-Panne beim Spitzenspiel zwischen Bayern und Stuttgart
Doch ob der Treffer des Südkoreaners wirklich irregulär war, konnte der Video-Schiedsrichter wohl nicht zweifelsfrei sagen. Denn im Kölner Keller gab es Probleme bei der Ansicht der Bilder. Das hat DAZN-Moderator Alex Schlüter in der Halbzeitpause verraten.
„Es gab Post für uns aus Köln. Es fehlen Kameras, die es eindeutig belegen können. Das heißt jetzt nicht, dass es auf jeden Fall keine Abseitsposition gewesen ist. Man konnte die kalibrierten Linien nicht ziehen. Die Entscheidung auf dem Feld stand“, klärte Schlüter die Zuschauer auf.
Wurde dem FC Bayern ein regulärer Treffer aberkannt?
Offenbar standen dem VAR also keine passenden Videoeinstellungen zur Verfügung, bei der die kalibrierte Abseitslinie angesetzt werden konnte. Somit musste auf die Abseits-Entscheidung von Stieler und seinen Assistenten vertraut werden.
„Sehr interessante Nachrichten aus Köln, Probleme mit den Kameras/Einstellungen, es wurde auf dem Platz abseits entschieden, man konnte es nicht widerlegen, weil die Technik nicht funktioniert. Man kann es nicht zweifelsfrei belegen, dass es anders war. Es wäre das 2:0 gewesen. Bleibt ein Fragezeichen, weil die Technik nicht möchte“, erklärte DAZN-Kommentator Lukas Schönmüller während der Übertragung.
VAR nimmt Müller-Treffer zurück
Dass die Technik den Bayern vermeintlich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, findet auch Experte Michael Ballack ärgerlich. „Das ist natürlich sehr bitter für den FC Bayern, dass hier die Linien nicht gezogen werden konnten“, sagte der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft in der Halbzeitpause beim Streaminganbieter.
Besonders bitter für die Bayern: Kurz vor der Halbzeitpause erzielt dann Thomas Müller das vermeintliche 2:0, doch der Treffer zählt auch nicht. Nachdem Stieler zunächst auf Tor entschieden hatte, meldete sich der VAR, der eine Abseitsstellung von Müller erkannte. Die Technik funktionierte offenbar wieder – und Stieler nahm das Tor zurück. (LuHa)
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