Gesundheitliche Probleme

Ski-Ass (24) verkündet am absoluten Tiefpunkt das sofortige Karrierrende

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Manuel Ploner, eine aufstrebende Hoffnung im Skisport, beendet seine Karriere mit nur 24 Jahren aufgrund anhaltender gesundheitlicher Herausforderungen.

München – Der Südtiroler Manuel Ploner galt lange als eines der größten Talente im Skisport. Als Junioren-Italienmeister machte er sich einen Namen und schaffte 2020 den Sprung vom Landeskader in die Nationalmannschaft Italiens. 2022 folgte der Aufstieg in die Europacup-Gruppe. Doch der internationale Durchbruch blieb ihm verwehrt. Wiederkehrende Rückenschmerzen, die ihn immer wieder zu Pausen zwangen, verhinderten den großen Erfolg auf der Weltbühne.

Ski-Ass erklärt Rücktritt

Die gesundheitlichen Herausforderungen, mit denen Ploner in den letzten Jahren konfrontiert war, führten letztlich zu seiner Entscheidung, die Skikarriere zu beenden. Auf seinem Instagram-Kanal schrieb er: „In den letzten Jahren, vor allem in den letzten beiden, hat mich mein Rücken hart getestet, bis dieses Jahr im Januar, wo ich den Tiefpunkt erreicht habe. Die Schmerzen und die Steifheit, die ich früher in meinem unteren Rücken gespürt habe, haben begonnen, nach unten zu meinen Beinen zu strahlen.“

Trotz intensiver Physiotherapie und Training im Fitnessstudio konnte Ploner nicht die erhofften Fortschritte erzielen. „Diese Situation hat mich nicht nur körperlich kompliziert, sondern auch mental getestet. Ich habe viel nachgedacht und endlich verstanden, dass es Zeit ist, auf meinen Körper zu hören und meine Gesundheit an die erste Stelle zu stellen“, erklärte er weiter.

Ski-Ass Manuel Ploner hat seine Karriere beendet.

In seiner emotionalen Botschaft drückte Ploner auch seine Dankbarkeit gegenüber seiner Familie und seinem Team aus: „Ich möchte meiner Familie für die große Unterstützung und Opfer danken, die sie gebracht haben, damit ich meine Träume verwirklichen konnte. Ein herzliches Dankeschön geht auch an FISI für die Unterstützung und Möglichkeiten, die sie mir über die Jahre gegeben hat.“

Gesundheitliche Probleme zwingen Ski-Ass zum Karriereende

Ploner betonte, dass Skifahren für ihn mehr als nur ein Sport war: „Skifahren wird mehr sein als nur ein Sport, es wird Liebe, Leid, Angst, Emotionen, Sieg und Niederlage, aber vor allem wird es eine Lektion des Lebens sein, die dich dein Leben lang begleiten wird.“

Diese Wintersport-Stars haben 2025 ihre Karriere beendet

„Mein Bauchgefühl sagt mir: Es ist der richtige Zeitpunkt. Es fühlt sich gut an“, so begründet Markus Eisenbichler seinen Rücktritt. Der Einzelweltmeister von Seefeld 2019 gehörte zu den Spaßvögeln im Team und konnte immer wieder glänzen. Zuletzt verlor er jedoch den Anschluss.
„Mein Bauchgefühl sagt mir: Es ist der richtige Zeitpunkt. Es fühlt sich gut an“, so begründet Markus Eisenbichler seinen Rücktritt. Der Einzelweltmeister von Seefeld 2019 gehörte zu den Spaßvögeln im Team und konnte immer wieder glänzen. Zuletzt verlor er jedoch den Anschluss. © IMAGO/Ulrich Wagner
Auch Stephan Leyhe wird bald nicht mehr von der Schanze springen. Das größte Erfolgserlebnis seiner Karriere war der Weltcup-Sieg auf der Heimschanze in Willingen. Ansonsten konnten die Deutschen sich vor allem in den Team-Wettbewerben auf Leyhe verlassen.
Auch Stephan Leyhe wird bald nicht mehr von der Schanze springen. Das größte Erfolgserlebnis seiner Karriere war der Weltcup-Sieg auf der Heimschanze in Willingen 2020. Ansonsten konnten die Deutschen sich vor allem in den Team-Wettbewerben auf Leyhe verlassen. © Jan Huebner/Reichert via www.imago-images.de
Michael Hayböck gehörte jahrelang zu den Top-Athleten im Skisprung-Zirkus. Ein großer Erfolg blieb im allerdings verwehrt: In der Saison 14/15 schrammte er mit Platz zwei nur knapp am Sieg der Vierschanzentournee vorbei. Seit ein paar Jahren konnte Hayböck allerdings nicht mehr mithalten.
Michael Hayböck gehörte jahrelang zu den Top-Athleten im Skisprung-Zirkus. Ein großer Erfolg blieb im allerdings verwehrt: In der Saison 14/15 schrammte er mit Platz zwei nur knapp am Sieg der Vierschanzentournee vorbei. Seit ein paar Jahren konnte Hayböck allerdings nicht mehr mithalten. © IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner
Claudia Pechstein ist eine echte Legende des deutschen Wintersports. Die fünfmalige Olympiasiegerin und sechsmalige Weltmeisterin machte mit ihrer Doping-Sperre 2009 allerdings auch negative Schlagzeilen. Mit stolzen 53 Jahren beendet sie nun endgültig ihre erfolgreiche Karriere.
Claudia Pechstein ist eine echte Legende des deutschen Wintersports. Die fünfmalige Olympiasiegerin und sechsmalige Weltmeisterin machte mit ihrer Doping-Sperre 2009 allerdings auch negative Schlagzeilen. Mit stolzen 53 Jahren beendet sie nun endgültig ihre erfolgreiche Karriere. © IMAGO
Jeder Biathlon-Fan kann sich noch an seine sensationellen Duelle mit Martin Fourcade erinnern. Johannes Thingnes Bö dominierte spätestens nach dem Karriereende des Franzosen die Biathlon-Welt nach Belieben. Bei der WM 2025 in Lenzerheide stieg er mit drei Goldmedaillen zum alleinigen Rekordweltmeister auf – was für einer Karriere.
Jeder Biathlon-Fan kann sich noch an seine sensationellen Duelle mit Martin Fourcade erinnern. Johannes Thingnes Bö dominierte spätestens nach dem Karriereende des Franzosen die Biathlon-Welt nach Belieben. Bei der WM 2025 in Lenzerheide stieg er mit drei Goldmedaillen zum alleinigen Rekordweltmeister auf – was für eine Karriere. © IMAGO/Pierre Teyssot
Auch der Bruder vom Biathlon-Dominator hört auf. Tarjei Bös Karriere-Erfolge würden wahrscheinlich noch mehr Anerkennung finden, wenn sein Bruder ihm nicht immer wieder die Show gestohlen hätte. Er war Gesamtweltcupsieger, dreifacher Olympiasieger im Team und sammelte zwölf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften.
Auch der Bruder vom Biathlon-Dominator hört auf. Tarjei Bös Karriere-Erfolge würden wahrscheinlich noch mehr Anerkennung finden, wenn sein Bruder ihm nicht immer wieder die Show gestohlen hätte. Er war Gesamtweltcupsieger, dreifacher Olympiasieger im Team und sammelte zwölf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften. Selten gab es ein erfolgreicheres Geschwister-Duo im Wintersport. © IMAGO/Pierre Teyssot
Im Januar 2025 erklärte Chloé Chevalier völlig überraschend ihren Rücktritt vom Biathlon mitten in der Saison. Auf die Französin war vor allem in den Staffel-Rennen immer wieder Verlass, ihr größter Einzelerfolg war der zweite Platz in Antholz im Jahr 2023.
Im Januar 2025 erklärte Chloé Chevalier völlig überraschend ihren Rücktritt vom Biathlon mitten in der Saison. Auf die Französin war vor allem in den Staffel-Rennen immer wieder Verlass, ihr größter Einzelerfolg war der zweite Platz in Antholz im Jahr 2023. © IMAGO/Harald Deubert
Für Tilda Johansson endete die Karriere ebenso mitten in der Saison. Die erst 25-Jährige fand einfach nicht mehr die Motivation. Aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse verabschiedete sie sich vom Leistungssport.
Für Tilda Johansson endete die Karriere ebenso mitten in der Saison. Die erst 25-Jährige Biathletin fand einfach nicht mehr die Motivation. Aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse verabschiedete sie sich vom Leistungssport. © IMAGO/MATHIAS BERGELD
Noch jünger, erst 23, ist Maren Bakken. Vor wenigen Tagen erklärte die ehemalige Juniorenweltmeisterin völlig überraschend, dass sie zurücktritt. Über ihre Beweggründe ist allerdings noch nichts bekannt. Der norwegische Biathlon-Sport verliert ein großes Talent.
Noch jünger, erst 23, ist Maren Bakken. Vor wenigen Tagen erklärte die ehemalige Juniorenweltmeisterin völlig überraschend, dass sie zurücktritt. Über ihre Beweggründe ist allerdings noch nichts bekannt. Der norwegische Biathlon-Sport verliert ein großes Talent. © IMAGO/Harald Deubert
Der erfolgreichste Kombinierer hört auf. 78 Weltcupsiege, 12 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, nur der Olympia-Traum blieb ihm, vor allem wegen einer Corona-Erkrankung und der anschließenden Quarantäne in Peking 2022, verwehrt. Morbus Crohn macht es dem 27-Jährigen unmöglich, seine Karriere fortzuführen.
Der erfolgreichste Kombinierer hört auf. 78 Weltcupsiege, 12 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, nur der Olympia-Traum blieb ihm, vor allem wegen einer Corona-Erkrankung und der anschließenden Quarantäne in Peking 2022, verwehrt. Morbus Crohn macht es dem 27-Jährigen unmöglich, seine Karriere fortzuführen. © IMAGO/Amanda Pedersen Giske
Svenja Würth war eine echte Allrounderin. Ihre Karriere begann sie beim Skispringen und wurde 2017 Weltmeisterin im Mixed-Team-Wettbewerb. 2020 wechselte sie zur Nordischen Kombination, konnte mit den Top-Athletinnen allerdings selten mithalten. Jetzt beendet sie ihre Karriere.
Svenja Würth war eine echte Allrounderin. Ihre Karriere begann sie beim Skispringen und wurde 2017 Weltmeisterin im Mixed-Team-Wettbewerb. 2020 wechselte sie zur Nordischen Kombination, konnte mit den Top-Athletinnen allerdings selten mithalten. Jetzt beendet sie ihre Karriere. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Dominik Schwaiger hat den Speed geliebt. Zwar war der Skirennfahrer eher einer der unscheinbareren deutschen Wintersportler, trotzdem konnte er, wie beim 5. Platz in der Abfahrt von Bormio 2021, immer wieder für Achtungserfolge sorgen. Doch jetzt zwingt ihn sein Rücken zum Karriereende.
Dominik Schwaiger hat den Speed geliebt. Zwar war der Skirennfahrer eher einer der unscheinbareren deutschen Wintersportler, trotzdem konnte er, wie beim 5. Platz in der Abfahrt von Bormio 2021, immer wieder für Achtungserfolge sorgen. Doch jetzt zwingt ihn sein Rücken zum Karriereende. © IMAGO/GEPA pictures/ Mario Buehner
Stefano Gross gehörte zu den Slalom-Spezialisten im Ski-Alpin. Elfmal stand er auf dem Podium, 2011 gewann er auf dem Adelboden und schlug sogar Marcel Hirscher. Mit 38 Jahren beendet er nun seine Laufbahn.
Stefano Gross gehörte zu den Slalom-Spezialisten im Ski-Alpin. Elfmal stand er auf dem Podium, 2011 gewann er auf dem Adelboden und schlug sogar Marcel Hirscher. Mit 38 Jahren beendet er nun seine Laufbahn. © IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun
Tamara Tippler reicht es. „Es ist geduldet, dass ich da bin, aber nicht erwünscht“, sagte die Österreicherin und warf dem eigenen Verband vor, sie nicht zu unterstützen. Neunmal stand sie auf dem Podium beim Super-G, einen Sieg konnte sie allerdings nie feiern.
Tamara Tippler reicht es. „Es ist geduldet, dass ich da bin, aber nicht erwünscht“, sagte die Österreicherin und warf dem eigenen Verband vor, sie nicht zu unterstützen. Neunmal stand sie auf dem Podium beim Super-G, einen Sieg konnte sie allerdings nie feiern. © IMAGO/GEPA pictures/ Wolfgang Grebien
„Das Beste kommt noch. Ich hab dich lieb“, schrieb die legendäre Mikaela Shiffrin unter einen Post von Allie Resnick. Bei Instagram verkündete die erst 23-Jährige ihren Rücktritt. Aufgrund einer weiteren Knieverletzung muss sie ihre Karriere beenden.
„Das Beste kommt noch. Ich hab dich lieb“, schrieb die legendäre Mikaela Shiffrin unter einen Post von Allie Resnick. Bei Instagram verkündete die erst 23-Jährige ihren Rücktritt. Aufgrund einer weiteren Knieverletzung muss sie ihre Karriere beenden. © IMAGO/GEPA pictures/ Matic Klansek
Reto Schmidiger gehörte im Ski-Alpin nie zur absoluten Weltspitze, trotzdem kann er sich auf die Fahne schreiben, dass Dominator Marco Odermatt früher zu ihm aufgeschaut hat. Mittlerweile hinkt der Schweizer allerdings so weit hinterher, sodass er sich entschieden hat, seine Laufbahn zu beenden.
Reto Schmidiger gehörte im Ski-Alpin nie zur absoluten Weltspitze, trotzdem kann er sich auf die Fahne schreiben, dass Dominator Marco Odermatt früher zu ihm aufgeschaut hat. Mittlerweile hinkt der Schweizer allerdings so weit hinterher, sodass er sich entschieden hat, seine Laufbahn zu beenden. © GEPA pictures/ Patrick Steiner via www.imago-images.de
64 Weltcuprennen bestritt Elena Stoffel, jetzt hat die Schweizerin ihre Karriere beendet. Seit 2015 war sie im Weltcup dabei. Ein Top-Ten Ergebnis konnte Stoffel in ihrer Karriere allerdings nicht erreichen.
64 Weltcuprennen bestritt Elena Stoffel, jetzt hat die Schweizerin ihre Karriere beendet. Seit 2015 war sie im Weltcup dabei. Ein Top-Ten-Ergebnis konnte Stoffel in ihrer Karriere allerdings nicht erreichen. © IMAGO/GEPA pictures/ Matic Klansek
Yannick Chabloz stürzte 2022 bei der Abfahrt in Bormio und kam danach nie wieder richtig zurück. Jetzt musste der 25-jährige Schweizer einen Schlussstrich ziehen und ist seit Dezember nicht mehr Teil des Alpinen-Rennsports.
Yannick Chabloz stürzte 2022 bei der Abfahrt in Bormio und kam danach nie wieder richtig zurück. Jetzt musste der 25-jährige Schweizer einen Schlussstrich ziehen und ist seit Dezember nicht mehr Teil des Alpinen-Rennsports. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner

Trotz des schweren Entschlusses blickt Ploner hoffnungsvoll in die Zukunft und ist dankbar für die Erfahrungen, die er im Skisport sammeln konnte. „Jeder Moment, der auf dieser Reise gelebt wird, wird für immer bei mir bleiben. Ich werde euch alle vermissen“, schrieb er abschließend.

Neben Ploner verkündete auch Biathlon-Talent Emma Oustry ihren Rücktritt. (smr)

Rubriklistenbild: © manuel_ploner/Instagram

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