VonAndreas Knoblochschließen
Die deutschen Skifahrerinnen und Skifahrer waren auf dem Gletscher in Zermatt, der langsam wegschmilzt. Zwei sammelten sogar Müll von der Liftspur.
Zermatt - Das Bekannteste am Ort Zermatt ist wohl das Matterhorn. Und die Gletscher im alpinen Gebirge eignen sich hervorragend für das Sommertraining der deutschen Skifahrerinnen und Skifahrer. Während die meisten im Juli die Sonne am Gewässer genießen, schuften die Wintersportler schon für die kommende Alpin-Saison. Um auf Schnee fahren zu können, müssen schon spezielle Orte - wie eben Zermatt - angesteuert werden.
Die deutschen Athletinnen und Athleten hielten ihre Fans auf Instagram auf dem Laufenden und zeigten immer wieder Einblicke von der beeindruckenden Schnee-Landschaft der Eidgenossen. Zwei DSV-Skifahrer hatten neben ihrer liebsten Beschäftigung auch ein kritisches und weinendes Auge auf das Naturschauspiel.
Ski-Dilemma in Zermatt/Schweiz: Wintersportler müssen teils ihre Zelte abbrechen
Dominik Schwaiger und Manu Schmid sagten Zermatt „Bye Bye“, machten aber vorher nochmal sauber. Schwaiger filmte die schmelzenden Schneeberge und setzte ein „die armen Gletscher“ darunter. Bei den Olympischen Spielen in Peking postete die Österreicherin Tamara Tippler ein ähnlich beeindruckendes, aber zugleich schockierendes Bild der Natur.
Das Schweizer Ski-Team musste ihre Vorbereitung auf dem von ihnen angepeilten Gletscher sogar abbrechen, wie das Portal Blick berichtet. Die Hitze, die in Europa mit Waldbränden ihre Auswirkungen zeigt, ist auch für die Abreise der Schweizer verantwortlich. „Es war schon in der letzten Woche weit weg von dem, was wir für den Winter brauchen“, sagte Eidgenosse Justin Murisier dem Portal.
Skifahren selbst auf 4000 Metern im europäischen Hitze-Sommer nicht möglich
Wie das Portal berichtet, stieg die Temperatur erstmals seit den Aufzeichnungen bei 5184 Metern über die Null-Grad-Grenze. Auf knapp 4000 Metern war es durch Regen mit schlechten Bedingungen auch fragwürdig. Kein Wunder, dass Schwaiger und Schmid den Gletschern hinterhertrauern - und um gegen weitere Klima-Schäden anzukämpfen, sammelten sie sogar Müll aus der Liftspur. Das Ergebnis posteten sie auf Instagram. Die Deutschen brachten ihr Trainingslager planungsgemäß Ende Juli zu Ende.
Für die europäischen Ski-Cracks geht es jetzt nach Südamerika. In Chile und Argentinien verbringt der DSV den August. Die Schweizer wollten erst Ende August einmal um die Welt reisen, und suchen jetzt nach Alternativen. (ank)


