Nächster herber Rückschlag

Ski-Star muss Olympia nach gravierender Verletzung absagen

Ein Ski-Star erleidet abermals einen Kreuzbandriss und muss Olympia absagen. Der Traum von Mailand und Cortina d'Ampezzo ist damit geplatzt.

Sölden – Ein schwerer Rückschlag für die slowenische Skirennläuferin Andreja Slokar: Während eines Trainings in Sölden zog sich die 28-Jährige einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Durch die Verletzung ist ihr Traum von der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo im kommenden Februar geplatzt.

Andreja Slokar hat sich schwer verletzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Slokar mit einer solch schweren Verletzung zu kämpfen hat. Bereits in der Saison 2022/23 verpasste sie aufgrund eines Kreuzbandrisses am linken Knie die Wettkämpfe. Auf Instagram teilte Slokar jetzt ein Foto, das sie in einem Krankenhausbett zeigt. Ihr rechtes Bein ist ausgestreckt und mit einem großen weißen Pflaster bedeckt. Trotz der ernsten Lage lächelt sie in die Kamera und gibt sich kämpferisch.

Schlimme Verletzung beendet Olympia-Traum von Ski-Star

Zwar schreibt Slokar, dass es natürlich weh tut, jedoch fügt sie hinzu, dass sie die beste Zeit hatte und zu diesen Momenten zurückkehren möchte. Sie zeigt sich entschlossen, ein weiteres Comeback zu starten: „Ich denke, wir müssen dieses Comeback-Ding nochmal versuchen, oder?“ Nach ihrem letzten Kreuzbandriss kam die Slowenin eindrucksvoll zurück, ob das auch ein weiteres Mal gelingt, wird sich erst in einigen Monaten zeigen.

Die Unterstützung aus der Skifahrer-Community ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten. US-Ski-Star Mikaela Shiffrin kommentierte mit zwei Herzen, während die Österreicherin Katharina Liensberger ihr eine „Gute Besserung“ wünschte. Auch die deutsche Skirennfahrerin Emma Aicher und die Schwedin Anna Swenn-Larsson drückten ihr Mitgefühl aus.

„Wilde Hilde“, zwei Männer und drei Kinder: Ski-Ikone Hilde Gerg überwand schweren Schicksalsschlag

Hilde Gerg wuchs gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder Hans-Jörg in Lenggries in Oberbayern auf.
Mathilde „Hilde“ Gerg wuchs gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder Hans-Jörg in Lenggries in Oberbayern auf. © imago sportfoto
Gergs Eltern betrieben dort auf 1497 Meter Höhe die Tolzer Hütte.
Gergs Eltern betrieben dort auf 1497 Meter Höhe die Tölzer Hütte.  © imago sportfoto
Dass sie eine große Karriere als Skirennläuferin hinlegen würde, zeichnete sich bereits früh ab.
Dass sie eine große Karriere als Skirennläuferin hinlegen würde, zeichnete sich bereits früh ab.  © imago sportfotodienst
Bereits mit zwei Jahren stand Gerg das erste Mal auf Skiern.
Bereits mit zwei Jahren stand Gerg, die später den Spitznamen „wilde Hilde“ erhielt, das erste Mal auf Skiern. (Symbolbild) © Imago
Ihre Profi-Karriere begann Gerg im Sportinternat in Berchtesgaden, wo sie den Großteil ihrer Jugend verbrachte.
Ihre Profi-Karriere begann Gerg im Sportinternat in Berchtesgaden, wo sie den Großteil ihrer Jugend verbrachte.  © imago sportfotodienst
2018 verliebte Gerg sich dann in ihren Trainer Wolfgang Graßl.
Mit 18 verliebte Gerg sich dann in ihren Trainer Wolfgang Graßl.  © imago sportfoto
„Für mich war das ja irgendwo Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich Gerg zurück. Ihre Beziehung mussten sie allerdings lange geheim halten, bis sie im Jahr 2000 heirateten.
„Für mich war das ja irgendwo Liebe auf den ersten Blick“, erinnert sich Gerg zurück. Ihre Beziehung mussten sie allerdings lange geheim halten, bis sie im Jahr 2000 heirateten.  © imago sportfoto
Sportlich befand Gerg sich währenddessen auf der Überholspur. Ihren ersten Weltcup-Sieg holte Gerg 1994 in der Sierra Nevada.
Sportlich befand Gerg sich währenddessen längst auf der Überholspur. Ihren ersten Weltcup-Sieg holte sie 1994 in der Sierra Nevada.  © Imago
1994 war Gerg im Alter von 18 Jahren erstmals bei Olympia dabei. Im Riesenslalom lag sie nach Lauf 1 auf Platz 2, schied dann aber aus.
1994 war Gerg im Alter von 18 Jahren erstmals bei Olympia dabei. Im Riesenslalom lag sie nach Lauf 1 auf Platz 2, schied dann aber aus.  © Imago
Es folgten unter anderem zwei Bronzemedaillen im Super-G und in der Kombination …
Es folgten unter anderem zwei Bronzemedaillen im Super-G und in der Kombination… © WEREK Pressebildagentur via www.imago-images.de
Und der größte Erfolg ihrer Karriere: Gold im Slalom bei den Olympischen Spielen von Nagano 1998.
Und der größte Erfolg ihrer Karriere: Gold im Slalom bei den Olympischen Spielen von Nagano 1998.  © Imago
Zudem triumphierte Gerg bei denselben Olympischen Spielen auch in der Kombination und sicherte sich die Bronze-Medaille.
Zudem triumphierte Gerg bei denselben Olympischen Spielen auch in der Kombination und sicherte sich die Bronze-Medaille.  © via www.imago-images.de
Gemeinsam mit Siegerin Katja Seizinger (Mitte) und der Zweitplatzierten Martina Ertl (li.) feierte Gerg den dreifachen Triumph der deutschen Alpinen.
Gemeinsam mit Siegerin Katja Seizinger (Mitte) und der Zweitplatzierten Martina Ertl (li.) feierte Gerg den dreifachen Triumph der deutschen Alpinen.  © imago sportfoto
Auch nach dem Karriere-Highlight lief es für Gerg. Sie staubte weitere Medaillen ab, gewann zum Beispiel bei der Skilauf WM 2001 Bronze.
Auch nach dem Karriere-Highlight lief es für Gerg. Sie staubte weitere Medaillen ab, gewann zum Beispiel bei der Ski-WM 2001 Bronze.  © Imago
2002 durfte Gerg das deutsche Team als Fahnenträgerin bei den Olympischen Winterspielen anführen
2002 durfte Gerg das deutsche Team als Fahnenträgerin bei den Olympischen Winterspielen anführen. © Imago
Doch mit zunehmendem Alter wurden auch die Verletzungssorgen bei Gerg immer größer.
Doch mit zunehmendem Alter wurden auch die Verletzungssorgen bei Gerg immer größer.  © Imago
In ihrer langen und erfolgreichen Karriere zog Gerg sich unter anderem einen Kreuzbandriss und eine Wadenbeinverletzung zu.
In ihrer langen und erfolgreichen Karriere zog Gerg sich unter anderem einen Kreuzbandriss und eine Wadenbeinverletzung zu. © Imago
2005 folgte mit einer weiteren, weitaus schlimmeren Knieverletzung dann der wohl größte Schock ihrer sportlichen Laufbahn.
2005 folgte mit einer weiteren, weitaus schlimmeren Knieverletzung dann der wohl größte Schock ihrer sportlichen Laufbahn.  © Imago
Die Verletzung war so schwerwiegend, dass ein weiteres Comeback nicht sinnvoll gewesen wäre.
Die Verletzung war so schwerwiegend, dass ein weiteres Comeback nicht sinnvoll gewesen wäre.  © imago sportfotodienst
Unter Tränen verkündete Gerg im November 2005 schließlich gezwungenermaßen ihr Karriereende, welches eigentlich erst nach Olympia 2006 stattfinden sollte.
Unter Tränen verkündete Gerg im November 2005 schließlich gezwungenermaßen ihr Karriereende, welches eigentlich erst nach Olympia 2006 stattfinden sollte.  © Imago
Weitaus schlimmer dürfte allerdings der Verlust ihres Mannes Wolfang Graßl gewesen sein. Graßl starb 2010 plötzlich an einem Aortenabriss.
Weitaus schlimmer dürfte allerdings der Verlust ihres Mannes Wolfang Graßl gewesen sein. Dieser starb 2010 plötzlich an einem Aortenabriss.  © Imago
Hilde Gerg mit ihrem Mann Wolfgang Graßl sowie den Kindern Anna und Wolfgang.
Gerg und Graßl haben zwei gemeinsame Kinder, Anna und Wolfgang.  © fkn
Ski-Legende Hilde Gerg ist in zweiter Ehe mit Marcus Hirschbiel verheiratet.
Nach mehreren Jahren der Trauer heiratete Gerg 2013 ein zweites Mal – den Physiotherapeuten Marcus Hirschbiel. 2015 wird sie noch einmal Mutter. © imago sportfotodienst
Ski-Legende Martina Ertl neben Hilde Gerg.
Auch nach ihrer Karriere bleibt Gerg dem Skisport verbunden und engagiert sich unter anderem für den Nachwuchs.  © imago sportfotodienst
Zudem war Gerg TV-Expertin und Co-Kommentatorin und war des Öfteren in Fernsehsendungen zu Gast.
Zudem war Gerg TV-Expertin und Co-Kommentatorin und des Öfteren in Fernsehsendungen zu Gast.  © Eventpress MP via www.imago-images.de
2021 wird Gerg schließlich für ihre Leistungen ausgezeichnet und in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.
2021 wird Gerg schließlich für ihre Leistungen ausgezeichnet und in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. © IMAGO

Slokar hat in ihrer Karriere bereits mehrere Weltcup-Rennen bestritten – und mehrere davon gewonnen. Sie triumphierte unter anderem beim Parallel-Riesenslalom in Lech/Zürs im Jahr 2021 oder ein Jahr später im Slalom in Frankreich. Bei den Weltmeisterschaften 2021 erreichte sie den fünften Platz im Slalom, und bei den jüngsten Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach belegte sie den sechsten Platz im Slalom. (dwe)

Rubriklistenbild: © IMAGO/DANIEL STILLER

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