Olympia in Gefahr?

Ski-Superstar muss mit Hubschrauber in Klinik – und erhält schlimme Diagnose

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Federica Brignone erleidet einen schweren Sturz beim Riesenslalom in Val di Fassa und muss per Helikopter evakuiert werden.

Val di Fassa – Ein schwerer Sturz von Ski-Superstar Federica Brignone hat die italienischen Meisterschaften im Riesenslalom überschattet. Sofort wurde medizinische Hilfe herbeigerufen und die 34-Jährige noch an der Unfallstelle versorgt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde sie per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Ski-Superstar zieht sich schwere Verletzungen zu

Der Unfall ereignete sich während des zweiten Laufs. Brignone, die erst vor wenigen Tagen den alpinen Gesamtweltcup gewonnen hatte, fuhr mit hoher Geschwindigkeit in ein Tor, verlor die Balance und überschlug sich mehrmals. Die dramatischen Szenen wurden von Kameras eingefangen und ließen Schlimmes befürchten.

Nach der Erstversorgung wurde Brignone in ein Krankenhaus in Trient gebracht, wo eine Computertomographie durchgeführt wurde. Die Diagnose des italienischen Wintersportverbands FISI bestätigte die schlimmsten Befürchtungen: eine „Mehrfragmentfraktur des Schienbeinkopfes und des Wadenbeinkopfes des linken Beines.“ Diese Verletzungen sind nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern könnten auch das Ende ihrer Karriere bedeuten, insbesondere mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo im nächsten Jahr.

Ski-Star Federica Brignone ist bei den italienischen Meisterschaften schwer gestürzt.

Brignone, die in der vergangenen Saison den Weltcup dominiert hatte, feierte mit zehn Siegen große Erfolge und sicherte sich die große Kristallkugel sowie Siege in der Abfahrts- und Riesenslalom-Wertung. Bei der Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm gewann sie Gold im Riesenslalom und Silber im Super-G. Diese Erfolge unterstreichen die Tragweite ihrer Verletzung für den italienischen Skisport.

Weitere Untersuchungen und Operation bei Ski-Superstar geplant

Nach der Diagnose wurde beschlossen, Brignone in das Krankenhaus „La Madonnina“ in Mailand zu verlegen, wo weitere Untersuchungen stattfinden sollen. Die medizinische Abteilung plant auch den notwendigen chirurgischen Eingriff, um die komplexen Frakturen zu behandeln.

Diese Wintersport-Stars haben 2025 ihre Karriere beendet

„Mein Bauchgefühl sagt mir: Es ist der richtige Zeitpunkt. Es fühlt sich gut an“, so begründet Markus Eisenbichler seinen Rücktritt. Der Einzelweltmeister von Seefeld 2019 gehörte zu den Spaßvögeln im Team und konnte immer wieder glänzen. Zuletzt verlor er jedoch den Anschluss.
„Mein Bauchgefühl sagt mir: Es ist der richtige Zeitpunkt. Es fühlt sich gut an“, so begründet Markus Eisenbichler seinen Rücktritt. Der Einzelweltmeister von Seefeld 2019 gehörte zu den Spaßvögeln im Team und konnte immer wieder glänzen. Zuletzt verlor er jedoch den Anschluss. © IMAGO/Ulrich Wagner
Auch Stephan Leyhe wird bald nicht mehr von der Schanze springen. Das größte Erfolgserlebnis seiner Karriere war der Weltcup-Sieg auf der Heimschanze in Willingen. Ansonsten konnten die Deutschen sich vor allem in den Team-Wettbewerben auf Leyhe verlassen.
Auch Stephan Leyhe wird bald nicht mehr von der Schanze springen. Das größte Erfolgserlebnis seiner Karriere war der Weltcup-Sieg auf der Heimschanze in Willingen 2020. Ansonsten konnten die Deutschen sich vor allem in den Team-Wettbewerben auf Leyhe verlassen. © Jan Huebner/Reichert via www.imago-images.de
Michael Hayböck gehörte jahrelang zu den Top-Athleten im Skisprung-Zirkus. Ein großer Erfolg blieb im allerdings verwehrt: In der Saison 14/15 schrammte er mit Platz zwei nur knapp am Sieg der Vierschanzentournee vorbei. Seit ein paar Jahren konnte Hayböck allerdings nicht mehr mithalten.
Michael Hayböck gehörte jahrelang zu den Top-Athleten im Skisprung-Zirkus. Ein großer Erfolg blieb im allerdings verwehrt: In der Saison 14/15 schrammte er mit Platz zwei nur knapp am Sieg der Vierschanzentournee vorbei. Seit ein paar Jahren konnte Hayböck allerdings nicht mehr mithalten. © IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner
Claudia Pechstein ist eine echte Legende des deutschen Wintersports. Die fünfmalige Olympiasiegerin und sechsmalige Weltmeisterin machte mit ihrer Doping-Sperre 2009 allerdings auch negative Schlagzeilen. Mit stolzen 53 Jahren beendet sie nun endgültig ihre erfolgreiche Karriere.
Claudia Pechstein ist eine echte Legende des deutschen Wintersports. Die fünfmalige Olympiasiegerin und sechsmalige Weltmeisterin machte mit ihrer Doping-Sperre 2009 allerdings auch negative Schlagzeilen. Mit stolzen 53 Jahren beendet sie nun endgültig ihre erfolgreiche Karriere. © IMAGO
Jeder Biathlon-Fan kann sich noch an seine sensationellen Duelle mit Martin Fourcade erinnern. Johannes Thingnes Bö dominierte spätestens nach dem Karriereende des Franzosen die Biathlon-Welt nach Belieben. Bei der WM 2025 in Lenzerheide stieg er mit drei Goldmedaillen zum alleinigen Rekordweltmeister auf – was für einer Karriere.
Jeder Biathlon-Fan kann sich noch an seine sensationellen Duelle mit Martin Fourcade erinnern. Johannes Thingnes Bö dominierte spätestens nach dem Karriereende des Franzosen die Biathlon-Welt nach Belieben. Bei der WM 2025 in Lenzerheide stieg er mit drei Goldmedaillen zum alleinigen Rekordweltmeister auf – was für eine Karriere. © IMAGO/Pierre Teyssot
Auch der Bruder vom Biathlon-Dominator hört auf. Tarjei Bös Karriere-Erfolge würden wahrscheinlich noch mehr Anerkennung finden, wenn sein Bruder ihm nicht immer wieder die Show gestohlen hätte. Er war Gesamtweltcupsieger, dreifacher Olympiasieger im Team und sammelte zwölf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften.
Auch der Bruder vom Biathlon-Dominator hört auf. Tarjei Bös Karriere-Erfolge würden wahrscheinlich noch mehr Anerkennung finden, wenn sein Bruder ihm nicht immer wieder die Show gestohlen hätte. Er war Gesamtweltcupsieger, dreifacher Olympiasieger im Team und sammelte zwölf Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften. Selten gab es ein erfolgreicheres Geschwister-Duo im Wintersport. © IMAGO/Pierre Teyssot
Im Januar 2025 erklärte Chloé Chevalier völlig überraschend ihren Rücktritt vom Biathlon mitten in der Saison. Auf die Französin war vor allem in den Staffel-Rennen immer wieder Verlass, ihr größter Einzelerfolg war der zweite Platz in Antholz im Jahr 2023.
Im Januar 2025 erklärte Chloé Chevalier völlig überraschend ihren Rücktritt vom Biathlon mitten in der Saison. Auf die Französin war vor allem in den Staffel-Rennen immer wieder Verlass, ihr größter Einzelerfolg war der zweite Platz in Antholz im Jahr 2023. © IMAGO/Harald Deubert
Für Tilda Johansson endete die Karriere ebenso mitten in der Saison. Die erst 25-Jährige fand einfach nicht mehr die Motivation. Aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse verabschiedete sie sich vom Leistungssport.
Für Tilda Johansson endete die Karriere ebenso mitten in der Saison. Die erst 25-Jährige Biathletin fand einfach nicht mehr die Motivation. Aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse verabschiedete sie sich vom Leistungssport. © IMAGO/MATHIAS BERGELD
Noch jünger, erst 23, ist Maren Bakken. Vor wenigen Tagen erklärte die ehemalige Juniorenweltmeisterin völlig überraschend, dass sie zurücktritt. Über ihre Beweggründe ist allerdings noch nichts bekannt. Der norwegische Biathlon-Sport verliert ein großes Talent.
Noch jünger, erst 23, ist Maren Bakken. Vor wenigen Tagen erklärte die ehemalige Juniorenweltmeisterin völlig überraschend, dass sie zurücktritt. Über ihre Beweggründe ist allerdings noch nichts bekannt. Der norwegische Biathlon-Sport verliert ein großes Talent. © IMAGO/Harald Deubert
Der erfolgreichste Kombinierer hört auf. 78 Weltcupsiege, 12 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, nur der Olympia-Traum blieb ihm, vor allem wegen einer Corona-Erkrankung und der anschließenden Quarantäne in Peking 2022, verwehrt. Morbus Crohn macht es dem 27-Jährigen unmöglich, seine Karriere fortzuführen.
Der erfolgreichste Kombinierer hört auf. 78 Weltcupsiege, 12 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, nur der Olympia-Traum blieb ihm, vor allem wegen einer Corona-Erkrankung und der anschließenden Quarantäne in Peking 2022, verwehrt. Morbus Crohn macht es dem 27-Jährigen unmöglich, seine Karriere fortzuführen. © IMAGO/Amanda Pedersen Giske
Svenja Würth war eine echte Allrounderin. Ihre Karriere begann sie beim Skispringen und wurde 2017 Weltmeisterin im Mixed-Team-Wettbewerb. 2020 wechselte sie zur Nordischen Kombination, konnte mit den Top-Athletinnen allerdings selten mithalten. Jetzt beendet sie ihre Karriere.
Svenja Würth war eine echte Allrounderin. Ihre Karriere begann sie beim Skispringen und wurde 2017 Weltmeisterin im Mixed-Team-Wettbewerb. 2020 wechselte sie zur Nordischen Kombination, konnte mit den Top-Athletinnen allerdings selten mithalten. Jetzt beendet sie ihre Karriere. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Dominik Schwaiger hat den Speed geliebt. Zwar war der Skirennfahrer eher einer der unscheinbareren deutschen Wintersportler, trotzdem konnte er, wie beim 5. Platz in der Abfahrt von Bormio 2021, immer wieder für Achtungserfolge sorgen. Doch jetzt zwingt ihn sein Rücken zum Karriereende.
Dominik Schwaiger hat den Speed geliebt. Zwar war der Skirennfahrer eher einer der unscheinbareren deutschen Wintersportler, trotzdem konnte er, wie beim 5. Platz in der Abfahrt von Bormio 2021, immer wieder für Achtungserfolge sorgen. Doch jetzt zwingt ihn sein Rücken zum Karriereende. © IMAGO/GEPA pictures/ Mario Buehner
Stefano Gross gehörte zu den Slalom-Spezialisten im Ski-Alpin. Elfmal stand er auf dem Podium, 2011 gewann er auf dem Adelboden und schlug sogar Marcel Hirscher. Mit 38 Jahren beendet er nun seine Laufbahn.
Stefano Gross gehörte zu den Slalom-Spezialisten im Ski-Alpin. Elfmal stand er auf dem Podium, 2011 gewann er auf dem Adelboden und schlug sogar Marcel Hirscher. Mit 38 Jahren beendet er nun seine Laufbahn. © IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun
Tamara Tippler reicht es. „Es ist geduldet, dass ich da bin, aber nicht erwünscht“, sagte die Österreicherin und warf dem eigenen Verband vor, sie nicht zu unterstützen. Neunmal stand sie auf dem Podium beim Super-G, einen Sieg konnte sie allerdings nie feiern.
Tamara Tippler reicht es. „Es ist geduldet, dass ich da bin, aber nicht erwünscht“, sagte die Österreicherin und warf dem eigenen Verband vor, sie nicht zu unterstützen. Neunmal stand sie auf dem Podium beim Super-G, einen Sieg konnte sie allerdings nie feiern. © IMAGO/GEPA pictures/ Wolfgang Grebien
„Das Beste kommt noch. Ich hab dich lieb“, schrieb die legendäre Mikaela Shiffrin unter einen Post von Allie Resnick. Bei Instagram verkündete die erst 23-Jährige ihren Rücktritt. Aufgrund einer weiteren Knieverletzung muss sie ihre Karriere beenden.
„Das Beste kommt noch. Ich hab dich lieb“, schrieb die legendäre Mikaela Shiffrin unter einen Post von Allie Resnick. Bei Instagram verkündete die erst 23-Jährige ihren Rücktritt. Aufgrund einer weiteren Knieverletzung muss sie ihre Karriere beenden. © IMAGO/GEPA pictures/ Matic Klansek
Reto Schmidiger gehörte im Ski-Alpin nie zur absoluten Weltspitze, trotzdem kann er sich auf die Fahne schreiben, dass Dominator Marco Odermatt früher zu ihm aufgeschaut hat. Mittlerweile hinkt der Schweizer allerdings so weit hinterher, sodass er sich entschieden hat, seine Laufbahn zu beenden.
Reto Schmidiger gehörte im Ski-Alpin nie zur absoluten Weltspitze, trotzdem kann er sich auf die Fahne schreiben, dass Dominator Marco Odermatt früher zu ihm aufgeschaut hat. Mittlerweile hinkt der Schweizer allerdings so weit hinterher, sodass er sich entschieden hat, seine Laufbahn zu beenden. © GEPA pictures/ Patrick Steiner via www.imago-images.de
64 Weltcuprennen bestritt Elena Stoffel, jetzt hat die Schweizerin ihre Karriere beendet. Seit 2015 war sie im Weltcup dabei. Ein Top-Ten Ergebnis konnte Stoffel in ihrer Karriere allerdings nicht erreichen.
64 Weltcuprennen bestritt Elena Stoffel, jetzt hat die Schweizerin ihre Karriere beendet. Seit 2015 war sie im Weltcup dabei. Ein Top-Ten-Ergebnis konnte Stoffel in ihrer Karriere allerdings nicht erreichen. © IMAGO/GEPA pictures/ Matic Klansek
Yannick Chabloz stürzte 2022 bei der Abfahrt in Bormio und kam danach nie wieder richtig zurück. Jetzt musste der 25-jährige Schweizer einen Schlussstrich ziehen und ist seit Dezember nicht mehr Teil des Alpinen-Rennsports.
Yannick Chabloz stürzte 2022 bei der Abfahrt in Bormio und kam danach nie wieder richtig zurück. Jetzt musste der 25-jährige Schweizer einen Schlussstrich ziehen und ist seit Dezember nicht mehr Teil des Alpinen-Rennsports. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner

Die Verletzung von Brignone ist ein herber Rückschlag für den italienischen Skisport, der große Hoffnungen auf sie bei den kommenden Olympischen Spielen setzte. Es bleibt abzuwarten, wie sich ihre Genesung entwickelt und ob sie in der Lage sein wird, auf die Piste zurückzukehren. Die gesamte Skiwelt hofft auf eine schnelle und vollständige Genesung der beliebten Athletin. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Bildagentur Monn / Intagram/federicabrignone

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