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Lara Gut-Behrami erleidet beim Training in Copper Mountain einen schweren Sturz. Die Diagnose könnte ihre beeindruckende Karriere beenden.
Copper Mountain – Ein schwerer Sturz beim Training in Copper Mountain hat für die Skirennläuferin Lara Gut-Behrami möglicherweise dramatische Folgen. Die 34-jährige Tessinerin erlitt bei dem Unfall Verletzungen, die das Ende ihrer glanzvollen Karriere einläuten könnten. Erste Berichte deuten auf eine Gehirnerschütterung hin, zudem besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden.
Die genauen Umstände des Sturzes waren denkbar ungünstig: Schlechte Sichtverhältnisse führten dazu, dass Gut-Behrami einem Tor zu nahe kam und mit der Hand daran hängenblieb. Eine darauf folgende Bodenwelle überraschte die erfahrene Skirennläuferin, was schließlich zum fatalen Sturz führte, wie der Schweizer Blick berichtet. Diese Kombination aus unglücklichen Faktoren könnte nun das vorzeitige Ende ihrer Karriere bedeuten, zumal Gut-Behrami ohnehin geplant hatte, nach dieser Saison zurückzutreten.
Schwerer Sturz von Ski-Superstar
Gut-Behrami wird zur weiteren Untersuchung in die Schweiz zurückkehren, um das genaue Ausmaß der Verletzungen festzustellen. Sollte sich der Verdacht auf eine schwere Knieverletzung bestätigen, wäre dies ein herber Schlag für die Skisportwelt. Die Olympiasiegerin und zweifache Gesamtweltcupsiegerin hat in ihrer Karriere nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Mit 48 Weltcupsiegen ist sie die zweitbeste Schweizer Skifahrerin hinter Vreni Schneider.
Das Training in Copper Mountain ist von besonderer Bedeutung, da es eine wichtige Vorbereitung für die kommende Saison darstellt. Zahlreiche Teams nutzen die Gelegenheit, um für die bevorstehenden Rennen zu trainieren. Für Gut-Behrami könnte dieser Trainingssturz jedoch das endgültige Aus bedeuten. Nach einem Kreuzbandriss im Jahr 2017 hatte sie betont, sich keinesfalls noch einmal schwer verletzen zu wollen.
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Präsident Robert Reisinger von Swiss Ski äußerte sich besorgt über den Vorfall und betonte die Wichtigkeit, Gut-Behramis gesundheitliche Situation genau zu prüfen. Interimscoach Günther Gorenzel, der ebenfalls mit der Situation konfrontiert ist, betonte: „Wir müssen das Beste hoffen und abwarten, was die Untersuchungen ergeben.“
Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu klären, ob Lara Gut-Behrami ihre erfolgreiche Karriere fortsetzen kann oder ob sie gezwungen ist, ihre Skier deutlich früher als geplant an den Nagel zu hängen. Die Skiwelt hält den Atem an und hofft auf eine positive Nachricht aus der Schweiz. (smr)
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