Ski-WM in Méribel

„Endlich“: Selbst Söder freut sich über deutsches Überraschungs-Gold bei Ski-WM

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Endlich! Deutschland holt das erste Gold bei der Ski-WM in Méribel. Alexander Schmid siegte im Parallelwettbewerb.

Update vom 14. Februar, 15.50 Uhr: Weltmeister Alex Schmid hat seine Goldmedaille auch einem ganz besonderen, von Verletzungen geplagten Familienmitglied gewidmet. „Ich habe an meinen Bruder denken müssen, der immer noch verletzt ist“, sagte der Allgäuer am Mittwoch nach seinem Weltmeistertitel im Parallelrennen in Frankreich. Der Technik-Spezialist wisse nicht, ob sein Bruder Manuel überhaupt noch einmal die Chance haben werde, an einer WM teilzunehmen.

Im März 2021 hatte Speedfahrer Manuel Schmid sein bislang letztes Weltcup-Rennen bestritten. Zuerst hatte der 30-Jährige nach einem Trainingssturz die komplette Olympia-Saison im vergangenen Jahr verpasst. Dann stürzte er im Sommer 2022 erneut und brach sich die Hand. Wann und ob der Hochgeschwindigkeitsfahrer in den Alpin-Zirkus zurückkehren kann, ist unklar.

Schon sein bislang einziges Weltcup-Podest im Riesenslalom hatte Alexander Schmid im Dezember 2021 seinem Bruder gewidmet.

Ski-WM: Überraschungs-Gold für DSV – Schmid holt Gold im Parallelslalom

Erstmeldung, 14. Februar, 13.45 Uhr:

Méribel - Der deutsche Skirennfahrer Alexander Schmid hat bei den Weltmeisterschaften in Frankreich Gold im Parallelwettbewerb gewonnen.

Im Finale in Méribel besiegte der 28-Jährige am Mittwoch Dominik Raschner. Schmid setzte sich im Finale gegen den Österreicher Dominik Raschner durch und sicherte dem Deutschen Skiverband (DSV) die erste Medaille bei den Titelkämpfen in Frankreich. Es war der erste deutsche WM-Sieg seit zehn Jahren. 2013 hatte Maria Höfl-Riesch in der Kombination triumphiert.

Deutsches Überraschungs-Gold bei Ski-WM: Selbst Söder gratuliert Schmid

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Skirennfahrer Schmid zu dessen Goldmedaille bei den alpinen Weltmeisterschaften in Frankreich gratuliert. „Herzliche Gratulation an Alexander Schmid aus Oberstdorf im Allgäu!“, schrieb Söder am Mittwoch bei Twitter. „Endlich nach sehr langer Zeit wieder eine Goldmedaille für das deutsche Team bei einer alpinen Ski-WM. Tolle Leistung!“ Dazu verlinkte der 56-Jährige auch den DSV.

Schmid schaltete auf seinem Weg zum Titel Filippo della Vite (Italien), Zan Kranjec (Slowenien) und den Norweger Timon Haugan aus. Bei der WM 2021 hatte er sich noch mit dem vierten Platz begnügen müssen. Der Erfolg dürfte Schmid auch Rückenwind für den Riesenslalom am Freitag geben. Bronze bei den Männern ging an den Norweger Timon Haugan.

Markus Söder gratulierte Weltmeister Alexander Schmid (l.) via Twitter.

Ski-WM: Dürr und Strasser scheitern schon früh

Weltmeisterin wurde die Norwegerin Marie Therese Tviberg durch einen Sieg im Finale gegen die Schweizerin Wendy Holdener. Platz drei ging an Thea Louise Stjernesund (Norwegen).

Für Lena Dürr (Germering) war im Viertelfinale gegen Tviberg Schluss, Linus Straßer (München) scheiterte bereits in der ersten Runde. Dürr kann sich nun vor allem auf den Slalom am Samstag konzentrieren, in dem die 31-Jährige zu den Medaillenkandidatinnen gehört.

Slalom-Spezialist Straßer hatte sich im Achtelfinale dem Italiener Luca de Aliprandini geschlagen geben müssen. Andrea Filser (Wildsteig), Fabian Gratz (Altenau) und Sebastian Holzmann (Oberstdorf) konnten sich für die Finalläufe nicht qualifizieren. (smk/sid/dpa)

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