VonAdrian Rehlingschließen
Das gemeinsame Startelf-Comeback von einem Ex-Stuttgarter und einem Ex-Münchner bei Real Madrid geht mächtig daneben. Sie sind mitverantwortlich an der Pleite.
Madrid – Zum ersten Mal seit Dezember 2023 spielten sie wieder gemeinsam nebeneinander. Und das direkt in der Schaltzentrale der Defensive. Doch das Comeback des Innenverteidiger-Blocks David Alaba und Antonio Rüdiger bei Betis Sevilla (1:2) ging mächtig schief.
Der Ex-Star des FC Bayern fiel bekanntlich lange Zeit aus. Nun lief Alaba zum erst zweiten Mal nach seiner Adduktorenverletzung in der Startelf auf. Das Fazit: Niederschmetternd. Und da der deutsche Nationalspieler Rüdiger ebenfalls einen rabenschwarzen Tag erwischte, nahm das Unheil seinen Lauf.
Der ehemalige VfB-Profi war es dann auch, der das finale 1:2 entscheidend in die Wege leitete. Rüdiger verschuldete mit seinem Einsteigen den Foulelfmeter, den Ex-Real-Profi Isco verwandelte. Dementsprechend hart waren die Worte im Anschluss in der spanischen Presse.
Alaba und Rüdiger als „geistesabwesend“ tituliert
Marca: „Geistesabwesend“. Und weiter über Rüdiger: „Am Ende beschmutzte er seine Bilanz mit einem Elfmeter gegen Jesús, bei dem der Betis-Spieler wie ein Veteran und der Deutsche wie ein Neuling aussah.“
AS: „Etwas überhastet beim Elfmeter, obwohl er klar im Nachteil war und es ein Torschuss war. Viel Arbeit und ein Tanzpartner (Alaba), mit dem es, zumindest in dieser Saison, nicht viel Automatismus gibt.“
Mundo Deportivo: „„Ein schwarzer Nachmittag für Real Madrid in Sevilla, das sich wie ein Zuckerwürfel in den Händen von Betis auflöste.“
Real Total: „Man merkte dem Deutschen die fehlende mentale und körperliche Frische an. Zudem merkte man fehlende Automatismen im Zusammenspiel mit dem nicht mehr ganz so spritzigen Alaba.“
Eine (Defensiv-)Krise zur Unzeit bei den Königlichen, die am Dienstag zum Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League den Lokalrivalen Atletico Madrid erwarten. Jenes Team, das mit einem 1:0-Erfolg gegen Athletic Bilbao an Real vorbeizog. Und auch Erzrivale Barcelona eilt davon, ist mit drei Punkten Vorsprung auf Real Madrid Tabellenführer in La Liga. (rele)
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