Berlin 2023 ungeschlagen

FC Bayern vor Union-Knaller: Nagelsmann droht Sperre - langes Gespräch mit Müller

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Am Sonntag steht das Spitzenspiel FC Bayern gegen Union Berlin an. Wer darf in die Startelf? Und welche Taktik fährt Nagelsmann? Ein Überblick.

München - Jetzt geht’s um die Tabellenführung! Nach dem 2:3 vergangene Woche in Mönchengladbach ist der FC Bayern auf Wiedergutmachung aus. Kein leichtes Unterfangen. Denn der Gegner am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) in der Allianz Arena heißt Union Berlin. Die Köpenicker sind Dritter, punktgleich mit den Münchnern - aber im Gegensatz zum strauchelnden Rekordmeister im Jahr 2023 noch ungeschlagen.

„Ein Spitzenspiel in der Bundesliga. Es geht um die Tabellenführung“, betonte Trainer Julian Nagelsmann (35) am Freitag. „Wir haben ein paar Dinge im Training angepasst, um auch das Gewinnen-Wollen und Verlieren-Hassen zu schüren.“ Die tz beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Liga-Gipfel.

FC Bayern gegen Union Berlin: Müller darf erneut in die Startelf

Hofft Bayern auf müde Berliner? Nein. Obwohl Union im Gegensatz zu den Münchnern unter der Woche ranmusste und am Donnerstag mit einem 3:1 gegen Ajax ins Achtelfinale der Europa League eingezogen ist. „Sie hatten ein anstrengendes Spiel, sind aber die englischen Wochen jetzt auch gewöhnt“, so Nagelsmann. „Ihren Fußball werden sie immer auf den Platz bringen: tief verteidigen, sehr kompakt, auf Konter ausgelegt. Am Sonntag werden sie nicht so müde sein, dass das nicht funktioniert.“

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Darf Thomas Müller (33) mal wieder ran? Ja. Der Routinier, der in Paris Ersatzspieler war und gegen Gladbach nach der Roten Karte von Dayot Upamecano (24) früh ausgewechselt wurde, steht am Sonntag in der Startelf beim FC Bayern. „Mit Thomas habe ich lange gesprochen. Dass er nicht glücklich über die Situation ist, ist klar. Aber er ist sehr professionell“, sagte Nagelsmann. Müller sei ein Spieler, der nicht nur an sich denke. Der Coach: „Er ist eine Vertrauensperson von mir. Am Sonntag wird er beginnen. Er hat gut trainiert.“

Kehrt Sadio Mané (30) in den Kader zurück? Ja. Der Senegalese, der Ende 2022 am Wadenbeinköpfchen operiert wurde, ist wieder dabei. „Er ist eine Alternative, die wir gerne wieder dabei haben“, so Nagelsmann. Außenverteidiger Noussair Mazraoui (25/Herzbeutelentzündung) ist noch nicht dabei. Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting (33) hatte zuletzt Nackenprobleme.

Bayerns Spitzenspiel am Sonntag: Die wichtigsten Fragen zum Liga-Gipfel

Wie löst Nagelsmann das Abwehr-Puzzle? Neben Lucas Hernandez (27/Kreuzband) fehlt auch Upamecano (Rot-Sperre). Gut möglich, dass Nagelsmann daher von Dreier- auf Viererkette wechselt.

Bleibt nach Rot gegen Gladbach gesperrt: Bayern-Profi Dayot Upamecano (r).

Müssen die Schiedsrichter vor Nagelsmann zittern? Für seine Schiri-Attacke aufgrund der Roten Karte für Upamecano in Gladbach („weichgespültes Pack“) musste der Trainer 50.000 Euro Strafe zahlen. „Was ich gesagt habe, war falsch“, sagte Nagelsmann. „In der Sache mit der Roten Karte sehe ich mich nach wie vor im Recht. Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, werde ich emotional. Ich bin so.“ In Zukunft wolle er sich „zügeln und meine Emotionen besser kanalisieren, dass ich keine vierte Gelbe bekomme, dass ich nicht gesperrt werde.“

Bekommt Leroy Sané (27) eine Strafe fürs Zuspätkommen? Der Offensiv-Star kam zuletzt regelmäßig zu spät zum Training und verpasste laut Bild auch die Bus-Abfahrt vor der Abreise nach Mönchengladbach. Gab es eine Strafe? „Wir haben das intern besprochen“, meinte Nagelsmann. (pk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Laci Perenyi

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