Gericht spricht Urteil gegen 64-Järhigen

Stalker-Wahnsinn um Ski-Superstar zieht harte Konsequenzen nach sich

  • schließen

Skilanglauf-Weltmeisterin Frida Karlsson aus Schweden wurde monatelang von einem Stalker belästigt. Das Urteil gegen den Mann ist nun gefallen.

Stockholm – Es war ein wahrer Albtraum, den Schwedens Langlauf-Superstar Frida Karlsson durchleben musste: Die 25-Jährige wurde fast anderthalb Jahre lang von einem Mann gestalkt. Ende März startete in Stockholm der Prozess gegen den 64-Jährigen, der nun mit einem Schuldspruch endete – jedoch ohne Gefängnisstrafe.

Stalker von Skilanglauf-Superstar Frida Karlsson zu Bewährungsstrafe verurteilt

Ein Gericht verurteilte den Stalker wegen unrechtmäßiger Verfolgung der dreifachen Weltmeisterin zu einer Bewährungsstrafe und der Zahlung von umgerechnet rund 3.650 Euro Schadenersatz. Mehr als ein Jahr lang habe der Mann auf verschiedenen Wegen versucht, mit der Langlauf-Weltmeisterin in Kontakt zu kommen, ohne jemals eine Antwort erhalten zu haben, erklärte das zuständige Amtsgericht der schwedischen Provinz Ångermanland.

Skilanglauf-Weltmeisterin Frida Karlsson wurde monatelang von einem Stalker belästigt. Jetzt wurde der Mann verurteilt.

Unter anderem habe er Karlsson mehrmals aufgesucht und auch weiterhin den Kontakt gesucht, obwohl ihm ein Kontaktverbot auferlegt worden sei. Diese Kontaktversuche seien so intensiv gewesen und hätten so lange angehalten, dass dies eine Verletzung ihrer Rechte dargestellt habe, urteilte das Gericht. Der nicht vorbestrafte Mann habe nun aber auch beteuert, zu verstehen, dass er nicht noch einmal versuchen dürfe, Kontakt zu Karlsson aufzunehmen.

Mehr als 7.000 Fotos: Stalker belästigte Karlsson fast anderthalb Jahre

Der Mann soll Karlsson im Zeitraum von Oktober 2023 bis Februar 2025 unter anderem Unmengen an Textnachrichten geschickt und sie mehr als 200 Mal angerufen haben. Ende 2024 soll er sich sogar ein Flugticket nach Teneriffa gebucht haben, wo die Sportlerin zu dem Zeitpunkt gerade im Trainingslager war. Er soll gedacht haben, dass er und Karlsson Freunde oder gar ein Liebespaar gewesen seien. Auf seinem Smartphone hatte der Mann demnach mehr als 7.000 Fotos von ihr gespeichert.

Zu Prozessbeginn waren teils beklemmende Nachrichten bekannt geworden, die der Mann an Karlsson schrieb. „Du machst meine Seele weich. Ich denke an dich und relaxe“, hieß es unter anderem von Seiten des Stalkers. Auch bezeichnete er die Schwedin als „Seelenverwandte“ und schrieb in einer anderen Nachricht: „Wenn ich dich sehe, spüre ich, dass ich mich mehr denn je nach dir sehne.“

Karlsson selbst äußerte sich öffentlich zunächst nicht zu dem Urteil. Vor Gericht hatte sie ausgesagt, sich nach diversen Vorfällen überall und sogar zu Hause in ihrer Wohnung in Östersund wegen des Mannes unsicher gefühlt zu haben. (LuHa/dpa)

Rubriklistenbild: © Instagram / fridakarlsson

Kommentare