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Elisabeth Kappaurer muss nach einem Trainingssturz erneut pausieren. Die bittere Diagnose traf sie nur Tage nach ihrem 30. Geburtstag.
Sölden - Nur wenige Tage nach ihrem 30. Geburtstag musste die österreichische Riesentorlaufspezialistin Elisabeth Kappaurer eine bittere Diagnose hinnehmen. Beim Training am Söldener Gletscher stürzte sie schwer und erlitt eine Knorpelfraktur im linken Knie.
Ski-Ass muss nach Sturz operiert werden
Diese Verletzung erfordert eine Operation, die von Dr. Christian Fink durchgeführt wird, wie die österreichische Kronenzeitung berichtet. Für die Vorarlbergerin bedeutet dies eine erneute Zwangspause und das Verpassen des Weltcup-Auftakts in Sölden.
Die Karriere von Kappaurer ist geprägt von Höhen und Tiefen, insbesondere durch wiederholte Verletzungen. Bereits 2015 begann ihre Leidensgeschichte mit einem Knorpelschaden im rechten Knie. Ein schwerer Sturz im September 2018 beim Gletschertraining in Saas-Fee führte zu einem Bruch des linken Schien- und Wadenbeins. Nach einem Jahr Pause kehrte sie zurück, nur um in Ushuaia erneut schwer zu stürzen und komplizierte Frakturen zu erleiden. Diese Vorfälle führten zu zahlreichen Operationen und einer langen Rehabilitationsphase.
Trotz dieser Rückschläge gelang Kappaurer im Januar 2022 ein bemerkenswertes Comeback beim Weltcup in Kranjska Gora. In der Saison 2022/23 sicherte sie sich den zweiten Platz in der Riesentorlauf-Europacupgesamtwertung und ein fixes Weltcupticket für die folgende Saison. Nach einem schmerzfreien Sommer war sie bereit, ihre Leistungen beim Weltcupauftakt in Sölden zu bestätigen.
Ski-Star plant Comeback nach schwerer Verletzung
Doch nun wirft sie der erneute Sturz zurück. „Es hat mir den Ski ‚gefressen‘ und ich bin Kopf voraus abgeflogen“, beschreibt Kappaurer den Unfall. Die MRT-Untersuchung ergab eine Knorpelfraktur, die arthroskopisch behandelt werden muss. „Es war eine Achterbahn der Gefühle“, gesteht sie, aber es gibt auch eine positive Nachricht: „Das Kreuzband ist ganz, schaut sogar recht gut aus!“
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Trotz der erneuten Verletzung zeigt sich Kappaurer entschlossen, schnell in die Rehabilitation einzusteigen. „Ich habe natürlich sofort bemerkt, dass etwas nicht stimmt, und es war eine Achterbahn der Gefühle. Natürlich fragt man sich, warum erneut ein Rückschlag passieren muss“, sagt sie. Doch sie bleibt optimistisch: „Zum Glück gelingt mir das ganz gut. Nach der OP kann ich zeitnah mit der Reha beginnen, und wenn alles nach Wunsch verläuft, wäre es mein Ziel, Ende November in Killington wieder dabei zu sein.“
Ebenfalls schwer verletzt hat sich die US-amerikanische Skifahrerin Storm Klomhaus. (smr)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Bildbyran / Instagram/elisabeth_kappaurer

