Franziska Preuß erlebt einen turbulenten Start in die Olympia-Saison. Eine Corona-Infektion zwingt sie momentan zum Zuschauen – aber wie lange noch?
Ruhpolding – Die neue Weltcup-Saison hat gerade erst begonnen, da muss die beste Athletin des vergangenen Winters schon wieder pausieren. Franziska Preuß reiste vorzeitig aus Östersund ab, am Montag verriet sie ihren Fans, was zur verfrühten Heimreise führte. Influenza sowie Corona, so Preuß, hätten sie voll im Griff. Ein Datum für die Rückkehr? Das wollte sie nicht nennen. Jetzt die Überraschung: Sie taucht im deutschen Aufgebot für Hochfilzen auf.
Franziska Preuß laboriert gerade an einer Corona-Infektion.
© IMAGO/Mauri Levandi
Bereits am 12. Dezember gehen die Wettkämpfe auf österreichischem Boden los. Vier Tage zuvor, am Montag, hatte sich Preuß erst bei ihren Fans gemeldet und auf Instagram folgende Worte gefunden: „Leider hat‘s mich letzte Woche mit Influenza & Corona erwischt. Es geht aufwärts, aber noch heißt es abwarten & Tee trinken. Daumen drücken, dass die Energie schnell zurückkommt!“
Franzi Preuß trotz Corona für Weltcup nominiert Worte, die eigentlich nicht danach klingen, als würde sie schon in ein paar Tagen wieder auf Skiern stehen. Felix Bitterling, der Biathlon-Sportdirektor des deutschen Teams, bringt etwas Licht ins Dunkel und erklärt die Hochfilzen-Nominierung. Nicht nur Franziska Preuß ist mit dabei, auch Selina Grotian wird genannt.
„Wichtige Läuferinnen für uns, wie Selina Grotian und Franziska Preuß, sollen ebenfalls nach Hochfilzen reisen. Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst in den kommenden ein bis zwei Tagen, da beide bekanntlich in Östersund erkrankt sind und wir aktuell noch nicht zu hundert Prozent sagen können, ob es reicht“, so Bitterling.
Preuß nur auf Platz 9, Dahlmeier überrascht: Die erfolgreichsten deutschen Biathletinnen der Geschichte Egal ob Olympische Winterspiele oder Weltmeisterschaften, für die deutschen Biathletinnen sind bei allen Wettkämpfen Medaillen eingeplant. Deutschland wird seinem Ruf als große Biathlon-Nation immer wieder gerecht – auch dank dieser 24 Athletinnen. © Imago Platz 24: Irene Schroll gehörte zur erfolgreichen deutschen Mannschaft, die bei der WM 1990 in Minsk die Silbermedaille gewinnen konnte. Das war ihr größter Erfolg. Außerdem hat sie drei deutsche Meistertitel. © imago sportfotodienst Platz 23: Inga Schneider, geboren Kesper, feierte gleich drei WM-Erfolge. 1989 gab es Bronze, 1990 Silber und 1992 in Nowosibirsk Gold. Alle Medaillen gewann sie mit der Mannschaft. © Imago Platz 22: Gleich sechsmal gewann Kerstin Moring die DDR-Meisterschaften. 1991 stand sie dazu bei der WM in Lahti mit der Staffel auf dem Treppchen und feierte die Bronzemedaille. © Imago/Montage 22.02.2025, Biathlon, WM, Saison 2024/2025, Lenzerheide, WM, Biathlon, Staffel Frauen (4x6km) Platz 21: Die aktive Biathletin Sophia Schneider durfte ihre größten Erfolge bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2024 feiern, als sie mit der Staffel Silber und Bronze gewann. Dazu ist die Traunsteinerin zweifache deutsche Meisterin, im Einzel und Sprint. © IMAGO/Gabor Baumgarten Bilder des Tages SPORT Franziska Hildebrand Germany IBU World Cup Biathlon Sprint Ladies 7 5km on Platz 20: Franziska Hildebrand war mit der Staffel etwas erfolgreicher und gewann 2015 und 2017 die Goldmedaille bei der WM. © Kalle Parkkinen 240213 Silver medalist Janina Hettich-walz of Germany poses with her silver medal after the medal ceremony for women s 1 Platz 19: Janina Hettich-Walz durfte bereits dreimal bei einer Biathlon-WM jubeln. Neben Bronze und Silber mit der Staffel holte sie 2024 bei der WM in Tschechien Silber im Einzel. © IMAGO/PETTER ARVIDSON Platz 19: Eine weitere erfolgreiche Staffelläuferin war Tina Bachmann, die 2011 und 2012 im Team erfolgreich war. Darüber hinaus gewann die Biathletin 2011 auch die Silbermedaille im Einzel. Platz 18: Eine weitere erfolgreiche Staffelläuferin war Tina Bachmann, die 2011 und 2012 im Team erfolgreich war. Darüber hinaus gewann die Biathletin 2011 auch die Silbermedaille im Einzel. © imago sportfotodienst Oberhof 06 01 2017 Biathlon Weltcup in Oberhof in der DKB Ski Arena Sprint der Frauen auf 7 5 Platz 17: Bachmann feierte die Staffelerfolge zusammen mit Miriam Neureuther. Die Biathletin gewann dazu auch eine Silbermedaille bei Olympia 2010 – allerdings im Langlauf. © imago sportfotodienst 04.02.2023, Obertilliach, Österreich (AUT): Vanessa Hinz (GER) Biathlon, IBU Cup Obertilliach, Sprint Damen 7,5 km *** 0 Platz 16: Dreimal war Vanessa Hinz mit der Staffel bei einer Biathlon-WM erfolgreich und konnte sich dazu 2020 auch im Einzel aufs Podest stellen. Die Münchnerin gewann Silber. © IMAGO/Harald Deubert Sport Bilder des Tages 06.02.2023, GER, Biathlon, Saison 2022/2023, Maenner / Frauen, BMW IBU Weltmeisterschaften, Train Platz 15: Die Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking mit der Frauenstaffel war Vanessa Voigts größter Erfolg. Dazu kommen eine Silber- und Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2024. © IMAGO Platz 14: Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver waren die erfolgreichsten für Simone Hye-Soon Hauswald. Die Athletin gewann mit der Staffel und beim Massenstart Bronze. Fünfmal stand sie bei Weltmeisterschaften auf dem Treppchen, einmal sogar ganz oben Platz 14: Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver waren die erfolgreichsten für Simone Hye-Soon Hauswald. Die Athletin gewann mit der Staffel und beim Massenstart Bronze. Fünfmal stand sie bei Weltmeisterschaften auf dem Treppchen, einmal sogar ganz oben. © imago sportfotodienst Platz 13: Bei den Spielen 1994 in Lillehammer gewann Simone Greiner-Petter-Memm mit der Staffel ebenfalls Silber. Von 1995 bis 1999 kamen dafür jedoch gleich vier goldenen WM-Medaillen mit der Staffel hinzu. Platz 13: Bei den Spielen 1994 in Lillehammer gewann Simone Greiner-Petter-Memm mit der Staffel ebenfalls Silber. Von 1995 bis 1999 kamen dafür jedoch gleich vier goldene WM-Medaillen mit der Staffel hinzu. © Imago Platz 12: Martina Seidl, geboren Zellner, fuhr eine der erfolgreichsten deutschen Staffeln der Biathlon-Geschichte. 1998, bei den Olympischen Winterspielen in Nagano, holt die Polizeiobermeisterin Gold. Außerdem gewann sie unter anderem 1999 WM-Gold im Sprint. Platz 12: Martina Seidl, geboren Zellner, fuhr eine der erfolgreichsten deutschen Staffeln der Biathlon-Geschichte. 1998, bei den Olympischen Winterspielen in Nagano, holt die Polizeiobermeisterin Gold. Außerdem gewann sie unter anderem 1999 WM-Gold im Sprint. © Imago Platz 11: Katrin Apel kann man gut und gerne als deutsche Staffel-Queen der Biathlonwelt bezeichnen. Ihr größter Erfolg war das Staffel-Gold 2002 bei Olympia in Salt Lake City. 1996, 1997, 1999 und 2004 kamen gleich vier WM-Erfolge mit der Staffel hinzu. Beim Massenstart 2004 kam auch ein Silbermedaillencoup ohne Staffelbeteiligung hinzu. Platz 11: Katrin Apel kann man gut und gerne als deutsche Staffel-Queen der Biathlonwelt bezeichnen. Ihr größter Erfolg war das Staffel-Gold 2002 bei Olympia in Salt Lake City. 1996, 1997, 1999 und 2004 kamen gleich vier WM-Erfolge mit der Staffel hinzu. Beim Massenstart 2004 kam auch ein Silbermedaillencoup ohne Staffelbeteiligung hinzu. © Imago Platz 10: Antje Harvey, geboren Misersky, feierte in den 90er Jahren riesige Erfolge. 1992 feierte sie bei den Spielen in Albertville eine Goldmedaille im Einzel und eine Silbermedaille im Sprint. 1994 kam durch den Erfolg mit der Staffel eine Silbermedaille hinzu. Platz 10: Antje Harvey, geboren Misersky, feierte in den 90er Jahren riesige Erfolge. 1992 feierte sie bei den Spielen in Albertville eine Goldmedaille im Einzel und eine Silbermedaille im Sprint. 1994 kam durch den Erfolg mit der Staffel eine Silbermedaille hinzu. © Imago Sotschi 090214 Biathlon und Langlaufzentrum Laura 7 5 Kilometer Sprint der Frauen im Bild Fr Platz 9: Für Franziska Preuß sprang bei Olympischen Winterspielen bislang lediglich die Bronzemedaille mit der Staffel raus. Allerdings gewann die Biathletin mehrfache die Weltmeisterschaft und sicherte sich in der Saison 2024/25 den historischen Gewinn des Gesamtweltcups. Das schafften vor ihr erst fünf deutsche Athletinnen. © imago sportfotodienst Platz 8: Auch wenn Martina Beck, geborene Glagow, nie eine Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, zählt ihre Leistung bei den Winterspielen 2006 in Turin zu den besten in der deutschen Wintersportgeschichte. Im Einzel, der Verfolgung und der Staffel reichte es jeweils für die Silbermedaille. 2010 kam eine bronzene hinzu. Zuvor gewann sie 2002/03 den Gesamtweltcup. Platz 8: Auch wenn Martina Beck, geborene Glagow, nie eine Goldmedaille bei Olympia gewinnen konnte, zählt ihre Leistung bei den Winterspielen 2006 in Turin zu den besten in der deutschen Wintersportgeschichte. Im Einzel, der Verfolgung und der Staffel reichte es jeweils für die Silbermedaille. 2010 kam eine bronzene hinzu. Zuvor gewann sie 2002/03 den Gesamtweltcup. © Imago IBU Worldcup Biathlon Hochfilzen 2023, 09.12.2023 Biathlon, IBU Worldcup Biathlon Hochfilzen 2023, 09.12.2023, Verfolgun Platz 7: Einen der größten Erfolge, der im Biathlon überhaupt zu erreichen ist, ist die Goldmedaille im Einzel bei Olympischen Winterspielen. Diese Meisterleistung ist Denise Hermann-Wick 2022 in Peking gelungen. Bei den selben Spielen gewann die Athletin mit der Staffel Bronze. Neun WM-Medaillen, zweimal Gold, sechsmal Silber und einmal Bronze, stehen ebenfalls auf ihrem Konto. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Nils Koepke Platz 6: Petra Behle, gebürtig Schaaf, stammt aus keiner Wintersporthochburg hat aber trotzdem eine unglaublich erfolgreiche Karriere vorzuweisen. Die Offenbacherin holte nach den Silbermedaillen bei den Spielen 92 und 94 1998 zum Abschluss ihrer Karriere in Nagano Gold, alle Erfolge mit der Staffel. Dazu ist die Sportökonomin neunfach Weltmeisterin. Platz 6: Petra Behle, gebürtig Schaaf, stammt aus keiner Wintersporthochburg hat aber trotzdem eine unglaublich erfolgreiche Karriere vorzuweisen. Die Offenbacherin holte nach den Silbermedaillen bei den Spielen 92 und 94 1998 zum Abschluss ihrer Karriere in Nagano Gold, alle Erfolge mit der Staffel. Dazu ist die Sportökonomin neunfach Weltmeisterin. © imago sportfotodienst Platz 5: Die Erfolge von Uschi Disl sind wirklich bemerkenswert. Gleich neun Medaillen gewann die Sportlerin aus Bad Tölz bei Olympischen Winterspielen, darunter zwei goldene mit der Staffel. Außerdem sammelte sie in ihrer langen und erfolgreichen Karriere 19 WM-Medaillen, darunter 8-mal Gold. Platz 5: Die Erfolge von Uschi Disl sind wirklich bemerkenswert. Gleich neun Medaillen gewann die Sportlerin aus Bad Tölz bei Olympischen Winterspielen, darunter zwei goldene mit der Staffel. Außerdem sammelte sie in ihrer langen und erfolgreichen Karriere 19 WM-Medaillen, darunter 8-mal Gold. © Imago JOKA Biathlon World Team Challenge Auf Schalke am 28.12.2019 in der Veltins Arena in Gelsenkirchen Laura Dahlmeier ( Deu Platz 4: Eine der besten deutschen Biathlonleistungen in der Geschichte der Olympischen Winterspiele lieferte Laura Dahlmeier bei den Wettkämpfen in Pyeongchang ab. Im Sprint und der Verfolgung feierte die Garmisch-Partenkirchener jeweils einen Golderfolg. Im Einzel gab es Bronze. Außerdem sammelte sie in ihrer Karriere gleich 15 Weltmeistermedaillen, sieben davon in Gold. Mit nur 31 Jahren verstarb Dahlmeier im Juli 2025 auf tragische Weise bei einem Bergunfall in Pakistan. Ihre Erfolge bleiben für immer. © Revierfoto via www.imago-images.de 25 02 2014 Oberhof Haus des Gastes Thüringen empfängt seine Olympiateilnehmer Andrea Henkel GER Platz 3: Andrea Henkel gehört zu den absoluten Top-Biathletinnen der deutschen Sportgeschichte. 2002 holte sie bei den Spielen in Salt Lake City neben dem Staffelgold auch Gold im Einzel. Zwei weitere Olympiamedaillen kamen später hinzu, genauso wie insgesamt acht Weltmeisterschaften, die Henkel zu einer echten Ikone des Wintersports machen. © imago sportfotodienst 060218 Winter Olympics 2006, Biathlon: Gold medalist Kati Wilhelm of Germany celebrate after winning womens 10 km pursu Platz 2: Keine Erfolge im Biathlon haben ein so hohes Ansehen wie Goldmedaillen bei Olympia. Kat Wilhelm konnte in ihrer Karriere gleich drei davon sammeln und ergänzte ihre Sammlung durch drei silberne und eine bronzene. Unter anderem gehören auch fünf WM-Erfolge zur Vita der ARD-Expertin. © Arne Forsell via www.imago-images.de Platz 1: Für das Siegerpodest führt kein Weg an Magdalena Neuner vorbei. Nach ihrem Debüt im Weltcup im Jahr 2006 gewann die Garmisch-Partenkirchenerin ab 2007 im Grunde alles. Zwei Gold- und eine Silbermedaille bei Olympia in Vancouver und in sechs Jahren gleich zwölf WM-Titel, vier WM-Zweit- und eine Drittplatzierung. 2007, 2011 und 2012 wurde sie als Deutschlands Sportlerin des Jahres ausgezeichnet – so oft wie keine andere Biathletin. Mit nur 25 Jahren beendete Magdalena Neuner ihre glorreiche Karriere und verhinderte damit weitere gigantische Erfolge. Platz 1: Für das Siegerpodest führt kein Weg an Magdalena Neuner vorbei. Nach ihrem Debüt im Weltcup im Jahr 2006 gewann die Garmisch-Partenkirchenerin ab 2007 im Grunde alles. Zwei Gold- und eine Silbermedaille bei Olympia in Vancouver und in sechs Jahren gleich zwölf WM-Titel, vier WM-Zweit- und eine Drittplatzierung. 2007, 2011 und 2012 wurde sie als Deutschlands Sportlerin des Jahres ausgezeichnet – so oft wie keine andere Biathletin. Mit nur 25 Jahren beendete Magdalena Neuner ihre glorreiche Karriere und verhinderte damit weitere gigantische Erfolge. © imago sportfotodienst Um in Hochfilzen tatsächlich schon wieder an den Start gehen zu können, müsste sich Franziska Preuß topfit fühlen. Bereits vor zwei Jahren wurde sie von Covid heimgesucht, ihre Saison verlief anschließend mehr schlecht als recht. 2024/25 war sie endlich einmal von Erkrankungen verschont geblieben – prompt wurde sie Weltmeisterin und sackte die große Kristallkugel ein.
Entsprechend vorsichtig wird die 31-Jährige sein, denn die Olympischen Spiele im Februar genießen die höchste Priorität. Eine Einzel-Medaille ist das ganz große Ziel, denn möglicherweise beendet Preuß 2026 sogar ihre erfolgreiche Karriere . Ein Start in Hochfilzen also, der ist alles andere als in Stein gemeißelt. (is)
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