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Zahlreiche Fußballprofis fallen mit kontroversen Posts rund um den Nahost-Konflikt auf. Zu diesen gesellt sich auch Weltmeister Mesut Özil.
Istanbul – Die Eskalation im Nahost-Konflikt lässt auch den Sport nicht in Ruhe. Immer mehr Profisportler äußern sich auf Social Media zu den Angriffen. Diese wollen mit ihrer enormen Reichweite auf das Thema aufmerksam machen, allerdings ist die Einordnung des Konflikts seitens der Sportler oftmals sehr unterschiedlich.
| Mesut Özil | |
|---|---|
| Geboren: | 15. Oktober 1988 (Alter 35 Jahre), Gelsenkirchen |
| bisherige Vereine: | FC Schalke 04, SV Werder Bremen, Real Madrid, FC Arsenal, Fenerbahce Istanbul,Basaksehir Istanbul |
| Länderspiele (Tore): | 92 (23) |
Auch Weltmeister Mesut Özil äußert sich zum Nahost-Konflikt
Im europäischen Spitzenfußball hat sich der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil aufgrund seiner herausragenden sportlichen Fähigkeiten einen Namen gemacht. Mit der deutschen Nationalmannschaft wurde er 2014 Weltmeister und spielte mit Real Madrid und dem FC Arsenal für zwei der größten Clubs in Europa.
Bereits am Freitag fiel Özil mit einem Post auf der Plattform X (ehemals Twitter) auf. „Beten für die Menschheit. Für den Frieden beten. Unschuldige Menschen und insbesondere unschuldige Kinder verlieren im Krieg ihr Leben – auf beiden Seiten. Es ist so herzzerreißend und traurig. Bitte stoppt den Krieg!!!“, schrieb der ehemalige Profi, der im Frühjahr dieses Jahres seine Karriere beendete.
Özil fällt mit erneutem Post auf
Nur wenige Tage später war es erneut Özil, der auf X einen Tweet absetzte. „Kann es irgendeinen Grund auf dieser Welt geben, jeden Tag, jede Stunde Bomben auf unschuldige Menschen und insbesondere auf kleine Kinder abzuwerfen, um sie zu töten? Definitiv nicht!!! Das ist so ein Alptraum – wo bleibt die Menschlichkeit, Leute?“, schrieb der Weltmeister diesmal. Der Tweet wurde kurz nach einem Raketen-Einschlag in Gaza-Stadt, der mehrere hundert Menschen getötet hatte, veröffentlicht.
Laut der Hamas handelte es sich hierbei um einen israelischen Luftangriff, diese Anschuldigungen der Terror-Miliz konnten aber schnell widerlegt werden. Die Israelis machen die Terror-Organisation „Palästinensischer Islamischer Dschihad“ dafür verantwortlich. In Bezug auf die Angriffe der Hamas auf israelischem Boden, welche mehr als 1000 Menschenleben forderten, schwieg der 35-Jährige. Besonders kontrovers ist der Hashtag „Free Palestine“ am Ende des Tweets. Dies bedeutet laut Alon Meyer, Präsident von Makkabi Deutschland, „ein freies Palästina vom Fluss bis zum Meer gegen das Existenzrecht Israels“.
Can there be any reason in this world to drop bombs every day, every hour on innocent human beings and especially on young children to kill them!? Definitely nooot!!! This is such a nightmare - Where is humanity, people? 💔🇵🇸 #FreePalestine
— Mesut Özil (@M10) October 17, 2023
Mehrere Fußballprofis äußern sich zum Nahost-Konflikt
Doch Özil ist nicht der einzige Fußballprofi, der sich zum Konflikt zwischen Israel und der Hamas geäußert hat. Bayern-Profi Noussair Mazraoui gab einen fragwürdigen Post zu der Thematik ab, welcher die Fans des Rekordmeisters verärgerte und derzeit intern diskutiert wird.
Auch Weltfußballer Karim Benzema, der inzwischen in Saudi-Arabien sein Geld verdient, nahm in einem Post eine fragwürdige Haltung ein. Ihm wird mittlerweile sogar Kontakt zur Islambruderschaft nachgesagt. Der Konflikt spaltet auch die Sportwelt. (jari)
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