Vor dem Nord-Süd-Klassiker

Verrückte Statistik: HSV ist nicht der Lieblingsgegner der Bayern

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Nach sieben Jahren Pause ist der Hamburger SV wieder in die Bundesliga zurückgekehrt. Vor ihrem Abstieg galten die Hanseaten als der Lieblingsgegner des FC Bayern. Warum das so nicht stimmt.

München – Als der damalige „Bundesliga-Dino“ aus Hamburg nach der Saison 2017/18 nach 55 Jahren als letztes Gründungsmitglied des 1963 gegründeten deutschen Fußball-Oberhauses den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste, gab es möglicherweise einen einzigen positiven Aspekt des Abstiegs.

Bislang das letzte BL-Spiel zwischen dem FC Bayern und dem HSV am 10. März 2018: 6:0 lautete das Endresultat in der Allianz Arena.

Die Serie der fürchterlichen Klatschen bei den Gastspielen in der Arena des FC Bayern wurde damit beendet: Die letzten neun Ligaspiele beim Branchenprimus von 2010 bis 2018 gingen alle verloren. Das schier unfassbare Torverhältnis aus HSV-Perspektive: 3:51! 0:1 (28.2.2010) – 0:6 – 0:5 – 2:9 – 1:3 – 0:8 – 0:5 – 0:8 – 0:6 (10.3.2018) lautete die hanseatische Bilanz des Schreckens in der Allianz Arena in Fröttmaning im Detail.

Letzter HSV-Sieg gegen Bayern vor 16 Jahren

Das insgesamt letzte Mal in der Bundesliga gegen den FC Bayern gewinnen konnte Hamburg zuhause am 26.9.2009 mit 1:0. Danach hagelte es auch im Volksparkstadion eine Negativserie: Drei Unentschieden – sieben Niederlagen, davon zwei im DFB-Pokal. Vor dem ersten Pflichtspiel der beiden Traditionsvereine seit fast genau siebeneinhalb Jahren am Samstagabend um 18:30 Uhr freuen sich die Bayernfans auf die Rückkehr des absoluten Lieblingsgegners, wenn nicht -opfers des Rekordmeisters. Dabei widerspricht ihnen die Bundesliga-Historie vehement.

Blickt man auf die Bundesligabilanzen des FC Bayern gegen ihre aktuellen 17 Ligakonkurrenten, haben immerhin zehn eine schlechtere als der HSV, nur sechs eine bessere. Wenig überraschend aufgrund der immer mehr zunehmenden Dominanz des Rekordmeisters haben diejenigen Vereine die schlechtesten Bilanzen, die noch nicht so lange im Fußball-Oberhaus sind.

In der Reihenfolge: Union Berlin (Punkteschnitt von 0,33 zu 2,33 pro Partie), VfL Wolfsburg (0,34 : 2,54), SC Freiburg (0:44 : 2,36), FC Augsburg (0,48 : 2,45), FC St. Pauli (0,56 : 2,22), TSG Hoffenheim (0,65 : 2,15), RB Leipzig (0,68 : 1,95), Mainz 05 (0,71 : 2,21). Maßstab für die Einordnung sind die selbst gewonnenen Durchschnittspunkte pro Partie gegen den 34-fachen Deutschen Meister.

Ein Coup und viele Flops: Max Eberls Transferbilanz spricht Bände

Bayerns Hiroki Ito verlässt verletzt den Platz.
Mit der Prämisse, die Abwehr zu stabilisieren, war Hiroki Ito als einer der ersten Eberl-Neuzugänge vom Liga-Konkurrenten VfB Stuttgart verpflichtet worden. Die Hoffnungen konnte der japanische Nationalspieler jedoch nicht erfüllen. Aufgrund zweier Mittelfußbrüchen lief der Innenverteidiger in seiner Premieren-Saison nur in acht Pflichtspielen für die Bayern auf.  © Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO
Bryan Zaragoza auf der Bayern-Auswechselbank.
Bereits von den Vorgängern eingefädelt, folgte Bryan Zaragoza nach seiner unglücklichen Rückrunde 2023/24 auf Leihbasis (sieben Einsätze für die Bayern) durch seine Festverpflichtung als weiter „Neuzugang“ am ersten Transfertag 2024. Ohne das Zutun von Eberl entpuppte sich der Transfer schnell als Missverständnis. Doch passt der Spanier damit in die – mit unter bescheidene – Bilanz des Sport-Vorstandes. © Markus Fischer/IMAGO
Bryan Zaragoza im Dress von Celta Vigo.
Der dreimalige spanische Nationalspieler ist bereits wieder aus der bayrischen Landeshauptstadt geflüchtet. Nach einer Saison beim CA Osasuna trägt Zaragoza mittlerweile – ebenfalls leihweise – das Trikot von Celta Vigo.  © Mutsu Kawamori/IMAGO
Eric Dier stemmt bei der Meisterfeier des FC Bayern München die Schale in die Luft.
Mit Eric Dier schloss sich im ersten Transferfenster des Sport-Vorstandes ein weiterer bereits vorher ausgeliehener Spieler dem FC Bayern an. Der Engländer wusste zumindest immer mal wieder als Rotationsspieler zu überzeugen. © Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO
Eric Dier im Trikot der AS Monaco.
Nach insgesamt eineinhalb Jahre trennten sich die Wege im Sommer 2025. Den englischen Nationalspieler zog es nach Vertragsende ins Fürstentum Monaco. © Scott Coleman/IPA Sport /ipa-agency.net/IMAGO/
Maurice Krattenmacher vor dem Klub-WM-Spiel gegen die Boca Juniors.
Ein besonderes Augenmerk von Max Eberl sollte auch ein stärkerer Fokus auf junge Talente sein. Im Rahmen einer Partnerschaft mit der SpVgg Unterhaching wechselten mit Maurice Krattenmacher (im Bild) und Gibson Adu Anfang Juli 2024 zwei Youngster zum Rekordmeister.  © Jose Breton/IMAGO
Maruice Krattenmacher im Trikot von Hertha BSC Berlin.
Während der zum Zeitpunkt des Transfers erst 16 Jahre alte Adu im eigenen Nachwuchs gefördert werden soll, sammelt Krattenmacher Erfahrung in der 2. Bundesliga. Nach einem Gastspiel bei dem SSV Ulm ist der Krattenmacher in der aktuellen Spielzeit per Leihe bei der Alten Dame aktiv.  © Revierfoto/IMAGO
Armindo Sieb (re.) im Duell mit Bayerns Michael Olise.
Einen Schritt weiter ist Armindo Sieb: Beim Angreifer der SpVgg Greuther Fürth zogen die Münchner ihre Rückkaufoption – und verliehen ihn umgehend für zwei Jahre an den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05. © Heiko Becker/IMAGO
Vorstellung von Michael Olise beim FC Bayern.
Der erste - und wohl auch einzige - Transfer-Volltreffer unter Eberl folgte dann am 7. Juli 2024: Aus der Premier-League lockte der Rekordmeister Michael Olise nach München. Ohne Anlaufzeit stürmte der französische Nationalspieler in die Herzen der Fans. Wettbewerbsübergreifend steuerte der Flügelspieler 38 Torbeteiligungen in seiner Debüt-Saison bei.  © Photo by FC Bayern München/Pool/IMAGO
Joao Palhinha vor Bayerns Spiel bei Klub-Wm gegen die Boca Juniors.
Doch nur selten bewies Eberl solch ein glückliches Händchen. Mit einem Jahr Verspätung lotste der Sport-Vorstand Thomas Tuchels Wunschspieler Joao Palhinha an die Säbener Straße. Vincent Kompany wusste allerdings mit dem Sechser nicht viel anzufangen.  © Andrey Heuler/M.i.S./IMAGO
Joao Palhinha (li.) im Dress der Spurs.
So endete das Kapitel des Portugiesen im München schnell wieder. Nach einer für beide Seiten unbefriedigenden Saison kehrte Palhinha - als Leihspieler der Spurs - zurück auf die Insel. © Conor Molloy/IMAGO
Jonas Urbig im Bayern-Tor.
Als einziger Wintertransfer in der Spielzeit 2024/25 stieß Torhüter-Talent Jonas Urbig als möglicher Neuer-Nachfolger zum FC Bayern München. Aufgrund der Verletzung des Stammkeepers kam der ehemalige Kölner in der Rückrunde auf zwölf Einsätze, vorerst muss sich der Junioren-Nationalspieler nun aber gedulden.  © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Jonathan Tah beim Supercup.
Auf die mitunter wankelmütige Defensive in der Vorsaison reagierte Eberl im dritten Transferfenster unter seiner Führung mit einem neuen Abwehrchef: Damit Jonathan Tah bereits bei der Klub-WM im Sommer 2025 in eine Führungsrolle schlüpfen kann, überwies der FCB einen kleinen Obolus an Bayer Leverkusen.  © IMAGO
Tom Bischof hilft im Supercup Bayern-Ziel Nick Woltemade hoch.
Ein weiterer Neuzugang im zusätzlichen Transferfenster für die Klub-WM sollte Tom Bischof sein. Wie Tah hatte man sich mit dem Youngster bereits im Vorfeld auf einen ablösefreien Wechsel verständigt - dieser wurde für eine Zahlung im sechsstelligen Bereich vorgezogen.  © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO
Luis Diaz bei seinem Bundesliga-Debüt gegen RB Leipzig.
Als „Königstransfer“ – mangels anderer Optionen – wurde schließlich Luis Diaz in einem chaotischen Transfersommer 2025 vorgestellt. Für den Kolumbianer des FC Liverpool, der sich die Dienste von Bayern-Wunschspieler Florian Wirtz gesichert hatte, griff der Rekordmeister tief in die Tasche – ob sich die millionenschwere Investition rentiert hat, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. © Markus Ulmer/IMAGO
Nick Woltemade im Supercup gegen die Bayern.
Eine besondere Erwähnung benötigt auch die öffentlichkeitswirksame Transferposse um Nick Woltemade: Trotz intensiver Bemühungen konnte Eberl im Sommer 2025 letztendlich auch den zweiten Wunschspieler nach Wirtz nicht an die Säbener Straße locken. Eine Schlammschlacht – mit Verlierern auf allen Seiten.  © Pressefoto Rudel/Robin Rudel/IMAGO
Bouna Sarr wird beim FCB verabschiedet.
Auf der Abgangsseite hatte sich in der Amtszeit von Eberl auch viel getan. Vier Jahren lang hatte Bouna Sarr das Trikot des FC Bayern München getragen. Nach Vertragsende verabschiedete sich der Senegalese, der in seiner Münchner Zeit nur auf 33 Pflichtspieleinsätze absolviert hatte. Seit seinem Abgang im Juni 2024 ist Sarr immer noch vereinslos. © Markus Fischer/IMAGO
Eric-Maxim Choupo-Moting jubelt über ein Tor für die New York Red Bulls.
Neben Sarr verließ auch Eric-Maxim Choupo-Moting kurz nach Eberls Antritt die Bayern ablösefrei. Mittlerweile kickt der Deutsch-Kameruner in der MLS bei den New York Red Bulls.  © Jess Stiles/IMAGO
Johannes Schenk im Trikot von Preußen Münster.
Keine Chance beim Torhüter-Überangebot sah Johannes Schenk. Der Jugendspieler schloss sich nach Leihe Zweitligist Preußen Münster an. In Westfalen ist der Keeper mittlerweile unumstrittener Stammspieler. © BEAUTIFUL SPORTS/Buriakov/IMAGO
Malik Tillmann läuft künftig für Bayer Leverkusen auf.
Ein weiterer Youngster, der in München ebenfalls keine Perspektive mehr gesehen hatte, ist Malik Tillman. Nach erfolgreichen Jahren bei der PSV Eindhoven läuft der Deutsch-Amerikaner nun für Bayer Leverkusen auf. Trotz fehlender Tiefe in der Offensive hat der Rekordmeister im Sommer 2025 auf eine mögliche Rückholaktion verzichtetet.  © Ralf Treese/DeFodi Images/IMAGO
Matthijs de Ligt ist seit 2024 Teil von Manchster United.
Nicht mehr erwünscht in München war der niederländische Nationalspieler Matthijs de Ligt. Der viertteuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte, der nur zeitweise sein Potenzial abrufen konnte, wurde von Eberl an Manchester United abgegeben ... © Pedro Soares / SPP/IMAGO
Noussair Mazraoui am Ball für Manchester United.
Im Doppelpack mit Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui. Ebenfalls am 13. August 2024 schloss sich der marokkanische Nationalspieler den Red Devils an.  © TOBIAS STERNER/IMAGO
Tottenham Hotspurs‘ Mathys Tel.
Vielversprechend startete die Zeit von Youngster Mathys Tel beim FC Bayern München, eine Liebesgeschichte sollte es dennoch nie werden. Unzufrieden mit den Einsatzzeiten verließ der Franzose im Winter 2025 die Säbener Straße. Nach einem halben Jahr verpflichteten die Spurs die Leihgabe fest.  © Sebastian Frej/IMAGO
Thomas Müller als Spieler der Vancouver Whitecaps.
Vielleicht die schwierigste Entscheidung in der bisherigen Amtszeit von Eberl beim FC Bayern München: Nach 25 Jahren im Verein entschloss sich der Sport-Vorstand, Bayern-Ikone Thomas Müller keinen neuen Vertrag anzubieten. Bei den Vancouver Whitecaps hat der langjährige deutsche Nationalspieler nun eine neue Herausforderung in der MLS gefunden.  © Tomaz Jr/Pximages/IMAGO
Leroy Sané im Trikot von Galatasaray.
Doch sollte Müller nicht der einzige prominente Name sein, der die Bayern im zweiten Transfersommer von Eberl ablösefrei verlassen sollte: Nach langem Hin und Her entschied sich Leroy Sané gegen einen Verbleib in München. Der in seinen fünf Jahren an der Säbener Straße stets zwischen Genie und Wahnsinn schwankende Flügelstürmer wechselte zum türkischen Traditionsklub Galatasaray.  © Cemal Yurttas/IMAGO
Frans Krätzig in der Champions-League-Quali für RB Salzburg.
Sieben Einsätze absolvierte Frans Krätzig für die Münchner, für den Durchbruch reichte es nie. So führte der Weg des gebürtigen Nürnbergers ihn nach acht Jahren im Verein zu RB Salzburg.  © Marco Steinbrenner/DeFodi Images/IMAGO
Gabriel Vidovic im Trikot von Dinamo Zagreb.
Mit Gabriel Vidovic will ein weiterer Bayern-Youngster abseits der bayrischen Landeshauptstad zum Stammspieler reifen. Der Deutsch-Kroate kehrte zu Dinamo Zagreb zurück, dort hatte er als Leihspieler die bis dato erfolgreichste Zeit seiner noch jungen Karriere erlebt. © Matija Habljak/PIXSELL/IMAGO
Daniel Peretz im Training des Hamburger SV.
Aufgrund der namhaften Konkurrenz – insbesondere nach der Verpflichtung von Urbig – ist für Daniel Peretz kein Platz im Bayern-Kader. Spielpraxis soll der Israeli deshalb beim Hamburger SV sammeln. Doch musste der Nationalspieler beim Bundesliga-Aufsteiger einen Rückschlag hinnehmen, an der Elbe ist er nur die Nummer zwei.  © Fernando Soares/IMAGO
Adam Aznou trägt mittlerweile das Trikot des FC Everton.
Geflüchtet ist wohl das richtige Wort bei einem weiteren Abgang eines Jugendspielers des FC Bayern München. Bei der Klub-WM 2025 durfte der Linksverteidiger nur acht Minuten Einsatzzeit sammeln, danach folgte der ausdrückliche Wunsch des marokkanischen Nationalspielers (drei Einsätze), zum FC Everton zu wechseln.  © Jessica Hornby/IMAGO
Kingsley Coman verabschiedet sich vom FC Bayern München.
Trotz anfänglicher Bekundungen, beim FC Bayern bleiben zu wollen, hat auch Kingsley Coman die bayrische Landeshauptstadt im Sommer 2025 verlassen. Zehn Jahre lang hatte der Franzose in den Diensten des FC Bayern gestanden – und war als Siegtorschütze im Finale maßgeblich am Champions-League-Triumph in Lissabon beteiligt.  © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/IMAGO
Kingsley Coman im Gespräch mit einem neuen Trainer.
Im Alter von 29 Jahren zog es den 58-maligen Nationalspieler in die Wünste: Künftig läuft er neben Cristiano Ronaldo bei Al-Nassr in der Saudi Pro League auf.  © Ellan Mad/IMAGO
Paul Wanner im Trikot von Bayern München.
Etwas zerknirscht musste Eberl auch den Abgang von Talent Paul Wanner hinnehmen. Der jüngste Bundesliga-Spieler des Rekordmeisters glaubte wohl nicht an „die große Chance, sich zu zeigen“, die der Sport-Vorstand ausgerufen hatte.  © STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL/IMAGO
Paul Wanner im Trikot der PSV Eindhoven.
Vielmehr sah der Deutsch-Österreicher an anderer Stelle bessere Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Wie bei Tillman heißt für den deutschen Junioren-Nationalspieler der nächste Schritt PSV Eindhoven.  © Marcel van Dorst/DeFodi Images/IMAGO

Erst an neunter Stelle der FCB-Gegner mit dem schlechtesten Durchschnittswert kommt mit dem VfB Stuttgart ein Traditionsverein: Die dennoch niederschmetternde Bilanz aus 56 gemeinsamen BL-Jahren (112 Spiele) lautet: 19 Siege / 22 Unentschieden / 71 Niederlagen. Die 71 Schlappen des VfB gegen den FCB sind Bundesligarekord. Bei einem Torverhältnis von 125:238 aus Stuttgarter Sicht lautet der Punkteschnitt 0,71 zu 2;10.

Heidenheimer „Überraschung“ und Hamburger Negativrekorde

An der 10. Position der „FCB-BL-Opfer“ befindet sich der 1. FC Heidenheim: Die 0,75 zu 2,25 Durchschnittspunkte aus vier Spielen (ein Sieg, drei Niederlagen bei 7:14) beinhalten aber auch eine kleine Überraschung: Die Heidenheimer sind der einzige aktuelle Bundesligist, der nicht seine schlechteste Bilanz der Historie gegen den FC Bayern hat. Die hat der FCH gegen Eintracht Frankfurt: Vier Spiele – vier Niederlagen, 1:11 Tore.

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Auch der Hamburger SV hat in seinen 106 Bundesligaspielen gegen den FC Bayern durchschnittlich nur 0,75 Punkte gemacht, die Münchner 2,05: 19 Siege / 22 Unentschieden / 65 Niederlagen – bei einem verheerenden Torverhältnis von 101:247. Die Zahl der Gegentore wie auch das Verhältnis von minus 146 sind absoluter Negativrekord zwischen zwei Bundesligisten bzw. aus Sicht des FCB ein BL-Positiv-Rekord.

Alle Bundesligisten mit signifikanten Negativbilanzen gegen Rekordmeister

Eine bessere BL-Gesamtbilanz gegen Bayern als der HSV haben lediglich Bayer Leverkusen (0,87 : 1,91), Eintracht Frankfurt (0,92 : 1,86), Werder Bremen (0,92 : 1,85), der 1. FC Köln (0,93 : 1,84), Borussia Dortmund (0,98 : 1,73) und Borussia Mönchengladbach (1,01 : 1,72). Die Fohlenelf, in den vergangenen Jahren sogar als FCB-„Angstgegner“ bezeichnet, ist der einzige aktuelle BL-Gegner, der gegen Bayern pro Partie durchschnittlich mehr als einen Punkt geholt hat (114 Spiele: 28 S / 31 U / 55 N – 143:219 Tore).

Dass der HSV in dieser Gesamtbilanz trotz der jüngeren Pleiteserie einen besseren Mittelfeldplatz einnimmt, verdankt er übrigens nicht nur den fünf besten Jahren seiner Vereinsgeschichte, als er zwischen 1978 und 1983 drei Mal Deutscher Meister und zweimal Vize-Meister hinter Bayern wurde: Aus heutiger Sicht sehr überraschend verlor er die ersten vier BL-Spiele in der neu eröffneten Allianz Arena von 2005 bis 2008 nicht beim Rekordmeister: 1:2 – 1:2 – 1:1 – 2:2 (aus Sicht des FCB). Das 2:2 am 15.8.2008 zur Saisoneröffnung war übrigens das erste BL-Spiel von Thomas Müller und das letzte von Vincent Kompany für Hamburg, bevor er zu Manchester City ging. Auswärts ließ der FC Bayern zudem in jener Periode regelmäßig ein oder gar drei Punkte in der Hansestadt liegen.

Rubriklistenbild: © Fotoarchiv Peter Grad

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