Tuchel-Elf überrascht

FC Bayern gegen Leverkusen plötzlich verändert – Fans fällt es sofort auf

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Die Bayern spielten gegen Leverkusen in speziellen Farben. Bei den Anhängern kam das gut an. Der Grund für das Outfit war nicht sofort ersichtlich.

Leverkusen – Am Samstagabend kam es in der Bundesliga zum heiß erwarteten Giganten-Treffen zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern. Bereits im Vorfeld der Partie sorgte der Trainer der Münchner, Thomas Tuchel, für Schlagzeilen. Zunächst überraschte der Coach mit einer völlig neuen Bayern-Formation, die er gegen die „Werkself“ ins Rennen schickte.

Zudem verzichtete Tuchel erneut auf Thomas Müller und schenkte der Klub-Ikone anschließend nur karge Worte der Begründung. Doch das blieb nicht die einzige Überraschung des Abends. Auch optisch lieferten die Bayern ein unübliches Bild.

FC Bayern überrascht gegen Leverkusen mit ungewohntem Outfit

Mit knapp neun Minuten Verspätung startete die Partie. Grund waren zahlreiche Gegenstände wie Süßigkeiten und Spielzeugbälle, die einige Fans aus Protest gegen den Investoren-Deal der DFL auf das Spielfeld warfen.

Doch danach begann endlich das lang ersehnte Topspiel. Dabei stach aufseiten der Bayern, die in ihrem Heimtrikot aufliefen, sofort ein optisches Detail ins Auge: Anstelle der gewohnten roten Hosen und Stutzen trugen die Münchner Spieler weiße Modelle. Sollten sie der Tuchel-Elf als Glücksbringer im Duell mit Leverkusen dienen? Davon ist eher nicht auszugehen. Der wirkliche Grund war aber zunächst nicht klar.

Die Bayern um Jamal Musiala spielten gegen Bayer Leverkusen nicht wie üblich in roten, sondern in weißen Hosen und Stutzen.

Wohl wegen Leverkusen-Trikots: FC Bayern lief in weißen Hosen und Stutzen auf

Wahrscheinlich ist, dass es an den Farben von Bayer Leverkusen lag. Das überwiegend schwarze Outfit der „Werkself“ zieren vereinzelt rote Elemente wie etwa die Rückennummer. Zudem spielten die Rheinländer in den letzten Jahren oft in fast komplett roten Dressen.

Beide Teams wollten in diesem so wichtigen Spiel kein Risiko eingehen. Daher einigten sie sich mutmaßlich darauf, mögliche optische Irritationen – durch zu ähnliche Farben der Kleidung – vorab aus dem Weg zu räumen. Als Gastmannschaft passte der Rekordmeister folglich sein Outfit an und griff auf farblich andere Hosen und Stutzen als normalerweise zurück. Reaktionen der Bayern-Fans ließen nicht lange auf sich warten.

Harry Kanes Vorgänger: Legendäre Neuner des FC Bayern München

Gerd Müller jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Die erste große Nummer 9 des FC Bayern trug den Namen Gerd Müller. Über ein Jahrzehnt lief der mittlerweile verstorbene „Bomber der Nation“ mit dieser Zahl auf, insgesamt schoss er in 611 Pflichtspielen 568 Tore für die Münchner. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Dieter Hoeneß bei einem Spiel des FC Bayern
Auch Dieter Hoeneß, jüngerer Bruder von FCB-Patron Uli, trug in den 80er Jahren das Jersey mit der 9. Der Mittelstürmer erzielte in seiner Zeit an der Isar 145 Tore und bereitete 14 weitere vor. © imago sportfotodienst
Roland Wohlfarth bei einem Spiel des FC Bayern
Roland Wohlfarth wechselte mehrfach seine Rückennummer, am häufigsten lief er aber mit der 9 auf. Bis zu seinem Abgang zum französischen Klub AS Saint-Etienne netzte der gebürtige Bocholter in 332 FCB-Spielen 156 Mal. © Pressefoto Rudel/Herbert Rudel via www.imago-images.de
Michael Rummenigge bei einem Spiel des FC Bayern
Lediglich in der Saison 1983/84 zierte die 9 das Trikot von Michael Rummenigge, in der Spielzeit schoss der offensive Mittelfeldspieler in 44 Pflichtspielen 18 Buden. Am häufigsten spielte er übrigens mit der 10, sowohl beim FC Bayern als auch bei Borussia Dortmund. © imago sportfotodienst
Bruno Labbadia bei einem Spiel des FC Bayern
Vor seiner Zeit als Bundesliga-Trainer war Bruno Labbadia in der höchsten deutschen Spielklasse als Stürmer unterwegs. Seine Zeit beim FCB fand mit der deutschen Meisterschaft 1993/94 ein erfolgreiches Ende. Auf dem Rücken: die Nummer 9. © Imago Images / Sven Simon
Alexander Zickler bei einem Spiel des FC Bayern
Mittlerweile als Co-Trainer bei RB Leipzig unter Marco Rose tätig, trieb Alexander Zickler in den 90er und 2000er Jahren in gegnerischen Strafräumen sein Unwesen. In der Spielzeit 94/95 auch zeitweise mit der legendären Nummer auf dem Rücken. Zehn Tore erzielte er in dieser Saison, insgesamt traf er für den FCB 70 Mal. © Imago Images / Sven Simon
Jürgen Klinsmann bei einem Spiel des FC Bayern
Als Trainer der DFB-Elf war Jürgen Klinsmann hauptverantwortlich für das Sommermärchen 2006, zuvor machte er sich als brandgefährlicher Mittelstürmer einen Namen. Schon beim VfB Stuttgart und bei Inter Mailand trug er die 9 auf dem Rücken, die Tradition setzte sich 95/96 auch in München fort. © imago sportfotodienst
Giovane Elber jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Der Brasilianer mit dem verschmitzten Grinsen kickte sechs Jahre für den deutschen Rekordmeister und durfte 131 Bundesliga-Treffer bejubeln. Bis heute Platz drei unter ausländischen Torschützen im deutschen Oberhaus. Egal ob mit links, rechts oder dem Kopf – bei allen hatte er die 9 auf dem Trikot.  © imago sportfotodienst
Luca Toni jubelt einen Treffer für den FC Bayern
Apropos Jubel: Wenn nach einem Tor mal wieder am Ohr geschraubt wurde, war Luca Toni für den FC Bayern zur Stelle. Von 2007 bis 2010 kickte der großgewachsene Italiener in München, gewann zwei Meistertitel und ein Mal den DFB-Pokal – natürlich trug er dabei die 9. © imago sportfotodienst
Mario Mandzukic jubelt über einen Treffer für den FC Bayern
Nachdem er beim VfL Wolfsburg gemeinsam mit Zvjezdan Misimovic und Grafite die Liga verzauberte, ging Mario Mandzukic für rund 13 Millionen Euro nach München. Mit dem kroatischen Angreifer gewann der FCB die Champions League, Mandzukic steuerte auf dem Weg zum Titel drei Treffer bei. Auch im legendären Finale gegen den BVB netzte er zum 1:0. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Robert Lewandowski bejubelt einen Treffer für den FC Bayern
Der jüngste Vorgänger von Harry Kane – und auch einer der erfolgreichsten. Kaum ein Angreifer prägte die Bundesliga und den FC Bayern über so eine lange Zeit wie Robert Lewandowski. 2022 ging er nach acht Saisons, 375 Pflichtspielen und 344 Toren ablösefrei zum FC Barcelona. Dort sicherte er sich, wie zuvor schon in München, das Oberteil mit der Rückennummer 9. © Imago / Action Pictures
Harry Kane bei einem Spiel des FC Bayern
Nun also Harry Kane. Für kolportierte 100 Millionen Euro plus möglichen Boni kam der Engländer Mitte August von Tottenham an die Isar und soll die Münchner bestenfalls zu einigen Titeln schießen. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

„Geisteskrank“: Fans reagieren begeistert auf neue Farben-Kombination des FCB

Auf der Online-Plattform X (ehemals Twitter) äußerten sich kurz nach Spielbeginn einige Anhänger des amtierenden Deutschen Meisters. „Seit wann haben wir weiße Hosen und Stutzen?“, fragte ein Nutzer verwundert – und bemühte einen Vergleich mit den Dressen von Real Madrid: „Die Königlichen, aber mit rotem Bayern-Flair“, schrieb er, erfreut über die neue Optik.

Ein anderer reagierte ebenfalls begeistert und nannte das neue Farben-Verhältnis der Bayern „geisteskrank“. Zustimmung sprach ihm eine weitere X-Nutzerin aus, der das gänzlich weiße Outfit „besser“ gefiel als die übliche Mischung aus rot und weiß.

Online kursiert derzeit bereits ein Leak zum Münchner Heimtrikot der kommenden Spielzeit. Wie das Outfit in der Partie gegen Leverkusen überrascht auch das mögliche Design des neuen Bayern-Shirts mit einer Farb-Kombination. (wuc)

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