RB Leipzig verjagte ihn

Suche nach „1A-Plus-Lösung“: Eintracht-Boss Krösche widerlegt Ex-Chef

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Markus Krösche arbeitete von 2019 bis 2021 als Sportdirektor bei RB Leipzig, musste aber trotz Erfolgen nach zwei Jahren wieder gehen. Ein Fehler?

Frankfurt – Markus Krösche ist bei Eintracht Frankfurt ein gefeierter Held. Was der Sport-Vorstand der Hessen auf dem Transfermarkt leistet, wirkt unglaublich. Die drei Parade-Beispiele sind bekannt: Kolo Muani (PSG), Omar Marmoush (Manchester City) und Hugo Ekitiké (FC Liverpool) wurden jeweils für über 80 Millionen Euro an Top-Klubs verkauft. Gleichzeitig findet Krösche immer wieder kostengünstige Spieler, die den Kader der Eintracht verstärken.

Wiederholt fiel der Name von Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche im Zusammenhang mit dem FC Bayern.

Längst wird Krösche als künftiger Manager des FC Bayern gehandelt. Wer hätte diese Entwicklung des 44-Jährigen erwartet, als er 2021 von RB Leipzig zu Eintracht Frankfurt gekommen war? Krösche spricht zwar nicht oft über seine Zeit bei RB Leipzig, aber Absolut Fussball, das Fußball-Portal von Home of Sports weiß, dass der Eintracht-Boss manche Vorgänge und Aussagen in Leipzig rund um die Jahre 2021 und 2022 einst genau registriert hat. So sprach der damalige Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff davon, nach dem Abgang von Krösche eine „1A-Plus-Lösung“ für RB zu suchen. Aus dieser Aussage konnte man durchaus ableiten, dass man in Leipzig Krösche nicht für eine „1A-Lösung“ hielt.

RB Leipzig wollte Vertrag mit Krösche nicht verlängern

Mintzlaff, mittlerweile CEO des Red-Bull-Sportimperiums, sagte zum Abgang von Krösche zudem: „Es hat sich nicht danach angefühlt, dass wir als RB Leipzig sagen, dass wir den Vertrag verlängern wollen. Dann war es nur konsequent, beidseitig aufzulösen und nicht in ein letztes Jahr zu gehen.“ Heißt übersetzt: Leipzig hatte auch keine Lust mehr, mit Krösche zusammenzuarbeiten. Der Journalist Manuel Veth schrieb damals sogar: „Krösche fehlten einfach die internationalen Verbindungen, damit es bei RB Leipzig funktioniert. Die meisten Unterschriften wurden von der exzellenten Scouting-Abteilung des Klubs umgesetzt.“

Vier Jahre später herrschen nun andere Verhältnisse vor: Markus Krösche ist der beste Manager der Bundesliga und erzielt große Erfolge auf dem Transfermarkt. Eintracht Frankfurt wurde unter seiner Führung zwischenzeitlich Europa-League-Sieger und hat sich 2024/25 erstmals über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert.

Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball

Manuel Neuer feiert die Meisterschaft des FC Bayern auf Krücken
Manuel Neuer ist schon mehrfach auf Krücken gelaufen. Der Kapitän des FC Bayern erlitt jüngst eine kuriose Verletzung – und ist damit im Profifußball nicht alleine ... © IMAGO / Revierfoto
Nathan Ngoumou wird vorerst nicht mehr für Borussia Mönchengladbach spielen
Nathan Ngoumou wurde nach dem Schlusspfiff des Auswärtsspiels von Borussia Mönchengladbach gegen den FC St. Pauli zum Auslaufen geschickt. Wenige Minuten später musste der Flügelspieler mit einer gerissenen Achillessehne in die Kabine getragen werden. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer
Manuel Neuer wurde im Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und Leverkusen ausgewechselt
Für Manuel Neuer hatte das Champions-League-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen im März 2025 bittere Konsequenzen. Der Torhüter des FC Bayern erlitt beim Torjubel einen Muskelfaserriss. © IMAGO/Philippe Ruiz
Xabi Alonso gewann 2010 mit Spanien die Weltmeisterschaft in Südafrika
Auf dem Platz konnte man Xabi Alonso wenig anhaben, dafür war die Dusche sein größter Feind. In der Vorbereitung auf das WM-Halbfinale 2010 erlitt Alonso eine tiefe Wunde im Knie, weil die Glasscheibe der Dusche plötzlich brach. Der Cut wurde in der Mannschaftskabine zugenäht, der Mittelfeldspieler stand gegen Deutschland daher auf dem Rasen. © IMAGO / Fotoarena
Charles Akonnor spielte von 1998 bis 2004 für den VfL Wolfsburg
Im Jahr 2001 rammte sich Charles Akonnor, damals für den VfL Wolfsburg tätig, versehentlich seine Auto-Antenne in die Nase. Weil das blutstillende Mittel auf der Dopingliste stand, wurde er für drei Spiele gesperrt.  © IMAGO / Contrast
Kevin Trapp spielt bis heute für Eintracht Frankfurt, war von 2015 bis 2018 aber für Paris St. Germain aktiv
Kevin Trapp galt noch als Talent, da hatte er 2013 beim Werbedreh der deutschen U21-Nationalmannschaft großes Pech. Trapp war ausgerutscht, weil er laut dem damaligen Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen mit Stollenschuhen auf einem glatten Steinboden unterwegs war. Später einigten sich die SGE und der DFB auf eine Entschädigungszahlung. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Santiago Cañizares vom FC Valencia diskutiert mit einem Verantwortlichen
Santiago Cañizares wollte sich im Mai 2002 für ein Abendessen mit der spanischen Nationalmannschaft frisch machen, als ihm das Parfüm im Badezimmer auf den Boden fiel und eine Sehne durchtrennte. Damit war die WM in Japan und Südkorea für den Torhüter gelaufen – und ein gewisser Iker Casillas rückte zwischen die Pfosten. © IMAGO / Claus Bergmann
Darren Barnard in einem Spiel der walisischen Nationalmannschaft
Der ehemalige walisische Nationalspieler Darren Barnard musste aufgrund einer Knieverletzung für fünf Monate pausieren, weil er in der Küche in einer Urinpfütze eines Hundewelpens ausrutschte. © IMAGO / Colorsport
Martin Palermo spielte in seiner Karriere auch für die Boca Juniors
Martín Palermo verletzte sich ausgerechnet nach dem größten Erfolg eines Stürmers. Als der Argentinier in Diensten des FC Villarreal ein Tor bejubelte, stürzte die Werbebande ein. Palermo erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. © IMAGO / Gribaudi / ImagePhoto
Logan Bailly spielte zweieinhalb Jahre für Borussia Mönchengladbach
Logan Bailly erlitt während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach einen Mittelfußbruch. Schuld war eine mobile Klimaanlage, die beim Transport aus seinen Händen glitt und auf seinen Fuß fiel. © IMAGO / Ulmer
Adam Nemec spielte 2011 auch für die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern
Als Adam Nemec dem 1. FC Kaiserslautern im Jahr 2011 für drei Monate fehlte, war ausgerechnet sein Kirschbaum schuld. Der Stürmer kletterte auf diesen hoch, fiel runter – und brach sich sowohl zwei Brustwirbel als auch das Schlüsselbein. © IMAGO / Revierfoto
Robbie Keane spielte in seiner Karriere unter anderem für Aston Villa
In der Sturmspitze war Robbie Keane treffsicher, doch auf dem heimischen Sofa stellte er sich mit seinem Fuß ungeschickter an. Als er mit diesem die TV-Fernbedienung bedienen wollte, zog sich der Ire einen Bänderriss im Knie zu. © IMAGO / Colorsport
Markus Pröll hütete bis 2010 das Tor von Eintracht Frankfurt
Bei einem Testspiel mit Eintracht Frankfurt im Jahr 2009 stolperte der damalige Torhüter Markus Pröll nicht über seine eigenen Füße, sondern über ein kleines Mädchen. Das Resultat: eine Schultereckgelenksprengung. © IMAGO / Jan Huebner
Bjarne Thoelke spielte 2011 sechsmal für die Profis des VfL Wolfsburg
Als seine Karriere beim VfL Wolfsburg Fahrt aufnehmen sollte, spielte ein Pferd dem damaligen Abwehrtalent Bjarne Thoelke einen Streich. Der heutige Innenverteidiger des 1. FC Saarbrücken erlitt einen Kahnbeinbruch, weil ein Pferd auf dem Bauernhof seiner Eltern während der Stallarbeit austrat. © IMAGO / Joachim Sielski
Elkin Soto spielte viele Jahre lang für Mainz 05
Im März 2013 musste Mainz-Trainer Thomas Tuchel für ein Spiel auf Elkin Soto verzichten, weil sich der Mittelfeldspieler bei „einer alltäglichen Bewegung“ einen Hexenschuss zuzog. Die Auflösung: Der Kolumbianer erlitt die starken Schmerzen, als er sich bückte, um seine Schuhe zu binden. © IMAGO / Martin Hoffmann
Leon Andreasen hat 2016 seine Karriere bei Hannover 96 beendet
Dass Messer gefährlich sind, lernte Leon Andreasen auf bittere Weise. Der Ex-Profi von Hannover 96 verletzte sich im November 2015 beim Öffnen eines Pakets an der Hand. Die Schnittwunde hatte eine Operation zur Folge. © IMAGO / Eibner
Daniel Bierofka wird von den Spielern von 1860 München gefeiert
Als Daniel Bierofka noch Spieler von 1860 München war, prallte er in einem Testspiel gegen den VfR Aalen mit Schiedsrichter Robert Hartmann zusammen. Die Diagnose: Nasenbeinbruch. © IMAGO / Sven Simon
Nicolai Müller erlitt am 1. Spieltag der Saison 2017/18 einen Kreuzbandriss
Nicolai Müller wollte in der Saison 2017/18 mit dem Hamburger SV angreifen. Am ersten Bundesliga-Spieltag erzielte er schon in der achten Minute den Siegtreffer gegen den FC Augsburg – und erlitt beim Jubel einen Kreuzbandriss. © IMAGO / Oliver Ruhnke
Éver Banega spielt bis heute Fußball und ist für die Newell‘s Old Boys aktiv
Beim FC Valencia fehlte Éver Banega in der Schlussphase der Saison 2011/12 wegen eines Knöchelbruchs. Schuld war das Auto des Argentiniers, das an der Tankstelle über seinen Fuß rollte – weil er die Handbremse nicht gezogen hatte. © IMAGO / ULMER
Stefan Kuntz ist 1991 mit Kaiserslautern deutscher Meister geworden
Als der 1. FC Kaiserslautern am 7. September 1991 gegen den FC Bayern spielte, fehlte Stefan Kuntz (l.) plötzlich. Der damalige Stürmer knickte beim Verlassen des Mannschaftsbusses um und erlitt einen dreifachen Bänderriss.  © IMAGO/ HORSTMUELLER GmbH
Marko Arnautovic geht heute für Inter Mailand auf Torejagd
Marko Arnautović hat bei Werder Bremen mehrfach für Aufruhr gesorgt. So auch im März 2012, als er wegen eines Innenbandrisses im Knie wochenlang fehlte – weil er mit seinem Hund spielte und im Rasen hängengeblieben war. © IMAGO / Marco Canoniero

RB Leipzig spielt dagegen in der nun startenden Saison erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg nicht im Europacup. Die Krösche-Nachfolger Max Eberl und aktuell Marcel Schäfer konnten den Ansprüchen der Sachsen aus unterschiedlichen Gründen (noch) nicht gerecht werden. Und Leipzigs Rekord-Verkauf Josko Gvardiol, der 2023 für 90 Millionen Euro zu Manchester City wechselte, wurde noch 2020 von Krösche als Sport-Direktor verpflichtet.

Krösche ist für Eintracht Frankfurt eine „1A-Plus-Lösung“

Wenn Krösche heute auf seine Zeit in Leipzig zurückblickt, dürfte er deutlich gelassener als 2021 sein. Mintzlaff und RB Leipzig müssen sich dagegen fragen, warum Krösche bei RB Leipzig nicht zur „1A-Plus-Lösung“ geworden ist.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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