Von Korbinian Kothny
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Der spanische Moderator Antonio Lobato leistet sich einen üblen Aussetzer im Fernsehen. Der 58-Jährige scherzte über den Zustand von Michael Schumacher.
Suzuka – Im Dezember jährt sich der schwere Ski-Unfall von Michael Schumacher zum zehnten Mal. Und auch nach zehn Jahren ist nach wie vor so gut wie nichts bekannt über den Gesundheitszustand der deutschen Formel-1-Legende . Ein verbaler Aussetzer eines spanischen Moderators im Rahmen des GP von Japan am vergangenen Wochenende sorgte jetzt für einen üblen Shitstorm im Internet.
Michael Schumacher Geboren: 3. Januar 1969 (54 Jahre alt) in Hürth Größte Erfolge: siebenfacher Formel-1-Weltmeister GP-Siege: 91
Lobato Teil vierköpfiger Expertenrunde in Spanien Was war passiert? Der Journalist und Formel-1-Experte Antonio Lobato war am Sonntag Teil einer vierköpfigen Runde für den in Spanien übertragenden Streaming-Dienst DAZN.
Bei der Analyse des Rennens kam das Quaretett im Laufe der Sendung dann auf das Thema Red Bull zu sprechen. Lobatos Kollege Toni Cuquerella sprach den Spanier folgendermaßen an: „Adrian Newey (Ingenieur von Red Bull, Anm. d. Red. ) zittert schon, weil Antonio Lobato kommt.“
Antonio Lobato leistete sich einen üblen Aussetzer.
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Spanischer Moderator kassiert üblen Shitsorm nach Schumacher-Witz Daraufhin entgegnete der Moderator lachend: „Lasst Michael zittern!“ Und legte noch nach: „Gut, Michael kann nicht zittern.“ Dabei bezog sich Lobato offensichtlich auf den Gesundheitszustand von Schumacher, den seine Familie vor der Öffentlichkeit geheim hält.
Schnell ging der Clip vom unpassenden Kommentar in den sozialen Medien viral und löste einen heftigen Shitstorm aus. Viele User verurteilten das Verhalten des Formel-1-Experten und forderten eine Entschuldigung, oder sogar dessen Entlassung.
Alle Formel-1-Weltmeister nach Anzahl der Siege Michael Schumacher: 7 Siege. Der 7-fache Weltmeister Michael Schumacher fuhr seine Titel in den Jahren 1994 (Benetton-Ford), 1995 (Benetton-Renault), und 2000–2004 (Ferrari) ein. © IMAGO Lewis Hamilton: 7 Siege. Lewis Hamilton gewann die Formel 1 Weltmeisterschaft ebenfalls sieben Mal in den Jahren 2008, 2014, 2015 und 2017–2020. Er fuhr dabei immer für Mercedes. © IMAGO Juan Manuel Fangio: 5 Siege. Der Argentinier Juan Manuel Fangio siegte fünfmal im Kampf um den Weltmeistertitel. Den begehrten Titel gewann er 1951 für Alfa Romeo, 1954 für Maserati-Mercedes, 1955 für Mercedes, 1956 für Ferrari und 1957 für Maserati. © IMAGO Alain Prost: 4 Siege. Der Franzose Alain Prost konnte 4 WM-Titel in den Jahren 1985 (McLaren-TAG-Porsche), 1986 (McLaren-TAG-Porsche), 1989 (McLaren-Honda) und 1993 (Williams-Renault) einfahren. © IMAGO Sebastian Vettel gewann vier Mal den WM-Titel. Er fuhr bei allen Siegen in den Jahren 2010–2013 für das Team Red Bull-Renault. Sebastian Vettel: 4 Siege. Sebastian Vettel gewann vier Mal den WM-Titel. Er fuhr bei allen Siegen in den Jahren 2010–2013 für das Team Red Bull-Renault. © IMAGO Jack Brabham wurde dreimal Formel 1 Weltmeister. In den Jahren 1959 und 1960 fuhr er dabei für Cooper-Climax, 1966 für Brabham-Repco. Jack Brabham: 3 Siege. Jack Brabham wurde dreimal Formel 1 Weltmeister. In den Jahren 1959 und 1960 fuhr er dabei für Cooper-Climax, 1966 für Brabham-Repco. © IMAGO Der Brite Jackie Stewart gewann 1969, 1971 und 1973 den Weltmeistertitel der Formel 1. 1969 fuhr er für Matra-Ford, 1971 und 1973 für Tyrrell-Ford. Jackie Stewart: 3 Siege. Der Brite Jackie Stewart gewann 1969, 1971 und 1973 den Weltmeistertitel der Formel 1. 1969 fuhr er für Matra-Ford, 1971 und 1973 für Tyrrell-Ford. © IMAGO Niki Lauda konnte 3 WM-Titel auf seinem Konto verbuchen. In den Jahren 1975 und 1977 fuhr er für Ferrari, 1984 für McLaren-TAG-Porsche. Niki Lauda: 3 Siege. Niki Lauda konnte 3 WM-Titel auf seinem Konto verbuchen. In den Jahren 1975 und 1977 fuhr er für Ferrari, 1984 für McLaren-TAG-Porsche. © IMAGO Nelson Piquet gewann insgesamt dreimal in den Jahren 1981 (Brabham-Ford), 1983 (Brabham-BMW) und 1987 (Williams-Honda) die Weltmeisterschaft. Nelson Piquet: 3 Siege. Nelson Piquet gewann insgesamt dreimal in den Jahren 1981 (Brabham-Ford), 1983 (Brabham-BMW) und 1987 (Williams-Honda) die Weltmeisterschaft. © IMAGO Der Brasilianer Ayrton Senna fuhr in den Jahren 1988, 1990 und 1991 drei Weltmeistertitel für das Team McLaren-Honda ein. Ayrton Senna: 3 Siege. Der Brasilianer Ayrton Senna fuhr in den Jahren 1988, 1990 und 1991 drei Weltmeistertitel für das Team McLaren-Honda ein. © IMAGO Alberto Ascari gewann in den Jahren 1952 und 1953 seine beiden Weltmeistertitel, beide für Ferrari. Alberto Ascari: 2 Siege. Alberto Ascari gewann in den Jahren 1952 und 1953 seine beiden Weltmeistertitel, beide für Ferrari. © IMAGO Graham Hill fuhr zwei Weltmeistertitel in den Jahren 1962 und 1968 ein. Er fuhr für die Teams B.R.M. und Lotus-Ford. Graham Hill: 2 Siege. Graham Hill fuhr zwei Weltmeistertitel in den Jahren 1962 und 1968 ein. Er fuhr für die Teams B.R.M. und Lotus-Ford. © IMAGO Jim Clark errang zwei Siege in der Gesamtwertung und wurde damit zweimal Weltmeister in den Jahren 1963 und 1965. Beide Titel fuhr er für Lotus-Climax ein. Jim Clark: 2 Siege. Jim Clark errang zwei Siege in der Gesamtwertung und wurde damit zweimal Weltmeister in den Jahren 1963 und 1965. Beide Titel fuhr er für Lotus-Climax ein. © IMAGO Emerson Fittipaldi gewann zweimal die Weltmeisterschaft der Formel 1 in den Jahren 1972 und 1974, einmal für Lotus-Ford und einmal für McLaren-Ford. Emerson Fittipaldi: 2 Siege. Emerson Fittipaldi gewann zweimal die Weltmeisterschaft der Formel 1 in den Jahren 1972 und 1974, einmal für Lotus-Ford und einmal für McLaren-Ford. © IMAGO Max Verstappen fuhr in den Jahren 2021 und 2022 zum Weltmeister Titel, beide Male für das Team Red Bull-Honda. Max Verstappen: 2 Siege. Max Verstappen fuhr in den Jahren 2021 und 2022 zum Weltmeister Titel, beide Male für das Team Red Bull-Honda. © IMAGO Mika Häkkinen gewann zwei Weltmeistertitel in den Jahren 1998 und 1999 für McLaren Mercedes. Mika Häkkinen: 2 Siege. Mika Häkkinen gewann zwei Weltmeistertitel in den Jahren 1998 und 1999 für McLaren Mercedes. © IMAGO Fernando Alonso wurde zweimal Weltmeister der Formel 1, sowohl 2005 als auch 2006 für das Team Renault. Fernando Alonso: 2 Siege. Fernando Alonso wurde zweimal Weltmeister der Formel 1, sowohl 2005 als auch 2006 für das Team Renault. © IMAGO Giuseppe Farina gewann 1950 für Alfa Romeo seinen einzigen Weltmeistertitel. Giuseppe Farina: 1 Sieg. Giuseppe Farina gewann 1950 für Alfa Romeo seinen einzigen Weltmeistertitel. © IMAGO Mike Hawthorn gewann 1958 die Formel 1 Weltmeisterschaft für Ferrari. Mike Hawthorn: 1 Sieg. Mike Hawthorn gewann 1958 die Formel 1 Weltmeisterschaft für Ferrari. © IMAGO Phil Hill wurde im Jahr 1961 Weltmeister für das Team Ferrari. Es blieb sein einziger Titel. Phil Hill: 1 Sieg. Phil Hill wurde im Jahr 1961 Weltmeister für das Team Ferrari. Es blieb sein einziger Titel. © IMAGO John Surtees gewann 1964 für Ferrari den Weltmeistertitel John Surtees: 1 Sieg. John Surtees gewann 1964 für Ferrari den Weltmeistertitel. © IMAGO Denis Hulme fuhr 1967 für Brabham-Repco den Weltmeistertitel ein. Denis Hulme: 1 Sieg. Denis Hulme fuhr 1967 für Brabham-Repco den Weltmeistertitel ein. © IMAGO Jochen Rindt errang 1970 den Weltmeistertitel der Formel 1. Er fuhr für das Team Lotus-Ford. Jochen Rindt: 1 Sieg. Jochen Rindt errang 1970 den Weltmeistertitel der Formel 1 für das Team Lotus-Ford. Rindt verunglückte während der laufenden Saison tödlich, sein Punktevorsprung reichte jedoch aus, um posthum als Formel-1-Weltmeister geehrt zu werden. © IMAGO James Hunt konnte 1976 den Titel für das Team McLaren-Ford einfahren. James Hunt: 1 Sieg. James Hunt konnte 1976 den Titel für das Team McLaren-Ford einfahren. © IMAGO Mario Andretti gewann 1978 die Formel 1 Weltmeisterschaft für das Team Lotus-Ford. Mario Andretti: 1 Sieg. Mario Andretti gewann 1978 die Formel 1 Weltmeisterschaft für das Team Lotus-Ford. © IMAGO Jody Scheckter wurde für Ferrari 1979 Formel 1 Weltmeister. Jody Scheckter: 1 Sieg. Jody Scheckter wurde für Ferrari 1979 Formel 1 Weltmeister. © IMAGO Alan Jones gewann 1980 den Weltmeistertitel für das Team Williams-Ford. Alan Jones: 1 Sieg. Alan Jones gewann 1980 den Weltmeistertitel für das Team Williams-Ford. © IMAGO Keke Rosberg, der Vater von Nico Rosberg, gewann 1982 die Weltmeisterschaft der Formel 1 für das Team Williams-Ford. Keke Rosberg: 1 Sieg. Keke Rosberg, der Vater von Nico Rosberg, gewann 1982 die Weltmeisterschaft der Formel 1 für das Team Williams-Ford. © IMAGO Nigel Mansell konnte die Weltmeisterschaft im Jahr 1992 für sich entscheiden. Er fuhr dabei für das Team Brabham-Ford. Nigel Mansell: 1 Sieg. Nigel Mansell konnte die Weltmeisterschaft im Jahr 1992 für sich entscheiden. Er fuhr dabei für das Team Brabham-Ford. © IMAGO Damon Hill fuhr 1996 für das Team Williams-Renault den Titel ein. Damon Hill: 1 Sieg. Damon Hill fuhr 1996 für das Team Williams-Renault den Titel ein. © IMAGO Jacques Villeneuve wurde 1997 Weltmeister. Er fuhr für Williams-Renault. Jacques Villeneuve: 1 Sieg. Jacques Villeneuve wurde 1997 Weltmeister. Er fuhr für Williams-Renault. © IMAGO Der Finne Kimi Räikkönen fuhr seinen einzigen Weltmeistertitel 2007 für Ferrari ein. Kimi Räikkönen: 1 Sieg. Der Finne Kimi Räikkönen fuhr seinen einzigen Weltmeistertitel 2007 für Ferrari ein. © IMAGO Jenson Button gewann 2009 für das Team Brawn-Mercedes die Weltmeisterschaft. Jenson Button: 1 Sieg. Jenson Button gewann 2009 für das Team Brawn-Mercedes die Weltmeisterschaft. © IMAGO Für Mercedes gewann Nico Rosberg im Jahr 2016 die Weltmeisterschaft. Er beendete danach seine Karriere. Nico Rosberg: 1 Sieg. Für Mercedes gewann Nico Rosberg im Jahr 2016 die Weltmeisterschaft. Er beendete danach seine Karriere. © IMAGO Lobato mit fünfminütigem Entschuldigungsvideo Zumindest ersterem kam der 58-Jährige am Montag nach. Auf X (vormals Twitter) veröffentlichte Lobato ein fünfminütiges Entschuldigungsvideo. „Ich habe einen Fehler gemacht, ohne böse Absichten zu haben“, erklärte der Spanier. „Ich wollte keinen Witz machen. Ich wollte mich nicht über Michael Schumacher lustig machen.“
Lobato betonte in der Situation unbeholfen und tollpatschig gewesen zu sein. „Ich entschuldige mich bei allen, die sich durch meinen Spruch gestern beleidigt gefühlt haben. Ich meine es wirklich ernst“, sagte der Spanier zum Abschluss. Schumachers Sohn Mick könnte derweil einen Plan B in der kommenden Saison verfolgen . (kk )
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