Exklusiv-Interview

Ex-Bayern-Boss will bei Klub-WM mit neuem Team für Überraschung sorgen

  • schließen
  • Daniel Michel
    Daniel Michel
    schließen

Kommt es bei der Klub-WM zum Wiedersehen mit dem FC Bayern? Dr. Michael Gerlinger will mit seinem neuen Verein für eine Überraschung sorgen.

Lyon/München – Dr. Michael Gerlinger war von 2005 bis 2023 beim FC Bayern unter anderem Chefjustiziar sowie Direktor der Rechtsabteilung und prägte die erfolgreichste Epoche des Rekordmeisters mit.

Seit März 2024 ist Gerlinger bei der Eagle Football Group als Chief Sports Officer für Olympique Lyon (Frankreich), Botafogo Rio de Janeiro (Brasilien) und RDW Molenbeek (Belgien) verantwortlich.

Batman & Robben, Bomber und Kaiser – die spektakulärsten Choreos der Bayern-Fans

Die Fans des FC Bayern München sorgen vor dem Champions-League-Duell gegen Barcelona 2009 für einen Konfettiregen in der Kurve.
Die Südkurve sorgt im Frühjahr 2009 für einen rot-weißen Konfettiregen vor dem Champions-League-Spiel gegen Barcelona. © MIS/imago sportfotodienst
Die Fankurve des FC Bayern München fordert den Gewinn der Champions League im Jahr 2010 beim Duell gegen Inter Mailand.
Die Bayern-Fans sind vor dem Champions-League-Finale 2010 gegen Inter Mailand fest entschlossen. Ohne den Pokal geht es aber dennoch heim: Der FCB verliert mit 0:2 in Madrid. © imago sportfotodienst
Vor dem Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV erinnern die Fans des FC Bayern München an das Gründungsjahr des Vereins.
Die Bayern-Fans feiern 2010 vor dem HSV-Spiel das 110-jährige Bestehen des Vereins. © DeFodi/imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans liefern 2011 eine spektakuläre Choreo vor dem Champions-League-Duell gegen den SSC Neapel ab.
Die Südkurve blickt 2011 bereits in Richtung „Finale dahoam“. © imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans präsentieren eine hübsche Choreo vor dem Champions-League-Finale 2013 gegen Borussia Dortmund.
Nächster Anlauf: Nach den verlorenen Finals 2010 und 2012 wollen die Münchener 2013 den BVB schlagen. Und das gelingt: Die Bayern gewinnen mit 2:1. © Newspix/imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans erinnern 2014 gegen Manchester United an den Final-Triumph aus dem Vorjahr gegen den BVB.
„Kings of the Cup“: Die Bayern-Fans erinnern 2014 gegen Manchester United an den Final-Triumph aus dem Vorjahr gegen den BVB. © photoarena/Eisenhuth/imago sportfotodienst
Beeindruckende Choreo der Bayern-Fans vor dem Champions-League-Duell gegen Real Madrid im Frühjahr 2014.
Hammer-Choreo, schlechtes Ergebnis: Die Bayern zelebrieren 2014 das Champions-League-Halbfinale, scheiden aber nach einem 0:1 im Hin- und dem 0:4 im Rückspiel gegen Real Madrid in der Allianz Arena aus. © MIS/IMAGO
Die Bayern-Anhänger gedenken 2015 beim Bundesliga-Spiel gegen Schalke 04 einem verstorbenen Fan.
Die Bayern-Anhänger gedenken 2015 einem verstorbenen Fan.  © imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans gedenken beim Auswärtsspiel in Stuttgart verstorbenen Udo Lattek.
Die Gästekurve gedenkt beim Auswärtsspiel in Stuttgart dem am 31. Januar 2015 verstorbenen Udo Lattek, der Trainer des Rekordmeisters gewesen war. © Ulmer/imago sportfotodienst
Die Fans des FC Bayern München feiern am 27.02.2015 das 115-jährige Vereinsbestehen bei einem Bundesliga-Heimspiel gegen Köln.
Die Bayern-Fans feiern das 115. Vereinsjubiläum und erinnern dabei an ein Zitat von Franz John, der einer der Hauptinitiatoren bei der Gründung des FC Bayern München ist. © DeFodi/imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans verglichen beim Pokalspiel gegen den BVB die Comic-Figuren Batman und Robin mit Franck Ribéry und Arjen Robben.
Kreativ: Die Bayern-Fans verglichen beim DFB-Pokalhalbfinale 2015 gegen den BVB den Superhelden Batman und seinen Partner Robin mit den beiden Münchner Klubikonen Franck Ribéry und Arjen Robben. © MIS/IMAGO
Imposante Choreo der FCB-Fans beim Halbfinal-Rückspiel 2015 in der Champions League gegen den FC Barcelona.
Dieser Finaltraum erfüllte sich leider nicht: Die Bayern-Fans geben 2015 vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League mächtig Gas, scheiden aber trotz eines 3:2-Heimsieges aufgrund der Hypothek aus dem Hinspiel (0:3) gegen Barcelona aus. © Ulmer/imago sportfotodienst
Choreo der Bayern-Fans beim DFB-Pokalfinale 2016 gegen Borussia Dortmund.
Rot-weißes Fahnenmeer: Die FCB-Fans ehren Klub und Stadt beim Pokalfinale 2016 gegen den BVB. © Jan Huebner / imago sportfotodienst
Die Bayern-Fans zeigen im Frühjahr 2018 eine Choreo bei dem Auswärtsspiel in Augsburg.
Choreo der Bayern-Ultras 2018 im Gästebereich in Augsburg: Die FCB-Fans folgen ihrem Klub auf Schritt und Tritt. © Jan Huebner/IMAGO
Choreographie der Südkurve für Bastian Schweinsteiger beim Abschiedsspiel gegen Chicago Fire.
„Danke Basti“: Die Südkurve verabschiedet Bastian Schweinsteiger bei seinem Abschiedsspiel gegen Chicago Fire im August 2018.  © Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO
Choreo der Bayern-Anhänger zum DFB-Pokalfinale 2019 gegen RB Leipzig im Berliner Olympiastadion.
Die Bayern-Fans zeigen sich beim DFB-Pokalfinale 2019 gegen RB Leipzig von ihrer besten Seite. © Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de
Die Bayern-Fankurve erinnert beim Heimspiel gegen Dortmund an den ersten Doublegewinn aus dem Jahr 1969.
50 Jahre zurück: Die Südkurve erinnert im November 2019 beim Klassiker gegen Dortmund an den ersten Doublegewinn der Münchener aus dem Jahr 1969. © Michael Weber / IMAGO
Beim 5:0-Kantersieg gegen Schalke erinnern die Bayern-Fans an das frühere jüdische Bayern-Mitglied Hugo Railing.
Die FCB-Fans erinnern im Januar 2020 an das frühere jüdische Bayern-Mitglied Hugo Railing, das von Nationalsozialisten ermordet wurde. © ActionPictures/IMAGO
Stadion-Choreo der Bayern-Fans anlässlich das 120. Vereinsgeburtstages vor dem Bundesliga-Spiel 2020 gegen Augsburg.
Die ganze Arena macht mit: Der FCB feiert seinen 120. Geburtstag vor dem Bundesliga-Spiel 2020 gegen Augsburg. © kolbert-press/Christian Kolbert via www.imago-images.de
Die Bayern-Fans ehren in der Champions League gegen den FC Villarreal den im Jahr zuvor verstorbenen Gerd Müller.
Das geht unter die Haut: Die Bayern-Fans ehren 2022 beim Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Villarreal den im Jahr zuvor verstorbenen Gerd Müller.  © Matthias Koch/IMAGO
Die Bayern-Fans feiern beim Heimspiel gegen Gladbach 50 Jahre Südkurve.
Die Bayern-Fans feiern im August 2022 beim Heimspiel gegen Gladbach 50 Jahre Südkurve. © kolbert-press/Ulrich Gamel/IMAGO
Ein riesengroßes „FCB“ prangt 2023 beim Champions-League-Duell gegen Paris Saint-Germain auf der Südkurve.
Deutlicher geht es nicht: Beim Achtelfinal-Rückspiel 2023 in der Champions League gegen Paris Saint-Germain machen die Bayern-Fans klar, was an diesem Abend im Vordergrund steht. © ULMER/IMAGO
Choreo der Bayern-Fans beim Champions-League-Spiel in der Gruppenphase gegen den FC Kopenhagen.
100. Europapokalspiel: Die Bayern-Anhänger erinnern im November 2023 beim Champions-League-Duell gegen Kopenhagen an den Finalsieg 2013 gegen Dortmund. © ActionPictures/IMAGO
Die Wappenfigur der Stadt München, das „Münchener Kindl“, ziert beim Champions-League-Duell gegen Lazio Rom die Südkurve.
Eine Choreo, die Wirkung zeigte: Die Bayern-Fans pushen ihre Spieler im März 2024 zu einem 3:0-Heimsieg gegen Lazio Rom. © ULMER/IMAGO
Berührende Choreographie der Bayern-Fans für den verstorbenen Franz Beckenbauer vor dem Champions-League-Spiel gegen Real.
Wenige Monate nach seinem Tod (7. Januar 2024) gedenken die Bayern-Anhänger im April 2024 beim Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid einer der, wenn nicht sogar der größten Klublegende Franz Beckenbauer. © ULMER/IMAGO
Die FCB-Südkurve erinnert beim Heimspiel gegen Stuttgart an den erstmaligen Sieg im Europapokal der Landesmeister im Jahr 1974.
2024 beim Heimspiel gegen Stuttgart: Die Südkurve erinnert unter Flutlicht an den erstmaligen Sieg im Europapokal der Landesmeister im Jahr 1974. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Choreo der Bayern-Fans beim Heimspiel gegen Kiel zum Holocaust-Gedenktag.
Die FCB-Anhänger präsentieren im Februar 2025 beim Heimspiel gegen Kiel eine Choreo zum Holocaust-Gedenktag. © Paul Fritz/IMAGO
Stadion-Choreographie der Bayern-Fans beim Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Bochum.
Ein Augenschmaus: Die Bayern-Fans beeindrucken im März 2025 beim Heimspiel gegen Bochum mit einer Stadion-Choreographie anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums. © Oryk HAIST/IMAGO
Die Bayern-Fans ehren die Vereinsikone Thomas Müller vor dem Heimspiel gegen Mönchengladbach.
Einer, der sich mit dem Klub zu 100 Prozent identifiziert: Die Bayern-Fans ehren 2025 vor dem Heimspiel gegen Gladbach die Vereinslegende Thomas Müller. © BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl/IMAGO

Im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, spricht Gerlinger über seinen neuen Job, die Vorfreude auf die FIFA Klub-WM und ein mögliches Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen.

Ex-Bayern-Direktor Dr. Michael Gerlinger im Interview über Klub-WM

Herr Dr. Gerlinger, Sie arbeiten seit rund eineinhalb Jahren als Chief Sports Officer für die Eagle Group, die ein Multi-Klub-Netzwerk betreibt, zu dem neben Lyon in Frankreich und RWD Molenbeek in Belgien auch Botafogo in Brasilien gehört. Wie viele Sprachen sprechen Sie eigentlich?
Richtig gut kann ich nur Deutsch, Englisch und Französisch. Das ist vom Level her gleich. Spanisch und Italienisch beherrsche ich ganz gut, ich kann mich darin verständigen.
Michael Gerlinger (2. v. r.) ist inzwischen als Chief Sports Officer für die Eagle Group tätig.
Und wie läuft die Kommunikation, wenn Sie sich mit den Brasilianern, die ja Portugiesisch sprechen, unterhalten?
Ich habe mit einem sehr großen renommierten Trainer in Brasilien mal ein Gespräch geführt und habe es versucht auf Spanisch. Er hat mir in einer Sprache geantwortet, die ich nicht definieren konnte und zum Glück hatte er mal in Frankreich gespielt, dann haben wir auf Französisch weitergesprochen. Portugiesisch ist schon schwieriger, als ich dachte (lacht). Ich versuche gerade, es nebenher zu lernen. In unserem Klub sind aber die meisten sehr gut in Englisch, das hilft.
Wie können wir uns Ihren Job als Chief Sports Officer konkret vorstellen?
Meine Abteilung ist für die Strategie der Eagle Group verantwortlich und damit für die sportlichen Strukturen und Entscheidungen in den einzelnen Vereinen. Die sportlichen Leiter der einzelnen Klubs berichten an John Textor (Geschäftsführer der Eagle Group; Anm. d. Red.) und mich. Wir haben ein relativ modernes Modell umgesetzt, das noch nicht viele Klubs etabliert haben. Wir haben inzwischen keine klassischen Sportdirektoren mehr bei uns, sondern sind mehr auf Teamwork und Breite ausgerichtet. Bei uns steht die Harmonisierung von verschiedenen Plattformen im Fokus – sei es Scouting, Videoanalyse oder sonstige Hilfstools. Außerdem geht es um das Handeln des Transfermarkts, wobei wir in den Transferperioden sehr viel zu tun haben.
Von 2005 bis 2023 haben Sie beim FC Bayern gearbeitet, Sie waren jahrelang Chefjurist des deutschen Rekordmeisters. Wie kam der Wechsel zur Eagle Group zustande?
Nach meinem Abschied vom FC Bayern war ich gedanklich eigentlich schon in der MLS. Als mich dann John Textor angesprochen und mir das Modell genauer aufgezeigt hat, haben mir seine Philosophie, die Strategie und die Zusammenstellung der Klubs sehr gut gefallen. Vor allem, dass neben den Klubs in Europa auch ein großer Klub in Brasilien dazu gehört, der sehr viel Potenzial besitzt und anders als andere Klubs nicht nur die Ausbildung, sondern auch Titel im Sinn hat, hat mich gereizt. John stellt den sportlichen Erfolg bei allen Vereinen in den Mittelpunkt und auch deswegen habe ich mich für den Wechsel entschieden.
Durch den Gewinn der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant zur Champions League, hat sich Botafogo für die FIFA-Klub-WM qualifiziert. Wie ist die Stimmung rund um den Verein im Vorfeld des Turniers in den USA?
Wir haben Lust, uns mit den Europäern zu messen. Die brasilianische Liga ist sehr viel stärker, als man denkt, dasselbe gilt für die argentinische Liga. Von daher glaube ich schon, dass es ein Bedürfnis ist, sich über die Grenzen des Kontinents hinaus mit den größten Vereinen der Welt zu messen. Die Begeisterung ist dementsprechend sehr groß.

Derby-Verhältnisse wie in München? Gerlinger erklärt Botafogo

Aus Rio de Janeiro nehmen mit Botafogo, Flamengo und Fluminese drei Vereine an der Klub-WM teil. Kann man sich die Derby-Verhältnisse so wie Bayern, 1860, Unterhaching oder eher wie Dortmund, Schalke, Bochum vorstellen?
Die vier großen Mannschaften in Rio (dazu zählt auch Vasco da Gama; Anm. d. Red.) sind schon seit 100 Jahren die vier großen Mannschaften dort. Natürlich ist Flamengo vom Anspruch her immer der stärkste Verein und Botafogo eher der Herausforderer. Letztes Jahr haben wir natürlich eine fantastische Saison hingelegt, wir haben zum ersten Mal in der Geschichte des Klubs zwei Titel gewonnen, aber natürlich kann man sowas nicht jederzeit wiederholen. Von daher ist es schwierig, einen Vergleich zur Bundesliga zu ziehen.
Es ist eher wie in der Premier League, in der es in London auch drei, vier große Traditionsklubs gibt, die bestimmte Rivalitäten haben. Deutschland hat das nicht. Wenn man zum Beispiel durch die Häuserschluchten in den Favelas in Vidigal läuft und jedes Gebäude rot-schwarz, schwarz-weiß oder grün-rot ist, ist das wirklich sehr beeindruckend. Diese Stadt lebt Fußball wie kaum eine andere.

Spielplan zur Klub-WM 2025

Laden Sie sich unseren übersichtlichen Spielplan zur FIFA-Klub-WM 2025 HIER kostenlos herunter und behalten Sie alle Begegnungen und Termine im Überblick. Tragen Sie alle Ergebnisse in die vorgesehenen Felder ein und fiebern Sie mit Ihrem Lieblings-Team mit.

Ein Thema rund um die Klub-WM ist die Belastung der Spieler. Botafogo hat potenziell jährlich 80 Spiele zu bestreiten. Wie ist das überhaupt möglich?
Wir legen unseren Schwerpunkt auf Performance. Während Frankreich und Deutschland noch Aufholbedarf haben, kann man dabei in Brasilien überraschenderweise sehr viel lernen, weil es mehr Spieler gibt, die Kader größer sind. In Europa spricht man von 25 Spielern pro Kader, in Brasilien sind es 33. Der Performance Manager gibt dir Aufschluss darüber, wer dir überhaupt zur Verfügung steht, wer eine Erholungspause braucht. Die Trainingssteuerung ist viel wichtiger in Brasilien. Wenn der Kader nur 25 Spieler umfasst, kannst du keine 80 Spiele bestreiten.
Für Botafogo geht es bei der Klub-WM in der Gruppenphase neben den Seattle Sounders gegen Paris Saint-Germain und Atlético Madrid und damit zwei europäische Schwergewichte. Kann Ihr Verein die Gruppe überstehen?
Ich würde jetzt nie Wetten eingehen. Wir wollen einfach positiv überraschen, auch Spaß haben. Wir haben eine relativ starke Antrittsprämie bekommen, doch die FIFA hat es ja sehr clever gemacht und die hohen Prämien in die Knockout-Runden gesteckt. Da muss man sich natürlich anstrengen, dass man möglichst weit kommt. Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn wir möglichst viele Prämien erhalten, aber es ist ein verdammt schweres Programm. Wenn wir die Gruppenphase überstehen, wäre ich schon sehr, sehr glücklich.
Wer sind denn Ihrer Meinung nach die Favoriten auf den Titel?
Diejenigen, die jetzt in der Champions League vorne waren, werden auch bei der Klub-WM die Favoriten sein. Der FC Bayern wird sicherlich auch ein Wort mitreden, auch wenn er im Viertelfinale leider ganz knapp ausgeschieden ist. Die stärksten Mannschaften Europas sind auch die stärksten Mannschaften der Welt.
Zählt der FC Bayern für Sie noch zu den Top Vier oder mittlerweile eher zu den Top Acht in Europa?
Normalerweise würde ich mir jetzt kein Urteil anmaßen, weil ich es inzwischen aus der Ferne betrachte. Doch diese Frage würde ich dann schon mit Top Vier beantworten.
Was bestärkt Sie in dieser Annahme?
Das Ausscheiden gegen Inter war sehr knapp und Bayern ist für mich eine Mannschaft, die ins Halbfinale kommen kann. Im Halbfinale sind es vier, von daher sage ich als alter Mathematiker: Der FC Bayern gehört zu den Top Vier!
Sind Sie noch mit ihren ehemaligen Kollegen vom FC Bayern in Kontakt? Gab es sogar einen Austausch nach dem Motto: Wäre schön, wenn wir uns bei der Klub-WM begegnen?
Ja, wir haben uns sehr viele WhatsApp-Nachrichten hin- und hergeschrieben, in denen es heißt: „Wir sind an der Ostküste“, „ach schade, wir sind an der Westküste.“ Von daher müssen wir uns für die K.o.-Phase qualifizieren, damit ich meine ehemaligen Kollegen dann vielleicht doch treffen kann. Das wäre natürlich auch aus diesem Grund wichtig (lacht).

Interview: Adrian Kühnel, Daniel Michel

Rubriklistenbild: © IMAGO / MAXPPP

Kommentare