VonPhilipp Kuserauschließen
Die Champions-League-Auslosung wird zum ersten Mal vollständig von einem Computer gesteuert. Mit dieser neuen Technik entstehen jedoch auch neue Probleme in Bezug auf die Cyber-Sicherheit.
Monaco – In Monaco wird am Donnerstagabend die Bühne für die neue Champions-League-Saison bereitet, die sich in einem völlig veränderten Format präsentiert. Allerdings gibt es im Hintergrund Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der computergestützten Auslosung.
Die Champions-League-Auslosung erfolgt nun vollständig computergesteuert
Zum ersten Mal wird die Zuordnung der Teams bei der Auslosung (alle TV-Infos) vollständig durch Computer gesteuert, was eine Abkehr von den traditionellen Lostöpfen und Kugeln darstellt. Diese Änderung soll nicht nur effizienter, sondern auch transparenter sein. Mit der Implementierung der neuen Technologie steigen jedoch auch die Bedenken hinsichtlich der Cyber-Sicherheit, insbesondere nach Berichten über mögliche Cyber-Angriffe aus Russland.
Das britische Unternehmen AE Live, das von der UEFA mit der Entwicklung der neuen Software beauftragt wurde, hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um das System und damit das neue Auslosungsformat vor Cyber-Angriffen zu schützen.
Technischer Leiter äußert sich vor Champions-League-Auslosung zu Cyber-Attacken: „Eindeutig heikles Thema“
„Wir nehmen Cyber-Sicherheit unglaublich ernst“, unterstrich Dave Gill, der technische Leiter von AE Live, in einem Interview mit der Times. „Das ist eindeutig ein heikles Thema. Ich möchte nicht näher auf Details eingehen. Aber ich kann versichern, dass wir alle nötigen Schritte unternommen haben, um sicherzustellen, dass alles so sicher wie möglich ist.“
Seit der Auftragsvergabe im letzten Jahr hat AE Live das Verfahren in Millionen von Simulationen getestet, um jede potenzielle Schwachstelle zu eliminieren. Diese Tests sollen sicherstellen, dass selbst ein raffinierter Cyber-Angriff das Ergebnis der Auslosung nicht beeinflussen kann.
Ab dieser Saison präsentiert sich die Champions League in einem neuen Format
Neben den technischen Änderungen steht auch der Modus der Champions League selbst vor einer Veränderung. Die traditionelle Gruppenphase wird durch eine Ligaphase ersetzt, was die Gesamtzahl der Spiele von 125 auf 189 erhöht.
Dies soll den Fans mehr Fußball bieten – die UEFA erhofft sich von den zahlreichen Änderungen auch mehr Spannung. Ob dieses Versprechen tatsächlich eingehalten wird, bleibt abzuwarten. (kus)
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