Geht‘s jetzt ganz schnell? Eberl war wohl schon zwei Mal bei Hoeneß
VonMelanie Gottschalk
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Unterschreibt Max Eberl schon bald einen Vertrag beim FC Bayern? Sondierungsgespräche soll es immerhin schon gegeben haben – bei Uli Hoeneß am Tegernsee.
München – Max Eberl und der FC Bayern. Bereits wenige Stunden nach der Entlassung von Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn am letzten Spieltag der vergangenen Saison geisterten die ersten Gerüchte umher. Damals hatte er seinen Job bei RB Leipzig aber gerade erst begonnen. Nur wenige Monate später dann aber die Überraschung: Eberl wurde von den Sachsen freigestellt und die Gerüchte flammten abermals auf. Der ehemalige Spieler der Münchner soll ein heißer Kandidat auf den Posten des Sportvorstandes sein. Wie die Sport Bild nun erfahren haben möchte, gab es sogar bereits Gespräche.
Max Eberl
Geboren am:
21. September 1973 (Alter 50 Jahre), Bogen
Bisherige Stationen:
Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig
Eberl offenbar schon zweimal bei Hoeneß am Tegernsee zu „Sondierungsgesprächen“
Laut des Berichts war Eberl zweimal zu „Sondierungsgesprächen“ bei Uli Hoeneß am Tegernsee. Eberls Chancen auf den Job als Sportvorstand sollen so „gut wie nie“ sein. Die Weichen dafür könnten schon bei der Aufsichtsratssitzung am 13. November gestellt werden. Eberl sei bereit, das Amt „zeitnah“ anzutreten. Der 50-Jährige gilt als Hoeneß‘ Wunschkandidat, und der langjährige Macher des FC Bayern hat offenbar das Gros der Chefetage hinter sich.
Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen musste allerdings wohl erst von der Personalie überzeugt werden. Mehrfach berichtete er, er sei „bisher nicht“ einbezogen worden in die Überlegungen und verwies auf die Zuständigkeit des Aufsichtsrates - versehen mit dem Hinweis: „Solange keiner auf mich zukommt, gibt es auch keinen Sportvorstand.“
Eberl und Freund kennen sich aus gemeinsamer Zeit beim RB-Konzern
Dreesen genoss es sichtlich, bei einem Top-Transfer wie dem von Harry Kane selbst die Zügel in der Hand zu halten. Und er ist sehr überzeugt vom neuen Sportdirektor Christoph Freund. „Er macht seine Sache hervorragend. Er kommt sehr, sehr gut klar mit dem Coach. Er ist sehr kommunikativ – ein echt guter Typ“, sagte er.
Freund oder Eberl? Freund und Eberl! Beide Manager kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim RB-Konzern und Transfergesprächen aus den Tagen, als Eberl noch in Gladbach und Freund in Salzburg tätig war. Beim FC Bayern könnte sich das Duo die vielfältigen Aufgaben im Management-Bereich teilen.
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
Zumal ein „neuer“ FC Bayern mit den Machern Dreesen, Präsident Herbert Hainer, Eberl und Freund für Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge einen weiteren Vorteil hätte: Sobald im Bereich Sportvorstand Klarheit herrsche, sagte der aktuell auch operativ eingebundene Hoeneß, werden sich Rummenigge und er „wieder etwas zurückziehen auf den Aufsichtsratsposten, der ja nur beratend tätig sein soll“. (msb/dpa)