Star-Flucht aus Deutschland

Ten Hag als größte Marke: Die Bundesliga hat ein massives Trainer-Problem

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Überwiegend Rookies und nationaler Durchschnitt auf der Trainerbank sollen die Teams in der Bundesliga nach vorne bringen. Wie soll das funktionieren?

München – Vor rund einem Jahrzehnt trainierten noch Trainer wie Pep Guardiola, Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Ralf Rangnick einen Klub in der Bundesliga.

Heute sind in der Bundesliga fast nur „No-Names“ tätig. Maximal besitzen Trainer wie Niko Kovač von Borussia Dortmund national ein gutes, aber kein überragendes Standing.

Zwei Publikumsmagneten feiern ihr Comeback - die 18 Fußballtempel der Bundesliga-Saison 2025/2026

Die Allianz Arena beim Bundesliga-Heimspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach.
In der Allianz Arena trägt der Rekordmeister FC Bayern München seine Heimspiele aus. © ActionPictures/IMAGO
Die Allianz Arena vor einem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach.
75.024 Zuschauer können bei nationalen Spielen in der Allianz Arena Platz nehmen. © Bernd Feil/M.i.S./IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund.
Die Heimat der „Werkself“: die BayArena. © Moritz Mueller/IMAGO
Die BayArena beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
30.210 Zuschauer passen in die Leverkusener BayArena. © nordphoto GmbH / Meuter/IMAGO
Der Deutsche Bank Park beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund.
Stimmungsvolles Stadion: Im Deutsche Bank Park spielt Eintracht Frankfurt seine Heimspiele. © Philipp Kresnik / SPP/IMAGO
Der Deutsche Bank Park rund um ein Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld.
Der Deutsche Bank Park hat eine Kapazität von 60.000 Zuschauern. © Jan Huebner/Voigt via www.imago-images.de
Der Innenraum des Signal Iduna Parks beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Holstein Kiel.
Der Signal Iduna Park ist das Wohnzimmer von Borussia Dortmund. © Hesham Elsherif/IMAGO
Der Signal Iduna Park rund um ein Spiel der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.
Der Signal Iduna Park kann 81.365 Zuschauer beherbergen. © Fabian Kleer/IMAGO
Choreo im Europa-Park Stadion des SC Freiburg beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Das Wohnzimmer des SC Freiburg: das Europa-Park Stadion. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Das Europa-Park Stadion vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt.
34.700 Zuschauer passen in das Freiburger Europa-Park Stadion. © BEAUTIFUL SPORTS/Bosco/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena beim Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt.
In der MEWA Arena kämpft der 1. FSV Mainz 05 um Punkte. © Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand/IMAGO
Die Mainzer MEWA Arena vor dem Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen.
Die Mainzer MEWA ARENA bietet Platz für 33.305 Fans. © Vitali Kliuiev/IMAGO
Die Red Bull Arena beim Bundesliga-Duell zwischen RB Leipzig und dem VfB Stuttgart.
In der Red Bull Arena bestreitet RB Leipzig seine Heimspiele. © motivio/IMAGO
Die Zuschauer auf dem Weg in die Red Bull Arena zum Bundesliga-Spiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bis zu 47.800 Zuschauer können in der Red Bull Arena ein Spiel verfolgen. © motivio/IMAGO
Das Bremer Weserstadion beim Heimspiel in der Bundesliga gegen RB Leipzig.
Im Weserstadion ist der SV Werder Bremen zuhause. © Dennis Ewert/RHR-FOTO/IMAGO
Das Bremer Weserstadion vor einem Bundesligaspiel gegen Frankfurt.
Das Bremer Weserstadion hat eine Kapazität von 42.100 Plätzen. © nordphoto GmbH / Teresa Kroeger/IMAGO
Die MHP Arena des VfB Stuttgart beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg.
Das Wohnzimmer des VfB Stuttgart mit einfallender Sonne: die MHP Arena. © Michael Weber IMAGEPOWER/IMAGO
Die MHP Arena vor einem DFB-Pokalspiel zwischen dem VfB Stuttgart und RB Leipzig.
In der MHP Arena finden maximal 60.058 Zuschauer Platz. © Roger Petzsche/IMAGO
Der Borussia-Park beim 4:4 gegen die TSG Hoffenheim.
Hier kämpft Borussia Mönchengladbach um Zählbares: der Borussia-Park. © Werner OTTO/IMAGO
Der Borussia-Park vor einem Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen.
54.042 Zuschauer können im Borussia-Park Platz nehmen. © nordphoto GmbH / Christian Schulze/IMAGO
Die Volkswagen Arena beim Bundesliga-Spiel zwischen Wolfsburg und Freiburg.
Die Heimat des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena. © Arne Amberg/IMAGO
Das Stadion des VfL Wolfsburg: die Volkswagen Arena.
Die Zuschauerkapazität der Wolfsburger Volkswagen Arena beträgt 28.917. © Schoening/IMAGO
Die WWK Arena von innen beim Bundesliga-Spiel FC Augsburg gegen Holstein Kiel.
In der WWK Arena trägt der FC Augsburg seine Heimduelle aus. © kolbert-press/Martin Agüera/IMAGO
Die WWK Arena rund um ein Bundesliga-Spiel des FC Augsburg gegen den 1. FSV Mainz 05.
Die WWK Arena fasst 30.660 Zuschauer. © Ulrich Wagner/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin gegen Holstein Kiel.
Das Stadion An der Alten Försterei: Hier spielt der 1. FC Union Berlin seine Heimspiele. © nordphoto GmbH / Engler/IMAGO
Das Stadion An der Alten Försterei rund um das Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und Holstein Kiel.
Im Stadion An der Alten Försterei finden 22.012 Zuschauer Platz. © Herbertz / Nico Herbertz/IMAGO
Das Millerntor-Stadion beim Heimspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Der FC St. Pauli empfängt seine Gegner im Millerntor-Stadion. © Julia Rahn/IMAGO
Das Millerntor-Stadion vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und dem VfB Stuttgart.
Das Millerntor-Stadion auf St. Pauli hat 29.546 Plätze. © Julia Rahn/IMAGO
Die PreZero Arena von innen beim Bundesliga-Heimspiel zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund.
Die Heimspielstätte der TSG Hoffenheim: die PreZero Arena. © Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank/IMAGO
Die PreZero Arena der TSG Hoffenheim.
30.150 Zuschauer passen in die PreZero Arena. © Silas Stein/IMAGO
Die Voith-Arena beim Play-off-Duell in der Conference League zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem FC Kopenhagen.
Die Voith-Arena ist die Heimstätte des 1. FC Heidenheim. © Eibner-Pressefoto/Memmler/IMAGO
Die Heidenheimer Voith-Arena von außen.
15.000 Zuschauer passen in die Heidenheimer Voith-Arena. © H. Langer via www.imago-images.de
Die Südkurve des Rheinenergiestadions beim Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern.
Stadion mit Bundesliga-Stimmung: das Kölner Rheinenergiestadion. © Eibner-Pressefoto/Justin Deronde/IMAGO
Das Kölner Rheinenergiestadion vor einem Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig.
50.000 Zuschauer können sich im Rheinenergiestadion die Heimspiele des 1. FC Köln ansehen. © Mika Volkmann/IMAGO
Das Hamburger Volksparkstadion beim Zweitliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem SSV Ulm.
Im Volksparkstadion gibt es für die HSV-Fans ab der Saison 2025/26 endlich wieder Bundesliga-Fußball zu sehen. © Philipp Szyza/IMAGO
Das Volksparkstadion vor dem Zweitligaderby gegen den FC St. Pauli.
Das Volksparkstadion verfügt über 57.000 Plätze. © Philipp Szyza/IMAGO

Leverkusens Ten Hag hat Titel gesammelt

Einzig Erik ten Hag sticht hervor. Er gilt zwar bei Manchester United als gescheitert, hatte aber immerhin den FA-Cup mit den Red Devils gewonnen. Und zuvor formte der Niederländer Ajax Amsterdam zum Abo-Meister in den Niederlanden.

Ansonsten liest sich die Trainer-Liste der Bundesliga, gemessen an ihren Ansprüchen, zu einer der besten der Welt zu zählen, wie ein Trauerspiel.

Ole Werner führte Werder Bremen zurück in die Bundesliga und soll nun RB Leipzig wieder zu einem europäischen Top-Klub formen.

Erik ten Hag ist neuer Trainer bei Bayer Leverkusen.

Vincent Kompany steht beim FC Bayern am Beginn seiner Trainerkarriere

Vincent Kompany war ein erfolgreicher Fußballer, ist aber als Trainer auf Topniveau ein Rookie. Der Belgier soll jedoch den FC Bayern zurück in die Top Vier Europas führen.

Dino Toppmöller hat mit Eintracht Frankfurt national gute Arbeit geleistet und den Klub in die Champions League geführt. Aber auch für ihn gilt auf Topniveau: Er ist ein Rookie.

Sandro Wagner übernimmt FC Augsburg

Der FC Augsburg setzt auf Sandro Wagner, der viel Anerkennung genießt, aber in der Bundesliga erstmals Chefcoach ist.

Borussia Mönchengladbach geht in die dritte Saison mit Gerardo Seoane, der gute, aber keine außergewöhnliche Arbeit leistet.

Hoeneß lässt VfB Stuttgart jubeln

Der VfB Stuttgart baut weiter auf Sebastian Hoeneß, dem eine große Trainer-Zukunft bevorsteht, aber es fehlt ebenfalls noch an Erfahrung. Der DFB-Pokal-Triumph ist jedoch ein Statement.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß gilt als großes Talent.

Der große Hamburger SV ist zurück in der Bundesliga und schenkt seinem Aufstiegshelden, dem Rookie und früheren Kurven-Gänger Merlin Polzin Vertrauen.

Der 1. FC Köln ist ebenfalls zurück im Oberhaus und lässt einen Coach ohne Bundesliga-Erfahrung ran: Lukas Kwasniok.

Der 1. FC Heidenheim ragt mit Trainer Frank Schmidt und über 16 Jahren Zusammenarbeit heraus. Doch Schmidt war als Trainer eben nur für Heidenheim tätig.

Kurzum: Die Bundesliga-Klubs setzen oftmals auf unerfahrene und junge Coaches, in der Hoffnung, dass sie sich entwickeln. Hinzu kommen Trainer wie Kovač und Schmidt der Marke nationaler Durchschnitt.

Warum wandern die Stars ab?

Auf der anderen Seite wird sich aber in der Bundesliga gewundert, warum zahlreiche Fußballstars in die Premier League, nach Spanien oder teilweise Italien abwandern.

Die Antwort: Weil es eben nicht nur eine Frage des Geldes ist. Auch Stars wollen etwas hinzulernen und Titel gewinnen. Unerfahrene Trainer erwecken selten den Eindruck, dass sie dies zeitnah vollbringen können.

Die Bundesliga hat ein massives Trainer-Problem, dass sie schnell lösen sollte. Ansonsten geht es weiter in Richtung Ausbildungsliga.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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