Thomas Müller legt nach Bayern-Aus in der Champions League den Finger in die Wunde
VonKorbinian Kothny
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Im Trikot des FC Bayern nimmt Thomas Müller Abschied von der Champions-League-Bühne. Er macht das Scheitern gegen Inter Mailand an einer bestimmten Szene fest.
München / Mailand – Schluss. Aus. Vorbei. Der Traum des FC Bayern vom Finale dahoam ist geplatzt. Trotz eines couragierten Auftritts bei Inter Mailand sind die Bayern im altehrwürdigen San Siro ausgeschieden. Zu groß war die Hypothek der Hinspielniederlage in München.
Thomas Müller und FC Bayern verpassen Finale dahoam
Die Krönung auf seiner Abschiedstour im Trikot seines Herzensklubs am 31. Mai in der Allianz Arena gibt es nicht. „Das Finale wäre halt in München gewesen“, stöhnte der 35-Jährige traurig. Seine Spielanalyse nach dem 3:4 im Gesamtergebnis war einfach. „Inter hat ein Tor mehr gemacht in beiden Spielen. Und im Fußball geht es eben darum, mehr Tore zu erzielen. Inter ist weiter, und das heißt, sie haben irgendetwas besser gemacht“, sagte Müller.
Thomas Müller legt nach Champions-League-Aus den Finger in die Wunde
Den Bayern wurde letztendlich der Trend der letzten Wochen zum Verhängnis. In der Defensive kassiert die Mannschaft von Vincent Kompany zu viele einfache Gegentore und in der Offensive fehlt die letzte Kaltschnäuzigkeit – eine tödliche Kombo.
Auch im Rückspiel ließen die Bayern viele Chancen ungenutzt, während Inter nach zwei Eckbällen eiskalt zuschlug. Müller haderte nach dem Spiel dabei vor allem mit einer Szene aus dem Hinspiel. „Ich denke dieses zweite Gegentor im Hinspiel, das war – wenn man den Finger in die Wunde legen will – plump“.
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Müller kritisiert „plumpe“ Gegentore des FC Bayern
Rückblick: Nachdem die Bayern in München den Ausgleich durch Müller selbst erzielt hatten, ließen sich die Münchner wenige Minuten später relativ einfach auskontern und kassierten noch das 1:2. Letztendlich der eine Gegentreffer zu viel …
Seine Zukunft nach dem Bayern-Abschied als Spieler im Sommer ist weiter offen, wie Müller in der Mailänder Nacht sagte: „Die Planung kenne ich noch nicht. Während der heißen Wochen habe ich nichts vorangetrieben.“ (kk)