Sky-Experte begeistert von Neuzugang

„Wie ein zweiter Thomas Müller“: Matthäus überrascht mit Kane-Vergleich

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Lothar Matthäus löste die „Mia-san-mia“-Diskussion beim FC Bayern maßgeblich aus. Nun glaubt er an eine positive Entwicklung – dank Harry Kane.

München – Noch nicht lange ist es her, als zwischen Oliver Kahn und Lothar Matthäus ein denkwürdiger Streit vor dem Sky-Mikrofon entbrannte: Es war der 1. April 2023, der FC Bayern hatte gerade Julian Nagelsmann freigestellt und Thomas Tuchel installiert.

Lothar Matthäus
Geboren:21. März 1961 (Alter 62 Jahre), Erlangen
Karriereende:2000
Länderspiele:150
Größte Titel:Weltmeister 1990, Europameister 1980

Kehrt das „Mia san mia“ beim FC Bayern zurück? Matthäus plötzlich zuversichtlich

Vor dem 4:2-Sieg der Bayern nahm sich der „Titan“ seinen Chefkritiker Lothar Matthäus zur Brust und startete einen Frontalangriff vor der Kamera. Was ihn so reizte: Matthäus‘ Kritik, dass das „Mia san mia“ abhandengekommen sei. Es folgte eine Fehde.

Seitdem hat sich viel getan – Oliver Kahn ereilte dasselbe Schicksal wie Nagelsmann, die Münchner setzten auf der Führungsebene zum Radikalschlag an. Bei Matthäus hat sich nicht viel geändert. Für Sky äußert er sich immer noch rege zum FC Bayern.

Seit neuestem sieht er die Dinge aber positiver – zumindest, was seine „Mia-san-mia“-Kritik angeht. Ausgerechnet ein Engländer kann laut ihm das bajuwarische Selbstverständnis und den familiären Zusammenhalt im Klub wieder zum Leben erwecken: Harry Kane.

Lothar Matthäus schwärmt von Bayern-Neuzugang Harry Kane.

Matthäus begeistert von Kane: „Fast ein zweiter Thomas Müller“

„Er ist nah bei den Fans, macht Selfies, gibt Interviews. Er ist locker, entspannt und geht auf die Menschen und Mitspieler zu. Ich glaube, das ist einer, der zum FC Bayern passt“, prognostizierte der Rekordnationalspieler bei „Sky90“. „Er ist ja nicht nur ein guter Spieler, sondern bringt auch eine Persönlichkeit mit, das Mia san mia“, erklärt Matthäus und sieht in Kane sogar „fast einen zweiten Thomas Müller“.

Dem Kapitän der englischen Nationalmannschaft und Rekordtorschützen traut er eine ähnliche Torquote zu wie dem Ex-Münchner und mehrmaligen Bundesliga-Torschützenkönig Robert Lewandowski. 

Von Jeremy Edgar bis Aziz: Das sind die zweiten Vornamen der FCB-Stars

Manuel Neuer, Tor: zweiter Vorname: Peter
Manuel Neuer, Tor: zweiter Vorname: Peter © Passion2Press / Imago
Jonas Urbig, Tor: zweiter Vorname: Kurt
Jonas Urbig, Tor: zweiter Vorname: Kurt © DeFodi Images / Imago
Eric Dier, Abwehr: weitere Vornamen: Jeremy Edgar
Eric Dier, Abwehr: weitere Vornamen: Jeremy Edgar © Ulmer/Teamfoto / Imago
Dayot Upamecano, Abwehr: zweiter Vorname: Oswald
Dayot Upamecano, Abwehr: zweiter Vorname: Oswald © Ulmer/Teamfoto / Imago
Alphonso Davies, Abwehr: zweiter Vorname: Boyle
Alphonso Davies, Abwehr: zweiter Vorname: Boyle © Passion2Press / Imago
Leon Goretzka, Mittelfeld: zweiter Vorname: Christoph
Leon Goretzka, Mittelfeld: zweiter Vorname: Christoph © Ulmer/Teamfoto / Imago
Raphael Guerreiro, Mittelfeld: weitere Vornamen: Adelino José
Raphael Guerreiro, Mittelfeld: weitere Vornamen: Adelino José © Sven Simon / Imago
Joshua Kimmich, Mittelfeld: zweiter Vorname: Walter
Joshua Kimmich, Mittelfeld: zweiter Vorname: Walter © kolbert-press / Imago
Joao Palhinha, Mittelfeld: weitere Vornamen: Maria Lobo
Joao Palhinha, Mittelfeld: weitere Vornamen: Maria Lobo © RHR-Foto / Imago
Kingsley Coman, Mittelfeld: zweiter Vorname: Junior
Kingsley Coman, Mittelfeld: zweiter Vorname: Junior © Lackovic / Imago
Serge Gnabry, Mittelfeld: zweiter Vorname: David
Serge Gnabry, Mittelfeld, zweiter Vorname: David © Sportfoto Rudel / Imago
Leroy Sané, Mittelfeld: zweiter Vorname: Aziz
Leroy Sané, Mittelfeld: zweiter Vorname: Aziz © kolbert-press / Imago
Harry Kane, Sturm: zweiter Vorname: Edward
Harry Kane, Sturm: zweiter Vorname: Edward © Sven Simon / Imago

Kane-Debüt für den FC Bayern geglückt

Starstürmer Kane, der für mehr als 100 Millionen Euro Ablöse von Tottenham Hotspur gekommen war und bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz am Freitagabend beim 4:0 gegen Werder Bremen sein erstes Bayern-Tor markierte, sei ein Geschenk für die Liga und die Medien.

„Diesen Spieler hat der FC Bayern in der letzten Saison vermisst. Deswegen hatten sie so große Probleme. Jetzt haben sie wieder einen Zielspieler, der weiß, wo das Tor steht. Vor allem geht er voran“, sagte der langjährige Bayern-Profi Matthäus. Kane braucht aber erst noch Zeit, sich in einem neuen Land einzuleben – beim Auftaktsieg leistete er sich einen kuriosen Regelbruch. (epp/dpa)

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